Ela, Erfahrungsbericht einer Auszubildenden zur Verwaltungsfachangestellten, beim Bundesamt für Verfassungsschutz in Köln/Bonn; Onboarding-Prozess unterstützt, interne Ausschreibungen bearbeitet, positives Teamklima
Bundesamt für Verfassungsschutz - Erfahrungsbericht eines Azubis - Erfahrungsbericht einer Auszubildenden zur Verwaltungsangestellten.
Erfahrungsbericht eines Azubis zur Verwaltungsangestellten
Erfahrungsbericht einer Auszubildenden zur Verwaltungsangestellten.
In diesem Interview erfahren Sie von Ela, einer Auszubildenden zur Verwaltungsfachangestellten im ersten Lehrjahr, warum sie sich für eine Ausbildung beim Bundesamt für Verfassungsschutz entschieden hat und was ihr im Azubi-Alltag besonders gut gefällt.
Wie bist du darauf gekommen, dich beim Bundesamt für Verfassungsschutz um einen Ausbildungsplatz als Verwaltungsfachangestellte zu bewerben?
Ich hatte schon lange die Idee, eine Büro-Ausbildung zu machen. Dieser Bereich ist mir seit Kindheit vertraut, da meine Mutter ebenfalls im Büro arbeitet und mich früher hin und wieder mal mit zur Arbeit genommen hat. Die dort anfallenden Tätigkeiten fand ich schon immer sehr interessant. Durch meinen Freund, der beim BfV arbeitet, erfuhr ich, dass das BfV die Möglichkeit einer Ausbildung zur
zum Verwaltungsfachangestellten bietet. So kam es, dass ich mich beworben habe.
Wie sieht der Alltag während deiner Ausbildung aus?
Es gibt eigentlich verschiedene Alltage, weil die Ausbildung in unterschiedliche Blöcke aufgeteilt ist: In mehrwöchige Unterrichtsphasen in der Berufsschule in Bonn und im Bundesverwaltungsamt in Köln und in mehrwöchige Praxisphasen im BfV , auch in Köln.
In der Berufsschule habe ich neun verschiedene Fächer: Deutsch, Englisch, Politik, Rechnungswesen, Staats- und Verwaltungsrecht, Wirtschaftslehre, Volkswirtschaftslehre, Personalwesen und Organisationslehre. Die Schultage enden gegen 14 Uhr. Nur 1 x pro Woche haben wir bis ca. 15 Uhr Unterricht. Ab und zu habe ich nachmittags Hausaufgaben zu erledigen - und vor Klausuren nutze ich die Nachmittage zum Lernen. Klausuren oder Tests werden nämlich immer am Ende eines Schulblocks in jedem Fach geschrieben. Diese intensiven Lernphasen sind manchmal sehr stressig.
Insgesamt vier Mal gibt es auch noch einen mehrwöchigen, ganztägigen Unterrichtsblock, der beim Bundesverwaltungsamt stattfindet. Diese Unterrichtseinheiten sind im selben Klassenverband wie in der Berufsschule. Das gefällt mir sehr gut an meiner Ausbildung, da wir einen sehr netten und harmonischen Klassenverband haben. Die Praxisphasen im BfV absolviere ich in verschiedenen Referaten der Abteilung Z „Zentrale Dienste“. Das ist der Verwaltungs- und Servicebereich des BfV . In meinem ersten Lehrjahr habe ich die Personalentwicklung, den Haushalt und die Vergabestelle kennengelernt. Seit diesem Monat bin ich im Bereich „Schriftgutverwaltung“ eingesetzt.
Besonders haben mir bisher die Personalthemen gefallen, mit denen ich in der Personalentwicklung zu tun hatte. Ich habe beispielsweise beim Onboarding-Prozess unterstützt, interne Ausschreibungen für Aufstiegsverfahren bearbeitet und ich durfte bei der Korrektur von internen Auswahltests mitwirken. Das Fach Haushaltswesen mag ich in der Schule nicht so, im Praktikum hat es mir jedoch erstaunlicherweise gut gefallen. Dies lag vor allem auch am netten Team, in dem ich mich sehr wohlgefühlt habe. Ich habe dort hauptsächlich Rechnungen und andere Belege in einem speziellen Computersystem erfasst. In den nächsten Lehrjahren werde ich noch weitere Referate kennenlernen. Am meisten freue ich mich auf den Einsatz im Bereich „Einstellung“, da ich dort wieder mit Personalthemen zu tun haben werde.
Was gefällt dir an der Ausbildung besonders gut?
Ich mag es, dass ich mich mit vielen Kolleginnen und Kollegen gut verstehe und mich dadurch sehr wohlfühle. So machen sogar eher monotone Tätigkeiten, die auch schon mal erledigt werden müssen, Spaß. Denn als Auszubildende im ersten Lehrjahr kann ich natürlich noch keine besonders anspruchsvollen Arbeiten erledigen.
Außerdem gefällt mir persönlich sehr gut, dass das BfV so eine große Behörde ist. Das Gebäude ist wirklich riesig und ich sehe jeden Tag so viele verschiedene Menschen. Gleichzeitig ist es in den Referaten eher familiär. Ich mag das.
In der Schule gefallen mir besonders die Fächer Staats- und Verwaltungsrecht und Rechnungswesen. Rechnungswesen aber hauptsächlich aufgrund des tollen Lehrers, der die Inhalte spannend vermittelt. Denn Zahlen gehören normalerweise nicht zu meinen Stärken.
Was sollten angehende Azubis deiner Meinung nach mitbringen, um Verfassungsschützer
Ich denke, man sollte vor allem Offenheit und Freundlichkeit mitbringen. Denn dann wird man auch von den Kolleginnen und Kollegen entsprechend freundlich behandelt und es entsteht direkt eine angenehme Arbeitsatmosphäre.
Außerdem sollte man Freude an Ordnung und Organisation haben. Ich gebe zu, dass ich privat nicht gerade der ordentlichste Mensch bin. Im Bürobereich finde ich Ordnung und Organisation dagegen wichtig und die Arbeit macht mehr Spaß, wenn alles aufgeräumt ist und man den Überblick behält. Da das BfV eine Sicherheitsbehörde ist, ist es ebenso essenziell, mit sensiblen Informationen verantwortungsvoll umzugehen und Vertraulichkeit zu gewährleisten.
Wenn du deine Arbeit in drei Wörtern zusammenfassen müsstest, wie würden die lauten?
Lustig – spannend – umfassend. Das Wort lustig ist auf die Lehrer und Schüler der Berufsschule bezogen. Ich habe da einfach viel Spaß.
Zum Schluss noch ein Tipp aus erster Hand: Was würdest du Interessenten raten, die sich beim Bundesamt für die VfA-Ausbildung bewerben möchten?
Informiert euch rechtzeitig und ausführlich über die Ausbildung sowie die Einsatzmöglichkeiten, die ihr nach der abgeschlossenen Ausbildung habt. Denn ein Bürojob ist nicht unbedingt für jeden das Richtige. Man sollte die typischen Bürotätigkeiten auf alle Fälle mögen.
Des Weiteren sollte euch bewusst sein, dass ihr in der Berufsschule und auch in den praktischen Teilen mit Gesetzestexten arbeiten werdet. Auch dies ist eher speziell, wenn man direkt aus der Schule kommt. Ich persönlich finde es meistens spannend, aber manche Gesetzestexte können schon sehr trocken sein.