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title: "Carla Fusi Liborius-Schrein 2026 Florenz; Auflage 50 Exemplare, Preis 140 Euro"
sdDatePublished: "2026-08-07T15:04:00Z"
source: "https://www.erzbistum-paderborn.de/news/liborius-als-wegbegleiter-und-sammlerstueck/"
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locations:
  - "Paderborn"
  - "Italy"
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Carla Fusi Liborius-Schrein 2026 Florenz; Auflage 50 Exemplare, Preis 140 Euro

Liborius als Wegbegleiter und Sammlerstück

Liborius als Wegbegleiter und Sammlerstück

Freunde des heiligen Liborius sehen, staunen und sind hoch erfreut: Die von der in Florenz lebenden Künstlerin Carla Fusi geschaffene Radierung „Liborius-Schrein“ begeistert nicht nur Professor Dr. Hans-Walter Stork als Leiter der Erzbischöflichen Akademischen Bibliothek und ausgewiesener Liborius-Spezialist. Das limitierte Kunstwerk kann auch erworben werden und dient als Wegbegleiter und Sammlerstück. Mit einer Auflage von 50 Exemplaren ist die Grafik verfügbar und wird mit einem Zertifikat zum Preis 140 Euro ausgegeben. Professor Dr. Hans-Walter Stork erklärt: „Carla Fusi greift in ihrer Radierung ‚Liborius-Schrein 2026‘ das Zusammenspiel von der Verehrung des wirkmächtigen Patrons St. Liborius über seine Geringschätzung durch den kriegerischen Herzog Christian von Braunschweig bis zur andauernden Verehrung des Heiligen über die Jahrhunderte auf“.

Im Jahr 2000 schuf die in Florenz lebende Künstlerin Carla Fusi ihre erste Grafik mit einer Darstellung des heiligen Liborius, der Schutzpatron des Erzbistums, des Domes und der Stadt Paderborn ist. Nach über 25 Jahren legt die italienische Künstlerin ihre zweite Radierung des heiligen Liborius vor. Dieses Mal thematisiert das Motiv der Radierung wichtige Stationen der Verehrungsgeschichte: den Raub des alten Schreins 1622, seine Zerstörung, um Geld daraus zu machen, die Herstellung des neuen, bis heute verwendeten Libori-Schreins und die Rückführung der Gebeine des Heiligen 1627 – an die im kommenden Jahr 2027 im Erzbistum besonders erinnert wird. Für Carla Fusi ergibt sich somit ein thematisch grosser Bogen bei ihrer Beschäftigung mit dem heiligen Liborius.

Die Liborius-Grafik mit dem Titel „Liborius-Schrein 2026“ zeigt den Heiligen in pontifikaler Tracht. Liborius ist ein noch junger Mann mit kurzem Bart, der dem Betrachter frontal zugewandt ist und als Zeichen seiner bischöflichen Würde Mitra, Bischofsstab und über dem Rochett einen Chormantel trägt. Auf dem Evangelienbuch liegen Nierensteine, die Attribute des heiligen Liborius. Die Bordüre des Chormantels trägt reichen Besatz: Die insgesamt 14 Felder zeigen Szenen mit Bezug zu Maria sowie christologische Motive.

Schräg vor Liborius steht der 1627 geschaffene Reliquienschrein, der während des Libori-Triduums im Hochchor des Paderborner Domes aufgestellt ist und bei Prozessionen verwendet wird. Unter dem Schrein und seitlich davon sind zehn der sogenannten „Pfaffenfeind-Taler“ dargestellt, die der „tolle Christian“ nach dem Raub der Liborius-Reliquien aus dem erbeuteten Edelmetall prägen ließ.

„Die Radierung von Carla Fusi greift eine bedeutende, bittere Episode in der jahrhundertelangen Verehrungsgeschichte des heiligen Liborius in Paderborn auf: die Plünderung des Kirchenschatzes des Hohen Doms zu Paderborn während des Dreißigjährigen Krieges. Und was noch schwerer wiegt: das Einschmelzen des vergoldeten Liborius-Silberschreins, um daraus Münzen schlagen zu lassen, durch den Herzog Christian d. J. von Braunschweig-Lüneburg (1599-1626), genannt der ‚tolle Christian‘, erläutert Professor Dr. Hans-Walter Stork zu den Hintergründen der Darstellungen der von Carla Fusi geschaffenen Grafik.

Carla Fusi lehrt seit ihrem Diplom an der Kunstakademie in Florenz (‘Accademia di Belle Arti‘) als Dozentin für künstlerische Anatomie. Ihr eigenes künstlerisches Schaffen umfasst vor allem Exlibris (gestaltete Eigentümer-Kennzeichnungen in Büchern, bislang mehr als 100) und sogenannte Kleingraphik: klein- und mittelformatige Radierungen, Kupferstiche und freie Graphiken. Zahlreiche Ausstellungen zeigten bereits ihre Werke; in den Sammlungen verschiedener Museen des In- und Auslandes (unter anderem Gutenberg-Museum Mainz) sind ihre Graphiken und Zeichnungen vertreten. Carla Fusi hat mehrere nationale und internationale Preise erhalten, zuletzt 2026 im Exlibris-Wettbewerb FAIRY TALES OF BROTHER GRIMM in Moskau.

Die von Carla Fusi 2026 geschaffene Radierung „Liborius-Schrein“ ist auf Bütten im Format 29,2 x 14,1 cm gedruckt in einer Auflage von 50 Exemplaren. Die Drucke sind von der Künstlerin signiert, die Zählung erfolgt von 1

50, sie werden mit einem Zertifikat zum Preis 140 Euro ausgegeben. Außerhalb der Auflage von 50 Exemplaren wurden zehn Erstabzüge hergestellt, die römisch nummeriert sind und nicht in den Handel kommen.