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title: "Grenzgängerinnen und Grenzgänger aus Frankreich, Italien, Deutschland, Österreich arbeiten in der Schweiz; 414'262 im Q2 2026, Tessin verzeichnet Rückgang"
sdDatePublished: "2026-08-07T15:35:00Z"
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  - "France"
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Grenzgängerinnen und Grenzgänger aus Frankreich, Italien, Deutschland, Österreich arbeiten in der Schweiz; 414'262 im Q2 2026, Tessin verzeichnet Rückgang

Donnerstag, 6. August 2026

Mehr Grenzgängerinnen aus
Frankreich, weniger aus Italien
414'262 Menschen sind im zweiten Quartal 2026 aus dem grenznahen
Ausland in die Schweiz zur Arbeit gekommen. Das ist ein leichtes Plus
von 0,5 respektive 1,3 Prozent gegenüber dem Vor- und dem
entsprechenden Vorjahresquartal. Im Tessin ging die Grenzgängerzahl
zurück.
 Keystone-SDA
Ein vertiefter Blick in die am Donnerstag vom Bundesamt für Statistik (BFS)
publizierten Daten zeigt: In den vergangenen drei Jahren hat sich nur die Zahl der
Grenzgängerinnen und Grenzgänger aus Frankreich merklich erhöht. Jene aus
Italien, Deutschland und Österreich blieb einigermassen stabil. Die Zahl der
Grenzgängerinnen und Grenzgänger aus Italien ging zwischen April und Juni 2026
im Vergleich zur entsprechenden Vorjahresperiode um 1,1 Prozent zurück.

Gegenüber dem zweiten Quartal 2025 nahm dementsprechend insbesondere die
Zahl an Grenzgängerinnen und Grenzgängern in der Genferseeregion (+2,8
Prozent), im Mittelland (+1,8 Prozent), in der Nordwestschweiz (+1,0 Prozent) sowie
– auf deutlich tieferem absolutem Niveau – in der Zentralschweiz (+2,7 Prozent) zu.
Im Tessin (-0,6 Prozent), in Zürich (-1,5 Prozent) und in der Ostschweiz (-1,2
Prozent) waren die Zahlen zwischen April und Juni 2026 dagegen rückläufig.
Druck aufs Tessin nimmt ab
Die Statistik deckt sich mit Beobachtungen des Branchenverbands Gastro Ticino von
Anfang Jahr. Demnach sind die Bewerbungen aus Norditalien zurückgegangen.
Insbesondere gut qualifizierte Arbeitnehmende hätten weniger Interesse an einem
Arbeitsplatz im Tessin, hiess es.
Dies dürfte einerseits mit dem seit Juli 2023 geltenden neuen Steuerabkommen mit
Italien zu tun haben. Laut Einschätzung von Tessiner Gewerkschaften müssen
Grenzgänger aufgrund des neuen Abkommens höhere Steuern entrichten.
Andererseits hätten die Gewerkschaften in Italien mit Erfolg für eine bessere
Arbeitssituation in der Branche gekämpft.
Kommentatoren von Tessiner Tageszeitungen sprachen damals von einem
«historischen Rückgang» von Grenzgängerinnen und Grenzgängern. Gleichzeitig
warnten Experten davor, verfrüht von einer Trendumkehr zu sprechen.