VdW Rheinland Westfalen veranstaltete ‘Aktuelles Steuerrecht’ in Bochum; BMF-Abgrenzung im Fokus

“Aktuelles Steuerrecht”: Aus Tradition erfolgreich - VdW Rheinland Westfalen

„Aktuelles Steuerrecht“: Aus Tradition erfolgreich

Die erste Fachveranstaltung des Jahres 2026 „Aktuelles Steuerrecht“ des VdW Rheinland Westfalen bot am 19. Mai 2026 rund 100 Vorständen, Geschäftsführungen und Fachkräften aus dem Rechnungswesen fundierte Einblicke in aktuelle steuerliche und regulatorische Entwicklungen. Themenschwerpunkte waren unter anderem das erwartete steuerliche Maßnahmenpaket der Bundesregierung, Aktuelles zur Bilanzierung und aktuelle Urteile und Verwaltungsmeinungen zur Umsatz-, Ertrag- und Lohnsteuer. Im Rahmen der ganztägigen Veranstaltung im Europäischen Bildungszentrum in Bochum – und im Livestream – beleuchteten die Referentinnen und Referenten aus dem GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen, dem VdW Niedersachsen Bremen und dem VdW Rheinland Westfalen praxisrelevante Entwicklungen im Steuerrecht und der Bilanzierung.

Diskutiert wurden unter anderem das Rahmenkonzept „Gesellschaft mit gebundenem Vermögen“, Reformüberlegungen bei der umsatzsteuerlichen Organschaft und bei der Grundsteuer die Verwaltungsgerichtsurteile zu differenzierten Hebesätzen.

Nach der Veröffentlichung des Schreibens des Bundesfinanzministerium (BMF) zur Abgrenzung von Herstellungskosten und Erhaltungsaufwand bei Gebäuden stand eine mögliche steuerlich abweichende Bilanzierung im besonderen Fokus. Es wurde die Bedeutung für steuerzahlende Wohnungsunternehmen aufgezeigt und die Entscheidungskriterien für den Bilanzierenden dargestellt. Auch zur 10- bzw. 30-Prozent-Grenze bei der Vermietungsgenossenschaft und zu ausgewählten umsatzsteuerlichen Fragestellungen rund um die Wohnungsvermietung (z. B. Pflegekassenzuschüsse) erhielten die Teilnehmenden konkrete Hinweise für die tägliche Praxis. Bei einem Update zu E-Rechnungen wurden die Besonderheiten in der Bauwirtschaft angesprochen.

Die Mischung aus aktuellem Fachwissen, intensiver Diskussion und praxisnahen Fallbeispielen überzeugte die Teilnehmenden auch in dieser Auflage des Traditionsformates.

Wie Künstliche Intelligenz beim Bauen hilft

Ist Künstliche Intelligenz (KI) ein Gamechanger beim Bauen oder sind die Hoffnungen, die manch einer in der Immobilienbranche in sie setzt, unbegründet? Darum ging es beim 25. Bauforum Rheinland-Pfalz am 23. Juni 2026 in Mainz. Die Veranstaltung hatte einen heimlichen Star. Zoey ist 92 Kilo schwer, etwa ein Meter lang und kann auf ihren vier Beinen etwas mehr als fünf Kilometer in der Stunde zurücklegen. Zoey ist ein hundeähnlicher Roboter, der von der Ed. Züblin AG bei Baustellenbegehungen eingesetzt wird. Auf seinem Rücken befindet sich ein 360-Grad-Laser-Scanner und ein Computer. Ohne zu murren, steigt Zoey 16 Treppen in einem Rohbau hinauf, nimmt Bilder und lädt sich automatisch an einer seiner Ladestationen auf. Eine Software sucht die Bilder beispielsweise danach ab, ob die vorgeschriebene Absturzsicherung oder alle Fluchtwegpiktogramme vorhanden sind. Auch den Baufortschrtitt kann sie kontrollieren.

Wohnen weiter denken - und zwar in Lösungen

Jammern hilft nicht: Ja, Zinsen und Baukosten sind gestiegen, bezahlbare Wohnungen zu bauen ist aktuell nur schwer möglich. Doch als Wirtschaftsverband habe der VdW Rheinland Westfalen auch die Aufgabe, Lösungen aufzuzeigen und mit den Wohnungsunternehmen und -genossenschaften zu diskutieren, sagte Verbandsdirektor Alexander Rychter auf dem 25. VdW-Forum der Wohnungswirtschaft am 9. Juni 2026 in Düsseldorf. So standen auf dem Programm Workshops und Diskussionen zur Umsetzung des so genannten Wohnungsbau-Turbos, zum seriellen Bauen und Sanieren, zur kostengünstigeren Umsetzung der Wärmewende im Quartier, zur Einbindung Künstlicher Intelligenz in den Unternehmensalltag und zur Zusammenarbeit innerhalb der Branche. Gleichzeitig wurde klar, dass die Senkung der Baukosten nur im Zusammenspiel mit der Politik gelingt. Applaus erntete deshalb NRW-Bauministerin Ina Scharrenbach, als sie in ihrem Grußwort versprach, die Landesbauordnung so zu reformieren, dass günstigeres Bauen möglich werde.

Wohnen weiter denken: 25. VdW-Forum Wohnungswirtschaft

Die Vorfreude steigt: Bereits in der 25. Auflage findet das VdW-Forum Wohnungswirtschaft des VdW Rheinland Westfalen am 9. und 10. Juni 2026 in Düsseldorf statt. Wieder stehen Fachvorträge, Workshops, Diskussionen und der Austausch der Teilnehmenden im Zentrum. Das diesjährige Motto lautet: “Wohnen weiter denken”. Nach der Eröffnung u. a. durch Ina Scharrenbach, Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung des Landes Nordrhein-Westfalen, gibt Sarah Escher, Architektin und Geschäftsleitung Duplex Architekten, mit ihrer Keynote Impulse zu bezahlbarem und lebenswertem Wohnen und neuen Perspektiven für das Bauen und Entwickeln in urbanen Räumen. Einen weiteren inhaltlichen Schwerpunkt setzt die Keynote von Dr. Michael Judex vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe, der die Notwendigkeit eines tragfähigen Risiko- und Krisenmanagements im Rahmen von politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen thematisiert. Die Teilnehmenden können zwischen fünf Workshops wählen: Ob serielles Bauen und Sanieren, klimaneutrale Wärmeversorgung, neue Kooperationsmodelle oder der Einsatz von Digitalisierung und Künstlicher Intelligenz in der Immobilienverwaltung – die Workshops verbinden konkrete Praxisbeispiele aus Wohnungsunternehmen mit direktem Austausch und geben Antworten auf Umsetzungsfragen. Abgerundet wird das Programm durch vielfältige Networking-Möglichkeiten, unter anderem bei der Abendveranstaltung in besonderer Atmosphäre.

Azubi-Forum: Wohnen - mehr als ein Wirtschaftsgut

Es waren drei intensive Tage für rund 50 Auszubildende aus der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft: das Azubi-Forum 2026 von EBZ Akademie und VdW Rheinland Westfalen Anfang Mai.2026. Im Mittelpunkt der praxisnahen Fachtagung standen Fragen rund um die Zukunft des Wohnens, der sozialen Verantwortung von Wohnungsunternehmen sowie die persönliche und fachliche Entwicklung junger Nachwuchskräfte. Zum Auftakt beschäftigten sich die Teilnehmenden mit den Spannungsfeldern zwischen Sozialgut und Wirtschaftsgut Wohnen. In Workshops und Diskussionen ging es um wohnungspolitische Herausforderungen, gesellschaftliche Entwicklungen und die Frage, wie Wohnungsunternehmen soziale Verantwortung umsetzen können. Fachreferent Friedrich-Alexander Flatters vom VdW Rheinland Westfalen vermittelte Grundlagen der Wohnungspolitik und diskutierte mit den Auszubildenden die Auswirkungen sozialpolitischer Entwicklungen auf die Branche. Ein besonderer Programmpunkt war am zweiten Veranstaltungstag die Exkursion zum Vivawest-Quartier Borsig-West in der Dortmunder Nordstadt. Vor Ort erhielten die Teilnehmenden Einblicke in Mehrgenerationenwohnen, studentisches Wohnen und integrierte Quartiersentwicklung.

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