Sachsen-Anhalterinnen und Sachsen-Anhalter leben allein in Sachsen-Anhalt, 479 000 Personen, 23,0 % der Bevölkerung, nach ersten Ergebnissen des Mikrozensus 2025; 68 000 mehr

Pressemitteilung vom 07.08.2026

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Immer mehr Menschen in Sachsen-Anhalt lebten allein • 479 000 Alleinlebende, 23,0 % der Gesamtbevölkerung • 68 000 mehr Alleinlebende als vor 20 Jahren • Mehr alleinlebende Frauen (253 000) als Männer (226 000) Halle (Saale) – 479 000 Sachsen-Anhalterinnen und Sachsen-Anhalter wohnten nach ersten Ergebnissen des Mikrozensus 2025 allein an ihrem Hauptwohnsitz. Das entsprach 23,0 % der Bevölkerung. Deutlicher Anstieg der Alleinlebenden gegenüber 2005 Gegenüber 2005 stieg die Zahl der Alleinlebenden bis 2025 um 68 000 Personen an. Damit nahm nicht nur die Zahl der alleinlebenden Menschen zu (+16,6 %), sondern auch ihr Anteil an der Bevölkerung, der 2005 bei 16,8 % lag. Mit einem Anteil von 59,2 % waren deutlich mehr als die Hälfte der Alleinlebenden jünger als 65 Jahre. Lebten 2005 noch 242 000 Menschen in dieser Altersgruppe allein, waren es 2025 bereits 284 000 (+17,4 %). Ihr Anteil an der Bevölkerung dieser Altersgruppe stieg von 12,4 % auf 18,8 %. Zwar hat sich auch die Zahl der Alleinlebenden ab 65 Jahren (196 000) erhöht (+15,5 %), jedoch lag dies primär daran, dass im Zuge der allgemeinen Alterung der Gesellschaft in Sachsen-Anhalt mehr Menschen in dieser Altersgruppe lebten. Der Anteil der Alleinlebenden an allen Personen in diesem Alter blieb mit 34,0 % ähnlich hoch wie 2005 (33,5 %). Das Alleinleben stellt keineswegs nur ein Phänomen des höheren Lebensalters dar, sondern betrifft Menschen in unterschiedlichen Lebensphasen. Mit 34,9 % war der Anteil unter den 20 bis 29-Jährigen 2025 ähnlich hoch. Alleinlebende mit Migrationshintergrund 10,5 % der Alleinlebenden hatten einen Migrationshintergrund. Insgesamt lebten Personen mit einem Migrationshintergrund jedoch etwas seltener allein, die Quote der Alleinlebenden unter ihnen lag bei 20,2 %. Gleichzeitig konzentrierte sich diese Gruppe überwiegend auf die Altersklasse von 20 bis unter 45 Jahren, die 61,5 % der Alleinlebenden mit Migrationshintergrund ausmachten. Damit waren alleinlebende Menschen mit Migrationshintergrund vergleichsweise jung. Insgesamt betrug ihr Durchschnittsalter 41,7 Jahre, während Alleinlebende ohne Migrationshintergrund im Mittel 59,2 Jahre alt waren. Nr. 207/2026 Halle (Saale), 7. August 2026

Pressesprecherin

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Jüngere Männer und ältere Frauen lebten allein Insgesamt lebten Frauen (24,0 %) etwas öfter allein als Männer (22,1 %). Deutliche Unterschiede zeigten sich bei der Betrachtung einzelner Altersgruppen. Männer von 20 bis 34 Jahren lebten deutlich häufiger allein als Frauen derselben Altersgruppe. Während 37,4 % dieser Männer allein wohnten, traf dies lediglich auf 24,6 % der Frauen im Alter von 20 bis 34 Jahren zu. Auch unter den 35- bis unter 60-Jährigen war der Anteil alleinlebender Männer (26,7 %) höher als jener der Frauen (15,4 %). Im höheren Alter kehrte sich dieses Bild allerdings um: Bei den Menschen ab 70 Jahren waren Frauen wesentlich häufiger alleinlebend. 2025 lebten 48,9 % der Frauen ab 70 Jahren allein, bei den Männern dieser Altersgruppe lag der Anteil bei 21,5 %. Hierbei spielt auch die unterschiedliche Lebenserwartung von Frauen und Männern eine Rolle. Die weitere Lebenserwartung von Frauen im Alter von 70 Jahren betrug 2025 ca. 17 Jahre, jener der Männer ca. 14 Jahre. Statistisch gesehen überleben viele verheiratete Frauen daher ihre Ehemänner. Dementsprechend war auch die Zahl der Witwen (103 000), die 70 Jahre und älter waren, deutlich größer als die der Witwer (26 000). Gleichzeitig lebten mehr als 3/4 der verwitweten Personen insgesamt allein. Alleinlebende im Landkreis seltener als in kreisfreier Stadt In den kreisfreien Städten Sachsen-Anhalts war der Anteil Alleinlebender deutlich höher als in den Landkreisen. Den höchsten Wert wies die kreisfreie Stadt Dessau-Roßlau mit 32,4 % auf, gefolgt von der Landeshauptstadt Magdeburg und der kreisfreien Stadt Halle (Saale) mit je 30,4 %. Den geringsten Anteil verzeichnete der Landkreis Börde mit 12,6 %. Ein Anteil unter 20 % war im Altmarkkreis Salzwedel sowie in Mansfeld-Südharz zu finden (jeweils 18,6 %). In den übrigen Landkreisen lag der Anteil der Alleinlebenden überwiegend zwischen 20 % und 24 %. Lebensformen im Wandel 2025 bestand jede 6. Lebensform (17,7 %) aus einer Familie mit minderjährigen Kindern. Gegenüber 2005 sank ihr Anteil damit um 2,0 Prozentpunkte. Deutlich zurück ging ebenfalls der Anteil der Familien mit erwachsenen Kindern. Dieser sank von 15,5 % im Jahr 2005 auf 6,3 % im Jahr 2025. Rund 84 000 Mütter oder Väter gaben 2025 an, alleinerziehend zu sein, 2005 waren es 90 000. Obwohl ihre Anzahl demnach zurückging, nahm ihr Anteil an den Familien jedoch im Zeitraum der letzten 20 Jahre von 23,3 % auf 31,2 % zu. Der Anteil der Paare ohne Kinder wiederum, gemessen an allen Lebensformen, blieb mit 30,6 % nahezu unverändert (2005: 30,5 %). Die Zahl der alleinstehenden Menschen, die im Mikrozensus als eigenständige Lebensform betrachtet werden, nahm, ähnlich der Zahl der Alleinlebenden, ebenfalls zu. Sie stieg von 461 000 im Jahr 2005 auf 513 000 im Jahr 2025 und damit um 11,2 %. Methodische Hinweise Der Mikrozensus ist eine jährliche 1%ige Stichprobenerhebung der Privathaushalte. Als Lebensformen unterscheidet der Mikrozensus Haushalte mit Kindern (Familien), worunter auch Alleinerziehende zählen, Paargemeinschaften ohne Kinder und Alleinstehende – darunter Alleinlebende.

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Alleinlebende sind Personen, die in einem Einpersonenhaushalt leben. Unbedeutsam ist hierbei der Familienstand der alleinlebenden Person. Die Alleinlebenden sind eine Untergruppe der Alleinstehenden. Eine Person hat einen Migrationshintergrund, wenn sie selbst oder mindestens ein Elternteil nicht mit deutscher Staatsangehörigkeit geboren wurde. Im Einzelnen umfasst diese Definition zugewanderte und nicht zugewanderte Ausländerinnen und Ausländer, zugewanderte und nicht zugewanderte Eingebürgerte, (Spät-) Aussiedlerinnen und (Spät-) Aussiedler sowie die als Deutsche geborenen Nachkommen dieser Gruppen. Bei den Angaben handelt es sich um erste Ergebnisse des Mikrozensus 2025. Sie werden mit dem Vorliegen der Endergebnisse revidiert. Die Ergebnisse für Vorjahre basieren auf den Endergebnissen. Weitere Informationen: Weitere methodische Informationen finden Sie im Internetangebot des Statistischen Landesamtes Sachsen-Anhalt. Weitere Informationen zum Thema Mikrozensus finden Sie im Internetangebot des Statistischen Landesamtes Sachsen-Anhalt. Die lange Zeitreihe oder die Basisdaten zum Mikrozensus können über die Tabellen zum Mikrozensus (12211) in der Datenbank GENESIS-Online abgerufen werden.