Thüringer Landesamt für Statistik Gender Pension Gap Thüringen; 15,4 Prozent im Jahr 2025

Verbreitung der Pressemitteilung mit Quellenangabe erwünscht. Seite 1 von 2 Thüringer Landesamt für Statistik Postfach 90 01 63 99104 Erfurt www.statistik.thueringen.de Pressemitteilung 194/2026 Weitere Auskünfte erteilt: Referat Bevölkerungs- und Haus- haltsstatistiken Telefon +49 (0) 361 57331-9680 Pressestelle Telefon +49 (0) 361 57331-9113 presse@statistik.thueringen.de Erfurt, 7. August 2026

Gender Pension Gap in Thüringen bei 15,4 Pro- zent Nach den Erstergebnissen der europäischen Erhebung über Einkommen und Le- bensbedingungen (EU-SILC)1) betrug im Jahr 2025 der Gender Pension Gap2) in Thü- ringen 15,4 Prozent. Wie das Thüringer Landesamt für Statistik weiter mitteilt, war das eine geschlechterspezifische Altersvorsorgelücke von 3 582 Euro. Betrachtet wurden dabei die durchschnittlichen Alterseinkünfte pro Jahr. Bei Männern lagen diese bei 23 212 Euro und bei Frauen betrugen sie 19 630 Euro. Dabei wurden Per- sonen in die Berechnung einbezogen, die 65 Jahre und älter waren und eine Rente, Pension oder individuelle Vorsorge erhielten. Dieser Wert von 15,4 Prozent lag weit unter dem bundesweiten Gender Pension Gap von 36,2 Prozent. In Deutschland betrugen die durchschnittlichen Bruttoalter- seinkünfte der Männer 28 370 Euro und die der Frauen 18 111 Euro. Eine andere Möglichkeit der Berechnung bezieht neben den Bruttoalterseinkünften zusätzlich die Hinterbliebenenalterseinkünfte mit ein. Da Frauen mehr Hinterblie- benenalterseinkünfte erhielten, verringerte sich bei dieser Betrachtung die Renten- lücke. In Thüringen lag diese im Jahr 2025 nur noch bei 5,2 Prozent (-10,2 Prozent- punkte). Männer in Thüringen erhielten demnach durchschnittlich 23 878 Euro und Frauen 22 638 Euro im Jahr. Der Unterschied betrug 1 240 Euro und verringerte sich damit um 2 342 Euro im Vergleich dazu, wenn die Hinterbliebenenalterseinkünfte nicht berücksichtigt wurden. Wurden die Hinterbliebenenalterseinkünfte bei der Betrachtung für ganz Deutsch- land einbezogen, sank der Gender Pension Gap ebenfalls. Im Vergleich zur Berech- nung ohne die Hinterbliebenenalterseinkünfte verringerte sich der Unterschied zwischen Männern und Frauen um 12,0 Prozentpunkte auf einen Wert von 24,2 Pro- zent. Die durchschnittlichen Alterseinkünfte eines Mannes lagen bei 28 719 Euro und die einer Frau bei 21 760 Euro.

  1. Die europäische Erhebung über Einkommen und Lebensbedingungen (EU- SILC) ist eine europaweite Befragung zu Einkommen, Wohnsituation, materiel- ler Entbehrung, sozialer Teilhabe und Gesundheit. Seit 2020 ist EU-SILC als Un- terstichprobe in den Mikrozensus integriert.

Verbreitung der Pressemitteilung mit Quellenangabe erwünscht. Seite 2 von 2 Pressemitteilung 194/2026 Thüringer Landesamt für Statistik Postfach 90 01 63 99104 Erfurt www.statistik.thueringen.de 2) Der Indikator beschreibt den relativen Unterschied der Alterssicherungsein- kommen von Männern und Frauen ab 65 Jahren. Er gibt an, um wie viel Prozent die durchschnittlichen Alterseinkünfte von Frauen höher (negativer Wert) oder niedriger (positiver Wert) sind als die von Männern.

Bitte beachten: Der Mikrozensus ist die jährliche repräsentative Haushaltsbefragung, bei der rund 1 Prozent der Bevölkerung befragt wird. Von dieser Stichprobe wird nur ein Anteil von circa 8 Prozent für die europäische Erhebung über Einkommen und Lebensbe- dingungen ausgewählt. Rundungsdifferenzen wurden nicht ausgeglichen. Die oben genannten Werte beziehen sich auf die Bevölkerung in Hauptwohnsitzhaushalten im Jahresdurchschnitt.

➢ Weitere Informationen zum Thema Mikrozensus finden Sie im Internet unter www.statistik.thueringen.de/Mikrozensus sowie in unserer Datenbank unter www.statistik.thueringen.de/datenbank.