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title: "Breites Bündnis aus Landwirtschaft, Zivilschutz, Gesundheit, Soziales, Umwelt fordert Bundesregierung in Berlin zum Hitze- und Feuerschutzgipfel auf; fünf Entscheidungen sofort umgesetzt"
sdDatePublished: "2026-08-07T13:54:00Z"
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topics:
  - name: "climate change"
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  - "Berlin"
  - "Germany"
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Breites Bündnis aus Landwirtschaft, Zivilschutz, Gesundheit, Soziales, Umwelt fordert Bundesregierung in Berlin zum Hitze- und Feuerschutzgipfel auf; fünf Entscheidungen sofort umgesetzt

Hitzegipfel jetzt! – Gemeinsames Forderungspapier

Hitzegipfel jetzt! · Gemeinsames Forderungspapier an die Bundesregierung
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Hitzegipfel jetzt!
Breites Bündnis aus Landwirtschaft, Zivilschutz, Gesundheit, Soziales,
Mieterschutz, Umwelt und Klima fordert die Bundesregierung zum Handeln auf
Berlin, 5. August 2026

Europas Wälder brennen. Hitzewellen, Dürren, Ernteausfälle und Wasserknappheit
bedrohen Menschen, Tiere, Natur, Wirtschaft und Infrastruktur. Der wesentliche Treiber
dieser akuten Herausforderungen ist die menschengemachte Klimakrise. Auch in
Deutschland
werden
Extremtemperaturen
gemessen,
Rettungskräfte
sind
im
Dauereinsatz und Tausende Menschen sind bereits an den Folgen der Hitze gestorben.
Doch statt wirksam gegenzusteuern, schweigen Bundeskanzler Merz und Vizekanzler
Klingbeil. Im Gegenteil: Die schwarz-rote Bundesregierung schwächt den Klimaschutz
und kürzt Mittel für notwendige Investitionen zur Sicherung der öffentlichen Ordnung und
Gesundheit. Kommunen und soziale Einrichtungen müssen kühle Orte schaffen,
Personal anstellen, Gebäude energetisch sanieren, ohne dafür ausreichend finanziert zu
sein.
Die Klimakrise bedroht die gesamte Bevölkerung und das ganze Land auf allen
staatlichen Ebenen. Um Menschen und unser Zusammenleben zu schützen,
braucht es jetzt einen Hitze- und Feuerschutzgipfel der Bundesregierung.
Wir fordern Bundeskanzler Merz und sein Kabinett auf, sich zu positionieren. Die
Regierung muss jetzt fünf Entscheidungen treffen, um Menschen akut vor den Folgen
der Klimakrise, Hitze, Dürre und Extremwetter zu schützen und ihrer Verantwortung
gegenüber kommenden Generationen gerecht zu werden.
1. Hitzegipfel einberufen
Hitze ist eine Gefahr für unsere Gesellschaft: Vermehrte Krankheitsfälle und Risiken für
Beschäftigte, überhitzte Gebäude, stehende Züge, kaputte Straßen und erhöhte
Waldbrandgefahr – zahlreiche Bereiche und Akteure des öffentlichen Lebens sind wegen
der Hitzewellen im Dauereinsatz. Die Bundesregierung muss deshalb umgehend einen
Hitze- und Feuerschutzgipfel einberufen, in dem Akteur*innen und Expert*innen aus
Bevölkerungsschutz, Gesundheits- und Pflegewesen, Land- und Forstwirtschaft,
Klimawissenschaft, Wasserressourcenmanagement, Stadtentwicklung, Versorgung und
Infrastruktur Gehör finden, um in die Entscheidungsfindung der Bundesregierung
eingebunden zu werden. Mit dem Gipfel reagiert die Bundesregierung auf eine
herausragende Gefährdung unseres Landes.
2. Bundesweiter Hitzeschutzplan
Die Bundesregierung muss einen verbindlichen Hitzeschutzplan beschließen, der klare
Zuständigkeiten für Bund, Länder und Kommunen festlegt und eine dauerhafte
Finanzierung sichert. Um eine ganzheitliche Anpassung zu gewährleisten, muss der Plan
eine zukunftsfähige Stadtentwicklung, Anpassungen in Land- und Forstwirtschaft, die

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Sicherung von Infrastruktur und Gesundheitsversorgung sowie die zentrale Rolle intakter
Ökosysteme und naturbasierter Lösungen als wirksamste und kostengünstigste
Vorsorge umfassen. Es müssen bundesweit flächendeckende und verständliche
Warnsysteme für zukünftige Hitzewellen und ihre Folgen eingerichtet werden. Klimafeste
Städte,
Gemeinden
und
intakte
Ökosysteme
sind
die
lebensnotwendigen
Schutzmaßnahmen für eine Zukunft im Klimawandel.
3. Gemeinschaftsaufgaben im Grundgesetz verankern
Deutschland muss seine Bürgerinnen und Bürger vor Gefährdungen durch die Klimakrise
schützen. Der Klimawandel ist eine gewaltige Herausforderung für die Gesellschaft und
Infrastruktur unseres Landes und muss als solche eindeutig anerkannt werden. Die
Gemeinschaftsaufgaben
„Kommunaler
Klimaschutz"
sowie
„Naturschutz
und
Klimaanpassung" müssen als gemeinsame Verantwortung von Bund und Ländern in
Artikel 91a des Grundgesetzes aufgenommen werden, damit Länder, Kommunen und
soziale Einrichtungen dauerhaft mit planbaren und ausreichenden Mitteln ausgestattet
werden.
4. Klimaschutz und Klimaanpassung finanzieren
Ein ungebremster Klimawandel verursacht gewaltige Kosten. Je untätiger die Regierung
ist, umso teurer wird es. Klimaschutz- und Anpassungsmaßnahmen schützen Menschen
und sichern die Funktionsfähigkeit unserer Wirtschaft. Jeder Euro Vorsorge ersetzt ein
Vielfaches an Kosten für Nachsorge. Es braucht deshalb die Sicherung ausreichender
Finanzierung durch den Bund. Es muss sichergestellt werden, dass die Gelder des
Klima- und Transformationsfonds (KTF) inklusive aller Einnahmen aus dem
europäischen Emissionshandel vollständig und ausschließlich in Maßnahmen zur
Bekämpfung des Klimawandels und zur Abmilderung seiner Auswirkungen fließen.
5. Abkehr von fossilen Brennstoffen
Die Verbrennung von fossilem Öl und Gas ist der zentrale Treiber der Klimakrise. Die
Bundesregierung muss deshalb jetzt den geordneten und sozial gerechten Ausstieg aus
Öl und Gas beschleunigen. Neue fossile Projekte und Subventionen, Öl- und
Gasinfrastruktur sowie das Ausbremsen der erneuerbaren Energien dürfen keine
Zukunft haben, um nachfolgende Generationen vor den eskalierenden Folgen der
Klimakrise zu schützen. Statt weitere Milliarden in klimaschädliche Abhängigkeiten zu
stecken, muss sich Deutschland unabhängig von fossilen Energien machen. Dafür ist
die Bundesregierung gefordert, die Elektrifizierung voranzutreiben sowie erneuerbare
Energien, klimafreundliche Wärme und die klimaneutrale und sozialverträgliche Mobilität
mit Bahn, Bus und Rad konsequent auszubauen.

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Die unterzeichnenden Organisationen:

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Arbeiter-Samariter-Bund Deutschland e. V. (ASB)
Greenpeace e. V.
Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft e. V.
(AbL)
Health for Future
Humanistischer Verband Deutschlands –
Bundesverband e. V.
AWO Bundesverband e. V.
Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU)
Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e. V.
(BUND)
Jugend des Deutschen Alpenvereins (JDAV)
Bürgerwärme for Future e.V.
Katholikenrat Region Düren
Campact e. V.
Klima-Allianz Deutschland e. V.
Citizens’ Climate Lobby Germany e. V. / Bürgerlobby
Klimaschutz
Klima-Bündnis e.V.
Deutsche Klimastiftung
NABU – Naturschutzbund Deutschland e. V.
Deutsche Umwelthilfe e. V. (DUH)
NAJU – Naturschutzjugend im NABU
Deutscher Bahnkunden-Verband e. V. (DBV)
NaturFreunde Deutschlands e. V.
Deutscher Mieterbund e. V. (DMB)
Paritätischer Gesamtverband (Der Paritätische)
Deutscher Naturschutzring e. V. (DNR)
Protect the Planet gGmbH
Deutsches Kinderhilfswerk e.V.

Evangelisch-Lutherischer Kirchenkreis Hamburg-Ost
ROBIN WOOD e. V.
Fridays for Future München
Umweltinstitut München e. V.
Friday For Future Deutschland

Gaswende
Verband Christlicher Pfadfinderinnen und Pfadfinder
(VCP)
Germanwatch e.V.
WWF Deutschland
GermanZero e.V.

Ansprechperson für Rückfragen:
GermanZero e.V.– Andrea Wörle, Leiterin Klimafinanzierung, 0172 / 5642218, andrea.woerle@germanzero.de
Stand: 5. August 2026