Porsche SE macht im H1 Milliardenverlust in Stuttgart; 2,2 Mrd Euro Verlust durch VW-Abschreibung

Update Aktien International

Börsennews 7. August 2026

Aktien International – Update

Täglicher Marktkommentar aus dem BEKB-Handelsraum

Übersicht European Futures

Euro Stoxx 50 6'567

  • 0.5 %

DAX 26'428

  • 0.7 %

CAC 40 8'742

  • 0.4 %

FTSE 100 10'957

  • 0.7 %

US-Futures

Dow Jones Industrial 54'091

  • 0.1 %

Nasdaq 100 29'638

  • 0.5 %

S&P 500 7'752

  • 0.2 %

News Europa

Airbus: liefert im Juli 67 Verkehrsflugzeuge aus Airbus gab am Freitag bekannt, im Juli 67 Verkehrsflugzeuge an 39 Kunden ausgeliefert und 204 neue Bestellungen erhalten zu haben. Der europäische Flugzeughersteller hat damit 2026 bisher 418 Flugzeuge an 82 Kunden ausgeliefert.

Banca Monte dei Paschi di Siena: im ersten Halbjahr mit zweistelligem Gewinnanstieg Die Banca Monte dei Paschi di Siena Spa (MPS) gab am Freitag bekannt, dass sie das erste Halbjahr 2026 mit einem den Aktionären zurechenbaren Nettogewinn von 1,12 Milliarden Euro abgeschlossen hat, ein Plus von 25 % gegenüber dem Vorjahr. Die gesamten Nettoeinnahmen aus dem Bankgeschäft stiegen um 4,1 % auf 4,02 Milliarden Euro, verglichen mit 3,87 Milliarden Euro im ersten Halbjahr 2025. Der Nettozinsertrag erreichte 2,10 Milliarden Euro und blieb damit im Vergleich zu 2,09 Milliarden Euro im gleichen Zeitraum 2025 weitgehend stabil. Die Nettoprovisionen stiegen um 3,6 % auf 1,29 Milliarden Euro, verglichen mit 1,24 Milliarden Euro im Vorjahr. Das operative Nettoergebnis stieg um 8,2 % von 1,86 Milliarden Euro auf 2,01 Milliarden Euro, während die Betriebskosten um 0,7 % von 1,74 Milliarden Euro auf 1,72 Milliarden Euro sanken. Die Kosten-Ertrags-Quote verringerte sich um 2 Prozentpunkte auf 43 %.

www.bekb.ch | Börsennews | 7. August 2026 2

Brenntag: hebt Gewinnprognose für 2026 erneut an Auf Grundlage des anhaltend positiven Starts in das dritte Quartal werde 2026 nun ein operativer Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) von 1,35 bis 1,45 Milliarden Euro erwartet, teilte das Unternehmen am Freitag überraschend mit. Erst im Juni hatte der Dax-Konzern die Prognose auf 1,25 bis 1,40 Milliarden Euro angehoben. Analysten haben aktuell im Median 1,38 Milliarden Euro auf dem Zettel.

Easyjet: geht an den US-Finanzinvestor Apollo Apollo sicherte sich nach einigem Hin und Her die Unterstützung des Managements und der Gründerfamilie Haji-Ioann für seine Offerte über 7,15 britische Pfund je Easyjet-Aktie beziehungsweise 5,7 Milliarden Pfund. Ein Gebot in dieser Höhe hatte Apollo bereits vor vier Wochen angedeutet. Offen war noch, ob der US- Finanzinvestor Castlelake, der seit Mai um den Billigflieger gebuhlt hatte, noch mal nachlegt. Dies tat er aber nicht, sondern zog sich am Donnerstag endgültig zurück.

Munich Re: bekommt den Preisabschwung im Geschäft mit Erstversicherern wie Allianz und Axa deutlich zu spüren und kappt Umsatzziel für 2026 Nach weiteren Abschlägen bei der jüngsten Vertragserneuerung kappt Vorstandschef Christoph Jurecka seine Umsatzprognose für das laufende Jahr. In der Rückversicherungssparte dürfte der Umsatz mit 38 Mrd. Euro um 2 Mrd. Euro niedriger ausfallen als bisher gedacht. Für den gesamten Konzern geht Jurecka nun von 62 Mrd. statt 64 Mrd. Euro aus. Im zweiten Quartal profitierte der Rückversicherer hingegen von sehr geringen Grossschäden im Schaden- und Unfallgeschäft und glänzenden Geschäften mit Aktien. Unter dem Strich verdiente er dadurch – wie bereits vorab gemeldet – rund 2,2 Mrd. Euro und damit über 6% mehr als im Vorjahreszeitraum. Jurecka sieht die Munich Re daher „auf sehr gutem Weg“ zu ihrem geplanten Jahresgewinn von 6,3 Mrd. Euro. Die Aktie verliert im Morgenhandel über 3 %.

Porsche SE: macht im H1 einen Milliardenverlust wegen VW-Abschreibung Unter dem Strich machte die Beteiligungsgesellschaft einen Verlust von 2,2 Milliarden, wie das Unternehmen am Freitag in Stuttgart mitteilte. Im Jahr zuvor wurden noch rund 300 Millionen Euro Gewinn erwirtschaftet. Sowohl Europas grösster Autobauer Volkswagen als auch die weitere wesentliche Beteiligung, der Sportwagenbauer Porsche AG, kämpfen derzeit mit schwierigen Marktbedingungen und dem Umbruch in der Automobilindustrie. Die Wertberichtigungen auf die Volkswagen-Anteile betrugen im ersten Halbjahr 3 Milliarden Euro und auf den Sportwagenbauer Porsche 200 Millionen Euro. Die Verschuldung ging Ende Juni leicht auf 5 Milliarden Euro zurück. Die Beteiligungsholding Porsche SE strebt im Gesamtjahr weiter ein bereinigtes Konzernergebnis von 1,5 Milliarden bis 3,5 Milliarden Euro und Ende des Jahres eine Nettoverschuldung zwischen 4,7 Milliarden und 5,2 Milliarden Euro an.

RWE: stoppt Offshore-Projekte vor den Küsten der USA und will dafür in Projekte mit verflüssigtem Erdgas und andere Gas-Vorhaben in den USA investieren Anders als zunächst geplant wird der Energieriese RWE doch nicht diverse Windkraftanlagen in US-Gewässern betreiben - dafür bekommt der Konzern von der US- Regierung einen Ausgleich in Höhe von 1,22 Milliarden Dollar. Der Vergleich der US- Windkrafttochter mit dem Innenministerium sehe vor, dass sie auf Ansprüche gegen die Regierung verzichtet und Pachtrechte für Windkraftanlagen vor den Küsten von New York, Kalifornien und Louisiana zurückgibt, teilte RWE mit. In die Planung der Vorhaben hatte der Konzern mit Sitz in Essen nach eigenen Angaben bereits mehr als eine Milliarde Dollar investiert. “Nach sorgfältiger Abwägung wurde festgestellt, dass für diese Projekte in den USA auf absehbare Zeit keine Genehmigungsfähigkeit gegeben ist”, erklärte das Unternehmen nun. Stattdessen will RWE jetzt Millionenbeträge in Projekte mit verflüssigtem Erdgas und andere Gas-Vorhaben in den USA investieren.

News Übersee

Boeing: US-Luftfahrtaufsicht FAA lässt rund 470 Flugzeuge des Typs Boeing 737 Max auf Risse rund um Türen prüfen

www.bekb.ch | Börsennews | 7. August 2026 3

Ein Boeing-Sprecher sagte dem «Wall Street Journal», das Problem sei in den vergangenen Jahren beim Vorläufer 737 New Generation aufgetreten. Bei der 737 Max-Flotte seien die Risse zwar bisher nicht beobachtet worden – aber da Konstruktion und Produktionsverfahren bei ihnen in diesem Bereich ähnlich seien, habe man die Inspektionen auf sie ausgeweitet. Die FAA machte die Überprüfung einiger Flugzeuge der Max-Modelle 737-8, 737-9 und 737-8200 auf Risse an einer Ecke der vorderen Tür verpflichtend. Die Anordnung tritt am 10. September in Kraft.

PPL: Q2 unter den Erwartungen Das Energieunternehmen (Pennsylvania Power and Light) aus Allentown meldete einen Umsatz von 2,11 Milliarden US-Dollar im zweiten Quartal, verglichen mit der FactSet-Konsensschätzung von 2,19 Milliarden US- Dollar. Der Gewinn je Aktie (EPS) lag bei 33 Cent gegenüber 32 Cent im Vorjahr. Die Prognose lautete 34 Cent pro Aktie (Bloomberg-Konsens). Das Unternehmen erwartet weiterhin ein stärkeres Gewinnwachstum im zweiten Halbjahr 2026, gestützt durch verbesserte Mechanismen zur Kostendeckung und Kapitalverfolgung, die eine zeitnahe Amortisation der Investitionen ermöglichen. Schätzungen zufolge bietet die aktuelle wirtschaftliche Entwicklung in Pennsylvania und Kentucky bis 2032 ein potenzielles Investitionspotenzial für die Stromerzeugung von 10 bis 12 Milliarden US-Dollar. Basierend auf der bisherigen Geschäftsentwicklung bestätigte PPL seine Gewinnprognose für 2026 von 1,90 bis 1,98 US- Dollar je Aktie.

Take Two: Q1 über den Erwartungen - bestätigt die bisherige Prognose für das Gesamtjahr Der Computer- und Videospieleentwickler aus New York (ca. 13'000 MA) meldete einen Umsatz von 1,53 Milliarden US-Dollar im 1. Quartal und übertraf damit die FactSet-Konsensprognose von 1,36 Milliarden US- Dollar. Der Verlust pro Aktie im 1. Quartal betrug 0,18 US-Dollar und übertraf damit die FactSet- Konsensprognose von 0,20 US-Dollar Verlust. Der Nettoverlust im 1. Quartal belief sich auf 34,1 Millionen US-Dollar. Im Vorjahresquartal erzielte Take-Two einen bereinigten Gewinn von 61 Cent je Aktie bei einem Nettoumsatz von 1,42 Milliarden US-Dollar. Take-Two bekräftigte seine Prognose für einen Nettoumsatz von 8 bis 8,2 Milliarden US-Dollar für das Geschäftsjahr 2027, das am 31. März endet. Der Mittelwert von 8,1 Milliarden US-Dollar liegt unter der Konsensschätzung der Analysten von 8,53 Milliarden US- Dollar.

Vistra: Umsatz im 2. Quartal verfehlt Erwartungen Das Energieunternehmen aus Irving, Texas, meldete für den Berichtszeitraum einen operativen Umsatz von 4,02 Mrd. USD, Das sind -5,5 % gegenüber dem Vorjahr und deutlich unter der Prognose von 4,93 Mrd. USD (Bloomberg-Konsens). Das bereinigte EBITDA aus fortgeführten Geschäftsbereichen betrug 1,77 Mrd. USD, +31 % gegenüber dem Vorjahr und damit über der Prognose von 1,65 Mrd. USD. Das Unternehmen geht weiterhin von einem bereinigten EBITDA aus fortgeführten Geschäftsbereichen zwischen 6,80 Mrd. USD und 7,60 Mrd. USD aus. Hier lautete die Prognose 7,27 Mrd. USD. Der Konzern geht weiterhin von einem bereinigten freien Cashflow zwischen 3,93 Mrd. USD und 4,73 Mrd. USD aus.

www.bekb.ch | Börsennews | 7. August 2026 4

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