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title: "Marsch fürs Läbe fordert Petition gegen vollständige Finanzierung von Abtreibungen durch die Krankenkasse in Zürich-Oerlikon; Befürchtet mehr Abtreibungen durch Kostenfreiheit"
sdDatePublished: "2026-08-06T17:06:00Z"
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Marsch fürs Läbe fordert Petition gegen vollständige Finanzierung von Abtreibungen durch die Krankenkasse in Zürich-Oerlikon; Befürchtet mehr Abtreibungen durch Kostenfreiheit

„Marsch fürs Läbe“: Petition gegen vollständige Finanzierung von Abtreibungen durch die Krankenkasse - Stiftung Zukunft CH

„Marsch fürs Läbe“: Petition gegen vollständige Finanzierung von Abtreibungen durch die Krankenkasse

Der „Marsch fürs Läbe“ fordert ein wirksames, zweckmässiges und wirtschaftliches parlamentarisches Handeln, das die Gesamtgesellschaft und insbesondere Familien im Blick hat. Die vom Parlament beschlossene vollständige Kostenübernahme von Abtreibungen durch die obligatorische Krankenpflegeversicherung ab dem 1. Januar 2027 widerspricht diesem Grundsatz. Gemeinsam mit weiteren Organisationen lanciert der „Marsch fürs Läbe“ deshalb die Petition „Keine Gratisabtreibungen durch die Hintertüre!“ .

Mit der auf den 1. Januar 2027 in Kraft tretenden Gesetzesänderung sollen die Kosten für Abtreibungen während der gesamten Schwangerschaft vollständig von der obligatorischen Krankenpflegeversicherung übernommen werden. Die bisherige Kostenbeteiligung der Versicherten würde damit entfallen. Beschlossen wurde diese Leistungsausweitung im Rahmen eines parlamentarischen Massnahmenpakets zur Kostendämpfung. Das Organisationskomitee des „Marsch fürs Läbe“ kritisiert diesen Entscheid deutlich:

„Wer von Kostendämpfung spricht und gleichzeitig neue Pflichtleistungen zulasten aller Prämienzahler einführt, handelt widersprüchlich. Zusätzliche Leistungen führen zu höheren Kosten – und diese treffen Familien besonders hart.“

Gefahr von noch mehr Abtreibungen

Die Ausweitung der Kostenübernahme erhöht zudem die Gefahr, dass noch mehr Kinder abgetrieben werden, kritisiert der „Marsch fürs Läbe“. Weiterhin werden mit dem Entscheid sämtliche Versicherten – unabhängig von ihrer ethischen oder religiösen Überzeugung – verpflichtet, Abtreibungen über ihre Krankenkassenprämien mitzufinanzieren. Die obligatorische Finanzierung von Abtreibungen greift damit in die Gewissensfreiheit (BV Art. 15) vieler Prämienzahler ein. Der Staat darf niemanden dazu verpflichten, Handlungen finanziell mitzutragen, die dem eigenen Gewissen fundamental widersprechen.

Frauen benötigen in schwierigen Schwangerschaftssituationen umfassende Unterstützung. Dazu gehören aus Sicht des „Marsch fürs Läbe“ die Kostenübernahme bei Fehlgeburten, palliativen Geburten sowie in jenen seltenen Fällen, bei denen die Lebensgefahr für die Mutter durch nichts anderes als eine Abtreibung abgewendet werden kann. Eine generelle Finanzierung sämtlicher Abtreibungen durch die obligatorische Krankenversicherung lehnt der „Marsch fürs Läbe“ jedoch ab und betont:

„97 Prozent aller Abtreibungen bis zur 12. Schwangerschaftswoche werden aus psychosozialen Gründen durchgeführt. Bis heute liegt kein wissenschaftlicher Nachweis vor, dass eine Abtreibung die Gesundheit einer Frau wirksam und zweckmässig verbessern könnte. Eine Finanzierung derselben lässt sich mit den üblichen Kriterien Wirksamkeit, Zweckmässigkeit und Wirtschaftlichkeit nicht begründen.“

Der „Marsch fürs Läbe“ fordert hingegen einen stärkeren Ausbau der Beratung und Begleitung von Frauen in Notlagen sowie eine umfassende Information über mögliche körperliche und psychische Folgen einer Abtreibung.

Petition „Keine Gratisabtreibungen durch die Hintertüre!“

Gemeinsam mit der EDU Schweiz, HLI Schweiz und der Arbeitsgruppe Jugend und Familie lanciert der „Marsch fürs Läbe“ die Petition „Keine Gratisabtreibungen durch die Hintertüre!“ gegen die vollständige Finanzierung von Abtreibungen durch die obligatorische Krankenpflegeversicherung.

„Solidarität bedeutet, Menschen in schwierigen Situationen zu unterstützen – nicht persönliche Entscheidungen pauschal der gesamten Versichertengemeinschaft zu überbinden. Mit der vorliegenden Petition wollen wir Familien entlasten und das Solidaritätsprinzip stärken“, erklärt Beatrice Gall, Präsidentin vom „Marsch fürs Läbe“.

Der „Marsch fürs Läbe“ setzt sich für eine Gesellschaft ein, die Kinder willkommen heisst und Familien stärkt. Unter dem Motto „Together for Life“ findet am 19. September 2026 in Zürich-Oerlikon der 16. Marsch fürs Läbe statt.

Link zur Petition: Keine Gratisabtreibungen durch die Hintertüre – Für gesunde Familien

Datum: Samstag, 19. September 2026, 15 Uhr

Quelle: Medienmitteilung Marsch fürs Läbe vom 4. August 2026

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