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title: "Schülerinnen und Schüler der 9. Klasse am Sportcampus Klingenthal entwickeln sechs konkrete Lösungsansätze zu INJECTA-Themen; Pitch vor Jury"
sdDatePublished: "2026-08-08T14:42:00Z"
source: "https://www.futuresax.de/news/082026/unternehmerische-bildung-am-sportcampus-klingenthal"
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locations:
  - "Sachsen"
  - "Dresden"
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Schülerinnen und Schüler der 9. Klasse am Sportcampus Klingenthal entwickeln sechs konkrete Lösungsansätze zu INJECTA-Themen; Pitch vor Jury

Unternehmerische Bildung am Sportcampus Klingenthal | futureSAX

+49 152 245 225 77

Die Verknüpfung psychologischer, soziologischer und analytischer Grundlagen mit Forschung und Praxis begeistern die studierte Pädagogin und Medienpsychologin seit dem Beginn ihres Studiums an der TU Chemnitz. Als Werkstudentin bei Onkel Sax beschäftigte sich Miriam bereits intensiv mit der "NextGen". Der Wunsch, Mediennutzung nicht nur verstehen und erklären zu können, sondern daraus auch zielgruppenspezifische Medienangebote ableiten zu können, führte sie im Anschluss in eine Marketingagentur in Dresden. Als Marketing- und Projektmanagerin beschäftigte sie sich neben der Planung, Umsetzung und Aussteuerung von Kampagnen und crossmedialen Marketingprojekten vor allem mit der Entwicklung von didaktisch-pädagogischen Konzepten zum Wissenstransfer.

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Unternehmerische Bildung am Sportcampus Klingenthal

futureSAX - Innovationsplattform des Freistaates Sachsen

Wenn Jugendliche zu Problemlöser:innen werden

„Wir wollen keine Spezialisten, kein High End, keine Gründer unbedingt. Aber wir wollen junge Leute, die das einfache Einmaleins des Unternehmertums kennen und in der DNA haben." So bringt es Frank Riemer-Keller auf den Punkt. Er leitet das Medizintechnikunternehmen INJECTA in Klingenthal und initiierte ein Pilotprojekt, das Schule und Wirtschaft auf Augenhöhe zusammenbringt. Der Anstoß kam nicht von der Schule, sondern von Riemer-Keller selbst: Er kam aktiv auf den Sportcampus Klingenthal zu und schlug die Zusammenarbeit vor. Die Schule hatte in vielen Fächern den Praxisbezug vermisst und mit anderen Firmenkooperationen bereits gute Erfahrungen gemacht – die Idee, Schüler

-innen ein ganzes Schuljahr lang an echten Fragen aus dem Betrieb arbeiten zu lassen, stieß auf offene Ohren. Gemeinsam mit der Schule, INJECTA, futureSAX und Partnern aus dem sächsischen Innovationsstandort startete im Schuljahr 2025

2026 die „Unternehmerische Bildung am Sportcampus Klingenthal".

„Wir wollen keine Spezialisten, kein High End, keine Gründer unbedingt. Aber wir wollen junge Leute, die das einfache Einmaleins des Unternehmertums kennen und in der DNA haben." So bringt es Frank Riemer-Keller auf den Punkt. Er leitet das Medizintechnikunternehmen INJECTA in Klingenthal und initiierte ein Pilotprojekt, das Schule und Wirtschaft auf Augenhöhe zusammenbringt.

Der Anstoß kam nicht von der Schule, sondern von Riemer-Keller selbst: Er kam aktiv auf den Sportcampus Klingenthal zu und schlug die Zusammenarbeit vor. Die Schule hatte in vielen Fächern den Praxisbezug vermisst und mit anderen Firmenkooperationen bereits gute Erfahrungen gemacht – die Idee, Schüler

-innen ein ganzes Schuljahr lang an echten Fragen aus dem Betrieb arbeiten zu lassen, stieß auf offene Ohren. Gemeinsam mit der Schule, INJECTA, futureSAX und Partnern aus dem sächsischen Innovationsstandort startete im Schuljahr 2025

2026 die „Unternehmerische Bildung am Sportcampus Klingenthal".

-innen der 9. Klasse in festen Teams.

Was? Ein Schuljahr lang Lösungen für sechs reale Unternehmensfragen von INJECTA entwickeln – von der ersten Hypothese bis zum Pitch vor Jury.

Warum regional? INJECTA ist der größte Arbeitgeber im Ort. Viele Eltern der Jugendlichen arbeiten dort. Das schafft eine direkte Verbindung zwischen Schule und Heimat, die über den Unterricht hinausreicht.

Wie geht's weiter? Das Format startet 2026

2027 mit der nächsten 9. Klasse.

Im Rahmen des GRW-Unterrichts (Gemeinschaft, Recht, Wirtschaft) absolvierten die Jugendlichen sechs Projekttage. Frank Riemer-Keller und sein Personalchef Jörg Lazarus besuchten die Schule regelmäßig und standen den Jugendlichen im direkten Austausch Rede und Antwort. Für die Schüler

-innen eine prägende Erfahrung: Geschäftsführer großer Unternehmen nehmen sich Zeit und hören ihren Ideen auf Augenhöhe zu.

INJECTA identifizierte zwölf Themenfelder; die Teams bearbeiteten sechs davon und entwickelten dazu konkrete Lösungsansätze. Zum Start befragten die Teams die Geschäftsführung und die Mitarbeitenden. Danach begleitete André Uhlmann vom Gründungsnetzwerk SAXEED den Prozess mit Design-Thinking-Methoden: Probleme aus neuen Blickwinkeln betrachten, Zielgruppen verstehen und Ideen gezielt weiterentwickeln.

„So ist es viel nachhaltiger, wie die Schüler lernen. Sie zehren viel länger davon, wenn sie es wirklich erlebt haben, im Unternehmen waren und mit den echten Chefs gesprochen haben, statt es nur vom Lehrer vorne zu hören."

Charlotte Will, GRW-Lehrerin am Sportcampus Klingenthal

Statt grauer Theorie arbeiteten die Jugendlichen an konkreten Fragen aus dem INJECTA-Alltag:

Wie wird INJECTA für junge Menschen als Arbeitgeber attraktiver?

Wie verändern Digitalisierung und Automatisierung die Arbeit im Unternehmen?

Wie kommuniziert INJECTA klarer – nach innen und nach außen?

Wie funktioniert das Geschäftsmodell von INJECTA wirtschaftlich?

Wie sollte Führung und Unternehmenskultur bei INJECTA aussehen?

Wie schützt sich INJECTA vor Cyberangriffen?

Eine vorgegebene „richtige" Antwort gab es nicht. Entscheidend war, eigene Wege zu finden. André Uhlmann bringt es so auf den Punkt: „Es geht ja nicht darum, schon mit der ersten Idee ein Unicorn irgendwo hinzubekommen, sondern es geht wirklich darum, die Skills erstmal zu erlernen. […] Je eher wir damit anfangen, desto besser, weil wir müssen diesen Gedanken einpflanzen."

Vom ersten Treffen zum großen Pitch

Beim ersten Firmenbesuch stellten die Jugendlichen noch zögernd ihre Fragen. Ein Schuljahr später bot sich ein völlig anderes Bild: Mit professionellem Pitchtraining von Vincent Ulbricht (Young Founders Network) standen die Teams souverän auf der Bühne. Sie präsentierten ihre Lösungen vor der Klingenthaler Bürgermeisterin, Schulleitungen sowie Fachleuten aus Ministerium und Stadtverwaltung und beantworteten Nachfragen ohne Zögern.

Was das Projekt bewirkt hat

-innen ging der Lerneffekt weit über klassische Berufsorientierung hinaus. Ein Team merkte mitten im Prozess, dass die erste Idee nicht trug und baute sie um, statt aufzugeben. Genau darin liegt der Kern: Probleme lösen, im Team entscheiden, vor Publikum bestehen, mit Unsicherheit umgehen. Vor allem erlebten die Jugendlichen, dass Erwachsene ihre Ideen ernst nahmen und sie selbst etwas bewegen konnten.

Für die Schule ergänzte das Format den Unterricht um reale Aufgaben und direkte Kontakte zur Praxis. „Dieser Praxisbezug ist einfach sehr viel nachhaltiger für die Schüler", beschreibt eine beteiligte Lehrkraft die Veränderung.

Für INJECTA und das sächsische Innovationsnetzwerk zeigte das Pilotjahr, was entsteht, wenn Schule, Wirtschaft und Netzwerkpartner an einer Idee arbeiten: neue Perspektiven auf Arbeitgeberattraktivität und Unternehmenskultur für INJECTA, ein Lernprozess mit Vorbildcharakter für die Region.

Eine neue 9. Klasse führt das Projekt im Schuljahr 2026

2027 fort. Schulleiter Steffen Wahl empfiehlt anderen Schulen und Unternehmen: einfach anfangen, nicht lange diskutieren. Eine explizite Erlaubnis von oben braucht es nicht – der Freiraum ist da, solange die Klasse am Ende den Lehrplan erfüllt. Entscheidend sind eine offene, engagierte Schülergruppe und die Bereitschaft, von Projekttag zu Projekttag dazuzulernen.

Wollt ihr das Format an eurer Schule oder in eurem Unternehmen ausprobieren?

Meldet euch bei Miriam Pietag. Wir teilen unsere Erfahrungen aus dem Pilotjahr und unterstützen euch beim Einstieg.