Deutschland führt europäische Saisonbestenliste in Birmingham bei der EM 2026; Vier Disziplinen führen deutsche Athleten die Saisonbestenliste an
Die größten deutschen Medaillenchancen bei der Leichtathletik EM 2026: Das sagt die Saisonbestenliste
Die größten deutschen Medaillenchancen bei der Leichtathletik EM 2026: Das sagt die Saisonbestenliste
Ein Blick über die europäischen Toplisten der Saison 2026 zeigt: Das deutsche Team in Birmingham hat aussichtsreiche Medaillenchancen, Olympics.com sagt Ihnen auf welche Stars und Disziplinen sie besonders achten sollten.
Die Leichtathletik-Europameisterschaften 2026 in Birmingham steigen in der kommenden Woche, von Montag (10. August) bis Sonntag (16. August) sind die besten Track&Field Stars des Kontinents gefordert.
Es ist einer der Saisonhöhepunkte, auf eine der größten Bühnen des Sports geht es darum zum richtigen Zeitpunkt die beste Leistung abzurufen.
Wer kommt mit dem Erwartungsdruck zurecht, welche Talente werden zu Favoritenschrecks und welche arrivierten Kräfte beweisen einmal mehr, dass sie längst nicht zum alten Eisen gehören?
Ein beliebter Indikator zur Einschätzung der jeweiligen Favoritinnen und Favoriten ist die Saisonbestenliste der Leichtathletik.
Olympics.com hat sich das europäische Ranking des Jahres 2026 einmal etwas genauer angeschaut, und verrät Ihnen welche deutschen Stars, gemessen an dieser Liste, zu den Medaillenkandidaten in den 44 Einzeldisziplinen (22 pro Geschlecht) zählen.
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Vier Deutsche als Nummer eins der europäische Saisonbestenliste - Trio startet bei der EM
In jüngerer Vergangenheit hat sich in der deutschen Leichtathletik eine positive Grundhaltung breit gemacht. International hat man seit Paris 2024 an vielen Stellen aufgeschlossen, Platz vier in der Nationenwertung bei den Weltmeisterschaften 2025 war schließlich kein Zufall.
Diese positive Entwicklung hat sich im laufenden Kalenderjahr noch einmal fortgesetzt. Die Zahlen unterstützen diese These.
In 17 der 22 EM-Einzeldisziplinen ist mindestens ein deutscher Athlet unter den Top 8 der Saisonbestenliste, in zwölf EM-Events bedeutet die aktuelle Vorleistung sogar einen Rang unter den besten Drei. Ein herausragender Wert.
In vier Disziplinen führen deutsche Athleten die europäische Saisonbestenliste an, einer davon fällt unglücklicherweise aus.
Mohamed Abdilaahi muss seine Starts über 10.000 - und 5000 Meter aufgrund einer Fußverletzung absagen, über die längere Strecke wäre der Deutsche Rekordhalter (26:56,58 Minuten) als klarer Favorit gestartet. Mike Foppen (NED) war als europäische Nummer zwei in diesem Jahr (27:20,52 Minuten) deutlich langsamer.
Ähnlich dominant in seiner Parade-Disziplin präsentierte sich in dieser Saison auch Frederik Ruppert . Die 3000m Hindernis absolvierte er am 31. Mai in Rabat in 7:57,80 Minuten: Saisonbestzeit und zugleich Europarekord. Aus deutscher Sicht noch erfreulicher: Sein Landsmann Karl Bebendorf (8:05,55 Minuten) ist Europas Nummer zwei im Jahr 2026 - und damit wohl erster Herausforderer.
Auch Innenbereich des Alexander Stadiums werden zwei Deutsche als Führende der Saisonbestenliste im Rampenlicht stehen. Steven Richter ließ den Diskus im April auf genau 74 Meter fliegen, liegt damit vor Mykolas Alekna (72,65m), der Nummer eins der beiden Vorsaisons.
Von Null auf Hundert hieß es vor knapp drei Wochen bei Julian Weber . Beim ersten Wettkampf der Saison ließ er das Sportgerät auf 87,04 Meter fliegen, das reichte um sich sofort auf Rang eins der europäischen Bestenliste zu schieben.
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Owen Ansah (Mitte) verteidigte seinen DM-Titel im 100m-Lauf der Männer.
Auf Medaillenkurs: Diese Deutschen gehören vor der EM zu den Top 3 der Saisonbestenliste
Nicht nur in der Spitze, auch in der Breite scheint das DLV-Team bestens aufgestellt.
Bestes Beispiel: Die 400m Hürden der Männer. Mit Emil Agyekum und Owe-Fischer Breiholz sind nicht nur zwei der drei schnellsten deutschen Langhürdler bei der EM am Start - zugleich ist das Top-Duo, bestehend aus dem neuen deutschen Rekordhalter und dem amtierenden U23-Europameister auf Rang zwei und drei der europäischen Saisonbestenliste geführt - einzig Weltrekordhalter Karsten Warholm scheint (noch) unerreichbar.
Auffällig: Auf der Bahn, wo es bei der EM 2024 nur in den Staffeln Medaillen zu bejubeln gab, sind auf fast allen Distanzen Saisonbestleistungen zu sehen, die sich auch im europäischen Vergleich sehen lassen können.
Owen Ansah hat mit neuem Deutschen Rekord über 100m (9,98 Sekunden) und Persönlicher Bestleistung bei den Deutschen Meisterschaften über 200m (20,13 Sekunden) seine ersten internationalen Einzelmedaillen ins Visier genommen.
Die will auch Robert Farken - auf Europas aktuelle Nummer vier über 1500m (3:30,09 min) wartet aber starke Konkurrenz um den neuen Meilen-Weltrekordler Josh Kerr.
In Europas Bestenliste über 5000m sind sogar drei Deutsche unter den Top sechs, allerdings wird nur Florian Bremm (Dritter
Das sieht bei den deutschen Frauen über 3000m Hindernis anders aus. Gesa Krause will ihren dritten EM-Titel auf der Paradestrecke, eine Saisonbestleistung in 9:07,50 Minuten gilt als ein Bewerbungsschreiben für das Podium. Auch Lea Meyer (Dritte
9:09,13 Minuten) und Olivia Gürth (Sechste
9:21,73 Minuten) lauern, wollen mögliche Schwächen der internationalen Konkurrenz um Europas Nummer eins, Britin Elise Thorner.
Einmal mehr unter Europas Besten befinden sich auch Malaika Mihambo , die sich bei der Diamond League London mit einem Satz auf 7,05 Meter auf Rang zwei der Bestenliste im Weitsprung beförderte und Yemisi Mabry , die ihre Jahresbestleistung (20,37 Meter) aus der Hallensaison mit zur EM nimmt. Zuletzt lief es nicht immer rund, doch Paris 2024 hat bewiesen, dass mit ihr immer zu rechnen ist.
Für Sophie Weissenberg markierte jene Olympische Spiele einen Wendepunkt, beim Aufwärmen riss die Achillessehne. Umso bemerkenswerter das Wettkampf-Comeback in dieser Saison, in Götzis verbesserte die Mehrkämpferin ihre persönliche Siebenkampf-Bestleistung auf 6449 Punkte. Das bringt ihr im europäischen Vergleich Platz fünf ein.
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Noch weiter vorne befinden sich die deutschen Zehnkämpfer Leo Neugebauer (8730 Punkte
Rang zwei) und Niklas Kaul (8528 Punkte
Platz drei) - weil der Weltjahresbeste Simon Ehammer für den Weitsprung gemeldet hat, rücken das deutsche Duo in die Favoritenrolle.
Die Voraussetzungen für eine erfolgreiche internationale Meisterschaft scheinen also bestens. Wie viel wert all diese starken Vorleistungen sein werden, entscheidet aber am Ende natürlich nur die Tagesform, das nötige Glück und Geschick an den Wettkampftagen, die Vorraussetzungen für eine erfolgreiche internationale Meisterschaft scheinen derzeit bestens.
ZURICH, SWITZERLAND - AUGUST 28: Julian Weber of Team Germany celebrates winning the Men’s Javelin Throw Final during the Weltklasse Zurich, part of the 2025 Diamond League at Letzigrund on August 28, 2025 in Zurich, Switzerland. (Photo by Alexander Hassenstein
Die Eckdaten zu den Saisonbestenleistungen der deutschen Medaillenkandidaten und deren Wettkampfzeiten bei der Leichtathletik EM 2026
Owen Ansah auf Rang 3: 9,98 Sekunden
Heiko Gussmann auf Rang 8: 10,06 Sekunden
Vorläufe: 11. August, ab 12.15 Uhr
Halbfinale: 12. August, ab 21.32 Uhr
Finale 🥇: 12. August, 22.47 Uhr
Owen Ansah auf Rang 3: 20,13 Sekunden
Vorläufe: 13. August, ab 12.05 Uhr
Halbfinale: 13. August, ab 21.05 Uhr
Finale 🥇: 14. August, ab 22.25 Uhr
Jean Paul Bredau auf Rang 8: 44,72 Sekunden
Vorläufe: 10. August, ab 12.55 Uhr
Halbfinale: 11. August, ab 22.00 Uhr
Finale 🥇: 12. August, ab 21.50 Uhr
Robert Farken auf Rang 4: 3:30,09 Minuten
Vorlauf: 14. August, ab 13.05 Uhr
Finale 🥇: 15. August, ab 22.07 Uhr
Florian Bremm auf Rang 3: 12:56,80 Minuten
Finale 🥇: 10. August, ab 21.40 UHR
Emil Agyekum auf Rang 2: 47,45 Sekunden
Owe Fischer Breiholz auf Rang 3: 48,08 Sekunden
Vorläufe: 11. August, ab 13.40 Uhr
Halbfinale: 12. August, ab 13.55 Uhr
Finale🥇: 14. August, ab 21.40 Uhr
Frederik Ruppert auf Rang 1: 7:57,80 Minuten
Karl Bebendorf auf Rang 2: 8:05,55 Minuten
Vorläufe: 13. August, ab 12.30 Uhr
Finale 🥇: 16. August, 21.50 Uhr
Tobias Poyte auf dem geteilten fünften Rang: 2.30 m
Qualifikation: 11. August, ab 11.33 Uhr
Finale 🥇: 14. August, ab 21 Uhr
Simon Batz auf Rang 6: 8,29 Meter
Qualifikation: 10. August, ab 12.30 Uhr
Finale 🥇: 11. August, ab 20.16 Uhr
Steven Richter auf Rang 1: 74,00 Meter
Qualifikation: 11. August, ab 11.35 Uhr
Finale 🥇: 13. August, ab 21.45 Uhr
Merlin Hummel auf Rang 5: 81,74 Meter
Qualifikation: 10. August, ab 11.40 Uhr
Finale 🥇: 11. August, ab 20.10 Uhr
Julian Weber auf Rang 1: 87,04 Meter
Qualifikation: 13. August, ab 14.45 Uhr
Finale 🥇: 15. August, ab 21.01 Uhr
Samuel Fitwi auf Rang 3: 2:04,45 Stunden
Finale 🥇: 16. August, ab 9.10 Uhr
Leo Neugebauer auf Rang 2: 8730 Punkte
Niklas Kaul auf Rang 3: 8528 Punkte
Christopher Linke auf Rang 2: 1:23:46 Stunden
Leo Köpp auf Rang 5: 1:24,27 Stunden
Finale 🥇: 15. August, ab 8.30 Uhr
Karl Junghannß auf Rang 3: 3:04,33 Stunden
Christopher Linke auf Rang 5: 3:05,44 Stunden
Hindernisläuferin Gesa-Felicitas Krause gehört zu den deutschen Stars beim ISTAF Berlin 2025.
3000m Meter Hindernis der Frauen
Gesa Krause auf Rang 2: 9:07,50 Minuten
Lea Meyer auf Rang 3: 9:09,13 min
Olivia Gürth auf Rang 6: 9:21,73 min
Vorlauf: 10. August, ab 22.00 Uhr)
Finale🥇: 13. August, ab 21.29 Uhr
Malaika Mihambo auf Rang 2: 7,05 Meter
Qualifikation: 15. August, 12.50 Uhr
Finale 🥇: 16. August, ab 21.05 Uhr
Yemisi Mabry auf Rang 2: 20,37 Meter
Qualifikation: 10. August, ab 11.35 Uhr
Finale 🥇: 10. August, ab 21.33 Uhr
Marike Steinacker auf Rang 3: 66.55 Meter
Shanice Craft auf Rang 4: 66,18 Meter
Qualifikation: 12. August, ab 13 Uhr
Finale 🥇: 14. August, ab 21.30 Uhr
Sophie Weißenberg auf Rang 5: 6449 Punkte
- und 14. August: Alle Disziplinen
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