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title: "Stadt Köln beschließt Sanierung der Tiefgarage am Dom (Bauteile A-D); 2,4 Mio € Mehrbedarf Finanzierung über andere Posten"
sdDatePublished: "2026-08-07T09:11:00Z"
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  - name: "construction and property"
    identifier: "medtop:20000235"
  - name: "infrastructure projects"
    identifier: "medtop:20001245"
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locations:
  - "Köln"
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Stadt Köln beschließt Sanierung der Tiefgarage am Dom (Bauteile A-D); 2,4 Mio € Mehrbedarf Finanzierung über andere Posten

Beschlussvorlage

Dezernat, Dienststelle
VIII/23/230

Vorlagen-Nummer

2029/2026
Freigabedatum
07.08.2026

Eilentscheidung und Genehmigung
zur Behandlung in öffentlicher Sitzung
Entscheidung durch den Hauptausschuss gemäß § 60 Absatz 1 Satz 1 GO NRW und Geneh-
migung durch den Rat gemäß § 60 Absatz 1 Satz 3 GO NRW
Betreff
Tiefgarage am Dom - Betonsanierung Bauteile A, B, C, D

Kostenfortschreibungsbeschluss zum Beschluss 3198/2025 für die Herbeiführung
eines erweiterten Baubeschlusses und Genehmigung einer überplanmäßigen
Aufwendung
Gremium
Datum
Zuständigkeit
Hauptausschuss
10.08.2026
Entscheidung
Rat
02.09.2026
Genehmigung (DE/EilE)

Begründung für die Dringlichkeit:

Mit Blick auf die anhaltend hohe Notwendigkeit der zügigen Umsetzung bzw. Weiterführung
der Maßnahmen sollte die Vorlage schnellstmöglich zur politischen Beratung vorgelegt wer-
den. Aufgrund verwaltungsinterner Abstimmungen konnte ein früheres Einbringen der Vorlage
leider nicht erreicht werden. Die Maßnahmen sind zum Substanzerhalt der Tiefgarage und zur
Gefahrenabwehr unverzichtbar und rechtlich verpflichtend als Folge der Betreiberverantwor-
tung.

Beschluss:

1. Der Hauptausschuss der Stadt Köln erkennt den weiteren Handlungsbedarf der zu-
sätzlichen Sanierung des Bauteils D an (erweiterter Baubeschluss zu Bauteil D).

2. Der Hauptausschuss der Stadt Köln erkennt den Handlungsbedarf der Sanierung der
Bauteile A, B und C an (Baubeschluss Bauteile A, B, C).

3. Der Hauptausschuss erkennt den Mehrbedarf in Höhe von 2.400.000 € an und beauf-
tragt die Verwaltung mit der Umsetzung.

Zur Umsetzung der Maßnahmen beschließt der Hauptausschuss überplanmäßige Auf-
wendungen in Höhe von 2.400.000 € im Teilergebnisplan des Amtes für Liegenschaf-
ten, Vermessung und Kataster in der Produktgruppe 0108, Zentrale Liegenschaftsan-
gelegenheiten im Haushaltsjahr 2026. Deckung erfolgt durch entsprechende Weni-
geraufwendungen im Teilergebnisplan des Amtes für Brücken, Tunnel und Stadtbahn-
bau in der Produktgruppe: 1202 – Brücken, Tunnel, Stadtbahn, ÖPNV.

2

Beschluss des Rates:
Der Rat genehmigt gemäß § 60 Absatz 1 Satz 3 GO NRW vorstehende Eilentscheidung des
Hauptausschusses.

3

Haushaltsmäßige Auswirkungen

Nein

Ja, investiv
Investitionsauszahlungen

€

Zuwendungen/Zuschüsse
 Nein
 Ja

%

Ja, ergebniswirksam
Aufwendungen für die Maßnahme

2.400.000 €

Zuwendungen/Zuschüsse
 Nein
 Ja

%
Jährliche Folgeaufwendungen (ergebniswirksam):
ab Haushaltsjahr:

a) Personalaufwendungen

€
b) Sachaufwendungen etc.

€
c) bilanzielle Abschreibungen

€
Jährliche Folgeerträge (ergebniswirksam):
ab Haushaltsjahr:

a) Erträge

€
b) Erträge aus der Auflösung Sonderposten

€
Einsparungen:
ab Haushaltsjahr:

a) Personalaufwendungen

€
b) Sachaufwendungen etc.

€
Beginn, Dauer

Auswirkungen auf den Klimaschutz

Nein

Ja, positiv (Erläuterung siehe Begründung)

Ja, negativ (Erläuterung siehe Begründung)

Begründung:

Vorbemerkung
Die Stadt Köln ist Eigentümerin der Tiefgarage am Dom. Die Tiefgarage wurde vor ca. 50 Jah-
ren im Zusammenhang mit dem Bau der Stadtbahnteilstrecke Dom-Neumarkt errichtet und
besteht insgesamt aus vier Bauteilen (A, B, C und D) gemäß Anlage 2.

Diese Vorlage beinhaltet die Maßnahmen, die zur Wiederherstellung der Betriebssicherheit in
Bezug auf die Standsicherheit und den Brandschutz sowie zur Sicherung der Bausubstanz in
Bezug auf die fachgerechte Abdichtung des Gebäudes gegen eindringendes Wasser durch-
geführt werden müssen.

Bei der Durchführung der mit der Beschlussvorlage 3198/2025 beschlossenen Untersu-
chungs-, Planungs- und Sanierungsarbeiten in den Bauteilen A, B, C und D der Tiefgarage
am Dom wurden weitere gravierende Sanierungsbedarfe festgestellt, die keinen Aufschub dul-
den und kurzfristig behoben werden müssen. Diese Maßnahmen-Pakete werden nachstehend
einzeln beschrieben. Weiterhin ist die Beschlussfassung der dafür erforderlichen finanziellen
Mittel erforderlich.

4

Alle weiteren Maßnahmen zur Sanierung der Tiefgarage am Dom werden Bestandteil einer
separaten Beschlussvorlage sein.

Leistungsumfang
Die Pakete 1 und 2 betreffen die Bauteile A, B und C, die Pakete 3-6 Bauteil D.

Paket 1:
Vertiefte Untersuchung einiger Deckenbereiche und Stützen in der Tiefgarage sowie Durch-
führung von Schürfen auf dem Roncalliplatz. Da die bisherigen Voruntersuchungen umfang-
reicher ausgefallen sind als erwartet, wird für die Umsetzung der noch durchzuführenden Un-
tersuchungs- und Planungsleistungen ein zusätzliches Budget in Höhe von 37.000 Euro brutto
benötigt.

Paket 2:
Es liegen seit mehreren Jahren Undichtigkeiten an den Deckenfugen über dem Einfahrtsbe-
reich vor. Der dauerhafte Wasser- und Chlorideintrag hat Schäden an den tragenden Beton-
bauteilen der Unterzüge und Konsolen verursacht. Die Decke über der Tiefgarageneinfahrt
gehört in statischer Hinsicht zur Maßnahme „Sanierung des Römisch-Germanischen Muse-
ums“ (RGM). Daher erfolgt die Sanierung und Finanzierung der undichten Deckenfugen sowie
der geschädigten Unterzüge und Konsolen durch die Maßnahme RGM (voraussichtlich ab 4.
Quartal 2027). Aus den vorliegenden Berichten des Betonsachverständigen, des Prüfstatikers
und des Tragwerkplaners geht hervor, dass die Schädigung der tragenden Bauteile aktuell
nicht abschließend eingeschätzt werden kann. Daher wird als Sicherungsmaßnahme und zur
Aufrechterhaltung des Tiefgaragenbetriebs (Ein- und Ausfahrt) durch die Maßnahme TG Dom
kurzfristig eine provisorische Unterstützung der betroffenen Unterzüge geplant und errichtet.
Technisch wird diese so ausgeführt, dass keine Abstützung „nach unten“ notwendig ist. So
wird sichergestellt, dass keine Einschränkungen der Ein- und Ausfahrt entstehen. Die Kosten
für die Errichtung der provisorischen Abstützung belaufen sich auf rund 238.000 Euro brutto.

Paket 3:
Bei den Sanierungsarbeiten an Bauteil D ergab sich ein erhöhter Arbeits- und Materialauf-
wand. Nach dem Freilegen zeigte sich, dass Beton- und Bewehrungsschäden deutlich größer
waren als prognostiziert. Dadurch mussten zusätzliche Bereiche bearbeitet, mehr Material
entsorgt und mehr Beton sowie Bewehrung eingebracht werden. Dies führte zu verlängerten
Vorhaltezeiten der Baustelleneinrichtung sowie weiteren Schutz- und Umbauarbeiten. Zudem
wurde bei der Erneuerung der Entwässerungsleitungen festgestellt, dass die Bodenplatte ab-
schnittsweise 80 cm statt 20 cm stark ist. Der erhöhte Abbruch- und Entsorgungsaufwand so-
wie das notwendige Wiederverfüllen verursachten weitere Ausweitungen im Sanierungsum-
fang. Die Kosten für diese zusätzlichen Arbeiten im Bauteil D belaufen sich auf rund 460.000
Euro brutto.

Paket 4:
Die Schürfen, die auf der Domplatte ausgeführt werden mussten, um die festgestellten Un-
dichtigkeiten zu untersuchen, sind umfangreicher ausgefallen als ursprünglich vermutet. Zum
einen mussten aufgrund von vorgefundenen, aber nicht eindeutig zu bewertenden Verdachts-
fällen, weitere Schürfen durchgeführt werden. Zum anderen mussten wegen der Witterung die
Schürfen provisorisch mit Kaltasphalt verschlossen und zu späterem Zeitpunkt bei besserer
Wetterlage noch einmal geöffnet und mit dem Granitplattenbelag verschlossen werden. Die
Kosten für diese zusätzlichen Arbeiten im Bereich der Schürfen belaufen sich auf rund
120.000 Euro brutto.

Paket 5:
Im Juni 2026 wurden Undichtigkeiten an den Wand- und Deckenfugen an den Achsen 15 und
19 des Bauteils D festgestellt. Die Undichtigkeiten traten erst zutage, nachdem die Fugenbe-
reiche im Zuge der geplanten Betonsanierung und Erneuerung der Fugenabdichtung geöffnet
wurden. Die betroffenen Bereiche werden teilweise von außen geöffnet und neu abgedichtet
und teilweise von innen verpresst. Die Kosten für diese Untersuchungs- und Sanierungsarbei-
ten werden auf rund 660.000 Euro brutto geschätzt. Die Art der Sanierung wird vor Ort mit den

5

Gutachtern und Fachplanern festgelegt, sobald die Stellen geöffnet wurden (teilweise Aus-
schachtungen bis 8 m Tiefe an der Außenwand der Tiefgarage). Dann wird die Sanierung un-
verzüglich durchgeführt und die Ausschachtung wieder verschlossen.

Paket 6:
Im Juni 2026 wurden Undichtigkeiten an der Wandscheibe im Treppenhaus Trankgasse im
Bauteil D festgestellt. Die Wandscheibe grenzt unmittelbar an den Treppenabgang zur U-
Bahnstation am Kardinal-Höffner-Platz an. Die Undichtigkeiten traten erst zutage, nachdem
die Wandbereiche im Zuge der geplanten Betonsanierung und Erneuerung der Abdichtung
geöffnet wurden. Die Wandscheibe muss zum Teil neu aufgebaut und neu abgedichtet wer-
den. Die Kosten für diese zusätzlichen Arbeiten an der Wandscheibe im Treppenhaus belau-
fen sich auf rund 45.000 Euro brutto.

Unwägbarkeiten / optionale Leistungen:
Insbesondere bei Paket 5 gibt es bezüglich des Leistungsumfangs und der damit verbunde-
nen Kosten noch Unwägbarkeiten, die sich erst nach Beginn der Arbeiten klären lassen. Da-
runter fällt z.B. ein ggf. notwendiges tieferes Ausschachten an Achse C19 oder die Erneue-
rung der oberen Abdichtung der Tiefgaragendecke im Bereich der Fugen 15 und 19. Sollten
diese optionalen Leistungen in Höhe von geschätzt 740.000 Euro brutto nicht notwendig sein
oder die Sanierungskosten geringer ausfallen, als sie zum heutigen Zeitpunkt geschätzt wer-
den, verringern sich die Kosten entsprechend um den nicht benötigten Restbetrag.

Monitoring:
Bis zur Durchführung einer Generalsanierung der Tiefgarage am Dom wird zunächst im Zeit-
raum von maximal 4 Jahren, also von 2027 bis 2030, ein halbjährliches Monitoring durchge-
führt. Dabei wird der Bestand in statisch-konstruktiver Hinsicht bewertet, um Verschlechterun-
gen der nicht sanierten Bereiche frühzeitig festzustellen und zu bewerten. Die Kosten für das
Monitoring liegen bei maximal rund 70.000 Euro brutto in den 4 Jahren.

Zu den zuvor genannten Leistungen liegt eine Kostenannahme über 2.400.000 Euro brutto
vor (Anlage 1). Die Maßnahmen wurden zwischen der Gebäudewirtschaft und dem Amt für
Liegenschaften, Vermessung und Kataster abgestimmt. Somit ergibt sich eine Gesamtsumme
für die Betonsanierung der Tiefgarage am Dom in Höhe von brutto 6.515.000 Euro.

Weiteres Vorgehen
Aus den Ergebnissen der weiteren Untersuchungen und Planungen wird der weitere Sanie-
rungsbedarf abgeleitet und die konkrete Umsetzung festgelegt.
Maßnahmen, die unverzüglich durchgeführt werden müssen, werden - soweit sie zum aktuel-
len Zeitpunkt bekannt sind - über den mit dieser Vorlage erteilten Beschluss umgesetzt.
Für Maßnahmen, die ebenfalls dringend, aber bisher nicht bekannt sind und deren Erfordernis
sich erst aus den noch durchzuführenden Untersuchungen ergibt, muss ggf. zusätzliches
Budget beantragt werden.

Maßnahmen, die nicht unverzüglich durchgeführt werden müssen, werden zu späterem Zeit-
punkt im Rahmen der Generalsanierung der Tiefgarage am Dom umgesetzt. Bezüglich der
Generalsanierung der Tiefgarage am Dom wird dem Rat zu gegebener Zeit eine separate
Vorlage zur Beschlussfassung vorgelegt.

Die Maßnahmen stehen auch im Zusammenhang mit verschiedenen anderen Projekten, bei-
spielsweise der Sanierung des Domsockels oder der Bereitstellung von Stellplätzen für das
Dom-Hotel. Die Verwaltung steht dazu mit allen internen und externen Akteuren in intensiven
Abstimmungen.

Finanzierung
Um den Auftrag vergeben zu können, wird im Haushaltsjahr 2026 eine überplanmäßige Auf-
wandsermächtigung in Höhe von 2.400.000 € im Teilergebnisplan des Amtes für Liegenschaf-
ten, Vermessung und Kataster in der Produktgruppe 0108, Zentrale Liegenschaftsangelegen-
heiten in Zeile 13, Aufwendungen für Sach- und Dienstleistungen benötigt.

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Die Dec