FC St. Pauli startet gegen SpVgg Greuther Fürth am Millerntor; Neuanfang unter Rapp nach Abstieg
FC St. Pauli | „Gewappnet“ für den Start: Rapp-Elf legt gegen Fürth…
„Gewappnet“ für den Start: Rapp-Elf legt gegen Fürth los
Das Warten hat ein Ende: Am Sonntag (9.8., 13:30 Uhr) starten unsere Boys in Brown in die neue Saison, zum Auftakt empfangen sie die SpVgg Greuther Fürth. Am Millerntor will unser Team alles geben, um erfolgreich in die Spielzeit zu starten.
Vor zwölf Wochen endete das zweijährige Bundesliga-Kapitel mit der 1:3-Heimniederlage gegen den VfL Wolfsburg. Den Abstieg musste man auf braun-weißer Seite natürlich erstmal verdauen, zu gerne hätten nicht nur unsere Jungs ein drittes Jahr Bundesliga dran gehängt. Das vorerst letzte Bundesligaspiel ist inzwischen zwölf Wochen her, seitdem ist viel passiert. Mehrere Spieler haben den Verein verlassen, darunter Nikola Vasilj (Al Diriyah), Hauke Wahl (VfL Wolfsburg), Karol Mets (VfL Bochum), Danel Sinani (Sampdoria Genua), Manolis Saliakas (Olympiakos Piräus) oder auch Jackson Irvine (Cerezo Osaka) sowie Cheftrainer Alexander Blessin. Mit Marcel Rapp hat der Verein einen Zweitliga-erfahrenen Trainer verpflichtet, zudem kamen Marcus Mathisen (1. FC Magdeburg), Sam Klein (Brisbane Roar), Branimir Hrgota (SpVgg Greuther Fürth) sowie auch Rony Jansson (Kalmar FF) und Gísli Thórdarson (Lech Posen) ans Millerntor.
Mit dem ersten Training vor etwas mehr als sechs Wochen ging es darum, sich als Team neu zu finden und die Spielidee von Rapp zu verinnerlichen. Intensive Wochen liegen hinter unseren Kiezkickern, die in veränderter Besetzung vom ersten Tag an eine gute Energie versprüht und die Testspiele überwiegend erfolgreich absolviert haben. Lediglich gegen den englischen Erstligisten AFC Bournemouth mussten sich unsere Jungs geschlagen geben. Auch aus dem Spiel konnte unser Trainerteam wichtige Erkenntnisse gewinnen. Im letzten Test gegen den spanischen Erstligisten Deportivo de A Coruña zeigte unser Team eine gute Leistung, vermeidbare Gegentore verhinderten einen Sieg bei der Generalprobe. Rapp hatte ein „ordentliches Spiel“ seiner Mannschaft gesehen und zeigte sich abgesehen von den Gegentoren durchaus zufrieden - vor allem mit dem Ball. „Nicht jeder Angriff hat auch zu einer Torchance geführt, man hat aber gesehen, wohin wir wollen“, so unser Coach.
Bereits bei seiner Vorstellung im Juni hatte Rapp mit Blick auf die kommende Zweitliga-Saison betont, dass man die Liga auf keinen Fall unterschätzen darf. „Der größte Fehler ist, zu denken, man ist noch ein Erstligist und spielt in der zweiten Liga wie ein Erstligist. Dann hat man gar keine Chance. Man muss die Liga annehmen und man muss die Liga respektieren“, so der 47-Jährige. Mit eben diesem Respekt gehen unsere Jungs das Auftaktspiel gegen Fürth an. Rapp muss dabei auf Mathias Pereira Lage (Reha nach komplexer Knieverletzung), Abdoulie Ceesay (Sprunggelenksverletzung) und Connor Metcalfe (muskuläre Probleme) verzichten.
Alle anderen brennen auf den Saisonstart. „Wir haben in der Vorbereitung sehr intensiv gearbeitet und freuen uns, dass es endlich losgeht“, so Keeper Ben Voll, der davor warnt, Auftaktgegner Fürth nach dessem Last-Minute-Klassenerhalt zu unterschätzen. Das sieht auch Rapp so: „Sie haben zum Ende der Vorsaison gute Leistungen gezeigt und gute Ergebnisse erzielt. Das haben sie in der Vorbereitung in den Testspielen fortgesetzt. Die Art und Weise, wie sie Fußball spielen wollen, ist sehr gut. Sie haben Qualität, wir sind aber gewappnet.“
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Die Stimmen vor dem Spiel
Vor dem Ligastart gegen die SpVgg haben wir uns mit Kapitän David Nemeth und Keeper Ben Voll unterhalten.
Die SpVgg hat eine schwierige Saison hinter sich, erst durch den 3:0-Heimsieg gegen Fortuna Düsseldorf am letzten Spieltag konnte man sich in die Relegation retten. Hier setzten sich die Mittelfranken in zwei packenden Duellen gegen Drittligist RW Essen durch und verhinderten damit den überhaupt erst zweiten Abstieg aus der 2. Bundesliga nach 1983.
Viel hat sich im Kader der SpVgg getan, u.a. wechselte der langjährige Fürther Kapitän Branimir Hrgota zu uns ans Millerntor, der letztjährige Zweitliga-Torschützenkönig Noel Futkeu zu Eintracht Frankfurt und Ex-Kiezkicker Philipp Ziereis nach Australien zu Melbourne Victory. Mit Shinta Appelkamp (Fortuna Düsseldorf), Pauli Will (SV Darmstadt 98) oder auch Jannis Heuer (1. FC Kaiserslautern) heuerten neben mehreren Talenten, darunter die erst 18-jährige neue Nummer Eins Florian Hellstern (VfB Stuttgart) auch Zweitliga-erfahrene Jungs am Ronhof an. In der Vorbereitung auf die neue Saison absolvierten die Mittelfranken sechs Testspiele, die letzten beiden Partien gegen den französischen Erstligisten Paris FC (1:0) und den SC Freiburg (3:0) verliefen dabei sehr erfolgreich.
„Wir hatten zuletzt gute Ergebnisse in der Vorbereitung und sind gut eingespielt, wie ich finde. Die Testspielergebnisse sagen gar nichts, am Wochenende zählt’s. Wir können Selbstvertrauen durch die guten Ergebnisse mitnehmen – mehr aber nicht“, betonte Felix Klaus unter der Woche auf der Webseite des Vereins. Klaus, der gegen Freiburg doppelt getroffen hatte und mit fünf Treffern der beste Torschütze in der Vorbereitung war, wird die SpVgg in der neuen Saison als Kapitän anführen. Für die Fürther geht es sicherlich darum, eine Saison wie die vergangene zu verhindern und nicht noch mal in derart große Abstiegsnöte zu geraten. „Ein Szenario wie in der Vorsaison wollen wir vermeiden“, so Coach Heiko Vogel.
Und unsere Kiezkicker? „Vor der Saison direkt ein Ziel zu setzen, finde ich sehr schwer“, erklärte Hrgota unter der Woche. Der Offensiv-Allrounder fügte hinzu: „Alle wissen, wie schwierig diese Liga ist. Wir gehen es Spiel für Spiel an und wollen so viele wie möglich gewinnen.“ Nicht nur er hätte nichts dagegen, wenn der erste Dreier der Saison direkt gegen die SpVgg eingefahren wird. Mit mannschaftlicher Geschlossenheit und den FCSP-Fans im Rücken soll das am Millerntor gelingen.
Mit Beginn der Saison 2026
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Der praktische VIVA-Flyer wird am Spieltag wie gewohnt an allen Kiosken sowie in den Umläufen der Tribünen erhältlich sein. Wer sich bis zum Spiel nicht gedulden kann oder keine Karte ergattern konnte, kann den digitalen VIVA-Flyer schon jetzt downloaden.
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