Delegiertenversammlung der EDU Schweiz fasst Parolen in Olten; Neutralitätsinitiative Ja 68-0
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Die Delegiertenversammlung der EDU Schweiz hat am Samstag, 8. August 2026, in Olten die Parolen für die eidgenössischen Abstimmungen vom 27. September 2026 gefasst. Nach den Referaten und einer Diskussion beschlossen die Delegierten ihre Abstimmungsempfehlungen zu den beiden eidgenössischen Volksinitiativen.
Neutralitätsinitiative Die Delegierten beschlossen die Ja-Parole mit 68 Ja- zu 0 Nein-Stimmen bei 3 Enthaltungen. Zur eidgenössischen Volksinitiative «Wahrung der schweizerischen Neutralität (Neutralitätsinitiative)» vertrat Werner Gartenmann, Geschäftsführer von Pro Schweiz, die Pro-Position. Er betonte, dass die Neutralität zu den Grundpfeilern der Schweiz gehöre und die Initiative die notwendige Klarheit für eine glaubwürdige, immerwährende und bewaffnete Neutralität schaffe. Die Gegenposition vertrat Julius Felix, Co-Präsident von Operation Libero. Er warnte, die Initiative schränke die aussenpolitische Handlungsfreiheit der Schweiz ein und erschwere die Reaktion auf internationale Entwicklungen.
Ernährungsinitiative Die Delegierten beschlossen die Nein-Parole mit 5 Ja- zu 63 Nein-Stimmen bei 5 Enthaltungen. Zur eidgenössischen Volksinitiative «Für eine sichere Ernährung – durch Stärkung einer nachhaltigen inländischen Produktion, mehr pflanzliche Lebensmittel und sauberes Trinkwasser (Ernährungsinitiative)» stellte Franziska Herren, Mitinitiantin, die Pro-Position vor. Sie bezeichnete die Ernährungssicherheit als Fundament der nationalen Sicherheit und hob die Stärkung der inländischen Lebensmittelproduktion sowie die geringere Importabhängigkeit hervor. Die Gegenposition vertrat Andreas Gafner, Nationalrat EDU BE. Er kritisierte die Initiative als realitätsfremd und warnte vor zusätzlichen Regulierungen, höheren Lebensmittelpreisen und Einschränkungen der Konsumfreiheit.
Die EDU Schweiz setzt damit ein klares Zeichen für eine glaubwürdige Neutralität, eine starke Landesversorgung und eine freiheitliche Agrarpolitik.
Die Delegierten beschlossen zudem, die Verwaltungsbremse-Initiative der Jungfreisinnigen zu unterstützen.
Für weitere Auskünfte:
Daniel Frischknecht, Präsident EDU Schweiz, 078 839 25 83