FC Carl Zeiss Jena fordert Vollauslastung des Stadions in Jena; Eilantrag beim Verwaltungsgericht gestellt
Bedauern, aber auch Verständnis für Haltung der aktiven Fanszene
So groß die Freude auf Seiten des FC Carl Zeiss Jena und auch seiner Fans darüber ist, dass das Thüringenderby am Sonntag wieder unter Beteiligung von bis zu 1.415 Gästefans stattfinden kann, so sehr bedauert der Fußballclub die mögliche Konsequenz der am gestrigen Abend von der aktiven Jenaer Fanszene veröffentlichten Erklärung, bei einer Aufrechterhaltung der Reduzierung auf 800 Plätze ihres Heimbereichs auf der Südtribüne dem Derby am Sonntag fernzubleiben. Fußball lebt davon, dass beide Teams die maximal mögliche Unterstützung von den Rängen erfahren können - auch und erstrecht zum Derby.
Nochmals: Der Fußballclub begrüßt ausdrücklich die Entscheidung zur Erweiterung des Gastbereiches, was letztlich das Ergebnis einer aktuellen Bewertung der Lagesituation durch die Ordnungs- und Sicherheitsbehörden ist, die der FC Carl Zeiss Jena auch teilt. Warum diese Lagebeurteilung jedoch ausschließlich zur Erweiterung des Gastkontingentes und eben nicht auch des Heimbereiches führt, ist aus Sicht des Fußballclubs in keiner Weise ausreichend begründet.
Es ist ausdrückliches Ziel des FC Carl Zeiss Jena, der sich seit langer Zeit mit dem Einbringen eigener Ideen, Vorschläge und konkreter Konzepte entsprechend einsetzt, einen Zustand zu erreichen, der eine Vollauslastung des Stadions ermöglicht. An dieser Stelle sei erwähnt, dass die überwiegende Anzahl der Pflichtspiele in der fertiggestellen ad hoc arena im Ernst-Abbe-Sportfeld grundsätzlich ohne eine Obergrenze im Block N und somit bei einer Maximalkapazität von 1.061 stattfand.
In dem unserem Fußballcub am Freitag, dem 24. Juli zugegangenen Auflagenbescheid der Stadt Jena für die neue Saison wurde trotz der auch von der Polizei positiv bewerteten Saisonbilanz weiterhin an der Limitierung der Zuschauerbereiche bei Risikospielen festgehalten - heißt konkret 800 Plätze im Heimbereich und 800 oder weniger Plätze im Gästebereich, was aus Sicht unseres FCC in keiner Weise ausreichend begründet ist. Deshalb wurde nach dem Erhalt des Auflagenbescheides und einem darauf von uns folgenden Widerspruchsschreibens, das leider ohne Reaktion blieb, am 31. Juli durch unseren FC Carl Zeiss Jena ein Eilantrag beim Verwaltungsgericht gestellt. Dass dieser Sachverhalt, der einer juristischen Bewertung bedarf, Gegenstand der heutigen Berichterstattung im MDR ist, überrascht und irritiert uns erneut, da es nicht dem Ansinnen unseres Fußballclubs entspricht, hier im Vorfeld einer Klärung öffentlich zu agieren.
Das Ziel des FC Carl Zeiss Jena bleibt die Zulassung einer Vollauslastung des Stadions sowohl in den Heim- als auch Gastbereichen auch bei Risikospielen und damit einhergehend die Beendigung der aktuellen Ungleichbehandlung von Heim- und Gästefans in der Herleitung der Konsequenzen aus einunderselben Lagebeurteilung.