Papst Leo XIV. besucht UNESCO-Hauptquartier in Paris; Rahmenabkommen zur KI-Kooperation unterzeichnet
Unesco vor Papstbesuch: Gemeinsam für Menschenwürde im KI-Zeitalter | katholisch.de
Unesco vor Papstbesuch: Gemeinsam für Menschenwürde im KI-Zeitalter
VERÖFFENTLICHT AM 08.08.2026 UM 12:15 UHR – LESEDAUER: 2 MINUTEN
VATIKANSTADT - Erstmals seit 1980 besucht ein Papst die Unesco, jene Organisation der Vereinten Nationen, die sich um Kultur, Bildung und Kommunikation kümmert. Leo XIV. wird hier über KI sprechen – ein Kernthema seines Pontifikats.
Die Kulturorganisation der Vereinten Nationen hat vor dem Papstbesuch übereinstimmende Ziele mit der katholischen Kirche betont. “Die gemeinsame Botschaft von Unesco und Vatikan ist eindeutig: Technologischer Fortschritt muss von menschlichen Werten geleitet und durch eine verstärkte globale Zusammenarbeit gestützt werden, damit sich Menschenwürde und Kreativität im digitalen Zeitalter entfalten können”, heißt es in einer am Freitagabend in Paris veröffentlichten Mitteilung der Unesco.
Als erster Papst seit 1980 wird Leo XIV. am 25. September den Hauptsitz der UN-Organisation für Kultur, Bildung und Kommunikation in Paris besuchen . Die auf Einladung von Unesco-Generaldirektor Khaled El-Enany organisierte Begegnung widmet sich aktuellen Herausforderungen unter anderem durch Künstliche Intelligenz (KI), die Papst Leo in seiner ersten Enzyklika “Magnifica humanitas” formuliert hatte.
Die Ankunft von Leo XIV. bei der Unesco ist für 15 Uhr vorgesehen. Nach einem Vier-Augen-Gespräch mit El-Enany sowie einem Besuch des “Platzes der Toleranz” und der Kunstausstellung auf dem Gelände beginnt die offizielle Zeremonie. Dabei werden der Papst wie auch der Generaldirektor Grundsatzreden halten.
Ebenso werden die Unesco und der Heilige Stuhl ein Rahmenabkommen zur Stärkung der Zusammenarbeit im Bereich der KI unterzeichnen, hieß es. Der Besuch unterstreiche die weitgehende Übereinstimmung der Prioritäten beider Organisationen: Angesichts des raschen technologischen Wandels sei es notwendig, den Schutz der Schwächsten und die Bedeutung der Menschenwürde in den Mittelpunkt von Innovationen zu stellen, so die Unesco.
Bereits am Vormittag werden beim Unesco-Forum “Jugend im digitalen Zeitalter” junge Menschen sowie Persönlichkeiten aus Kunst, Forschung und des öffentlichen Lebens Themen des päpstlichen Lehrschreibens diskutieren. Zugleich sollen dabei neue Normen für das digitale Zeitalter formuliert werden.
Bei seiner sechsten Auslandsreise wird Papst Leo XIV. vom 25. bis 28. September Paris, den Wallfahrtsort Lourdes und das nordfranzösische Metz, Wirkungsstätte des Europa-Politikers Robert Schuman (1886-1963), besuchen . Leo XIV. wird der zweite Papst nach Johannes Paul II. sein, der am Unesco-Sitz in Paris eine Ansprache hält. Johannes Paul II. sprach dort am 2. Juni 1980 während seiner ersten Frankreichreise und betonte dabei die Bedeutung von Kultur und Bildung für die Würde des Menschen. (KNA)
Programm der Frankreich-Reise von Papst Leo XIV. veröffentlicht
Leo XIV. war als Papst schon in der Türkei und dem Libanon, in Monaco, in vier Ländern Afrikas und Spanien. Bald besucht er San Marino – und im September dann die “Grande Nation”. Was dort geplant ist.
Als Oberhaupt der katholischen Kirche besucht Papst Leo IXV. wie schon sein Vorgänger regelmäßig andere Länder. Diese Themenseite bündelt die Berichterstattung von katholisch.de zu den Reisen des Heiligen Vaters.