Gebäudewirtschaft der Stadt Köln prüft dezentrales Regenwassermanagement bei städtischen Neubauvorhaben in Köln; Reduzierte Kanalbelastung durch Retentionsdächer
Beschlussvorlage
Dezernat, Dienststelle VI/VI
Vorlagen-Nummer AN/0030/2025 Stand: 30.07.2026 Sachstandsbericht Regenwassernutzung in Kölle Beschluss:
Die Verwaltung wird beauftragt bei städtischen Neubauvorhaben sowie solchen von Eigenbe- trieben und Gesellschaften des Stadtwerkekonzerns die Auswirkungen auf den Wasserhaus- halt zu prüfen und dezentrales Regenwassermanagement durch Versickerung, Verdunstung, Speicherung und Nutzung zu fördern.
Status
in Bearbeitung
erledigt
Aktueller Bearbeitungsstand: Die Zielsetzung des Antrags wird bei Neubauvorhaben der Gebäudewirtschaft der Stadt Köln bereits heute grundsätzlich berücksichtigt. Im Rahmen der projektbezogenen Planung wird die Regenwasserbewirtschaftung standortbezogen unter Berücksichtigung der örtlichen Randbe- dingungen, der geologischen Verhältnisse sowie der wasserrechtlichen Vorgaben entwickelt. Die Anforderungen werden bereits im Rahmen der Funktionalen Leistungsbeschreibungen (FLB) bei Generalunternehmer:innen-/Totalunternehmer (GU-/TU-Projekten) sowie der Pla- nungs- und Genehmigungsprozesse berücksichtigt.
Gemäß § 55 Wasserhaushaltsgesetz (WHG) sowie § 44 Landeswassergesetz Nordrhein- Westfalen (LWG NRW) ist Niederschlagswasser grundsätzlich ortsnah zu versickern, zu ver- rieseln oder direkt beziehungsweise über eine Kanalisation ohne Vermischung mit Schmutz- wasser in ein Gewässer einzuleiten, soweit wasserrechtliche, technische oder sonstige öffent- liche Belange dem nicht entgegenstehen. Diese gesetzlichen Anforderungen bilden die Grundlage der Entwässerungsplanung städtischer Neubauvorhaben.
Abhängig von den jeweiligen Standortbedingungen werden daher unterschiedliche Maßnah- men des dezentralen Regenwassermanagements umgesetzt. Hierzu gehören insbesondere:
örtliche Versickerungsanlagen (z. B. Rigolen oder Versickerungsbecken),
Retentionsanlagen zur gedrosselten Ableitung,
extensive und intensive Dachbegrünungen,
Retentionsdächer beziehungsweise Dächer mit 0 %-Gefälle zur temporären Regen- wasserrückhaltung und Verdunstung,
Regenwassernutzungsanlagen sowie,
Kombinationen dieser Maßnahmen.
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Insbesondere Retentionsdächer mit gezielter Verdunstung leisten neben der Entlastung der Kanalisation einen Beitrag zur Verbesserung des Mikroklimas und zur Anpassung an die Fol- gen des Klimawandels. Die konkrete Ausgestaltung erfolgt stets projektspezifisch auf Grund- lage der örtlichen Gegebenheiten sowie der fachlichen Abstimmungen mit den zuständigen Genehmigungsbehörden. Nächste Schritte: Die Gebäudewirtschaft wird die bestehenden Planungsgrundsätze auch weiterhin konsequent anwenden und im Rahmen zukünftiger Neubauprojekte die Möglichkeiten eines dezentralen Regenwassermanagements unter Berücksichtigung der jeweiligen Standortbedingungen prü- fen und umsetzen. Dabei werden die Anforderungen des Wasserhaushaltsgesetzes, des Lan- deswassergesetzes NRW sowie die städtischen Klimaanpassungsziele weiterhin integraler Bestandteil der Projektentwicklung und Planung sein. Der nächste Sachstandsbericht ist geplant für den: 30.07.2027