EU EmpCo-Richtlinie erhöht Transparenz gegenüber Verbraucher:innen in der EU; Deutschland setzt sie am 27.09.2026 um

EmpCo: Mehr Transparenz und Verantwortung gegenüber Verbraucher:innen

Aktualisiert am: 10. August 2026

EmpCo: Mehr Transparenz und Verantwortung gegenüber Verbraucher:innen

Mit der Empowering Consumers Directive (EmpCo) hat die EU einen weiteren wichtigen Schritt zur Stärkung von Verbraucherrechten im Kontext der Nachhaltigkeit unternommen. Die Richtlinie ergänzt bestehende Verbraucher- und Wettbewerbsregeln und zielt darauf ab, Greenwashing einzudämmen sowie transparente und überprüfbare Nachhaltigkeitsaussagen sicherzustellen.

Was sind die wichtigsten Eckdaten der Empowering Consumers Directive

Die EmpCo ist Teil des EU ‑ Green ‑ Deals und wurde im März 2024 final verabschiedet. Die Mitgliedstaaten müssen die Vorgaben bis 2026 in nationales Recht umsetzen. Zentrale Inhalte sind:

Verbot irreführender Umwelt- und Nachhaltigkeitsaussagen

Höhere Anforderungen an die Belegbarkeit von „grünen“ Claims

Strengere Anforderungen an Nachhaltigkeits- und Umweltlabel; künftig sind insbesondere staatlich anerkannte oder zertifizierungsbasierte Kennzeichnungssysteme zulässig

Transparenzpflichten bei Aussagen zur Haltbarkeit, Reparierbarkeit und Lebensdauer von Produkten

Erweiterung der Liste unlauterer Geschäftspraktiken

Die Richtlinie betrifft alle Unternehmen , die gegenüber Verbraucher:innen Nachhaltigkeits-, Umwelt- oder Klimabezüge in ihrer Kommunikation nutzen – unabhängig von Branche oder Unternehmensgröße.

Die wichtigsten Herausforderungen für Unternehmen

Die Umsetzung der EmpCo stellt viele Unternehmen vor neue operative und strategische Aufgaben:

Überprüfung bestehender Marketing- und Produktclaims Allgemeine Aussagen wie „klimaneutral“, „umweltfreundlich“ oder „nachhaltig“ sind künftig nur noch zulässig, wenn sie klar definiert und nachweisbar sind.

Erhöhter Dokumentations- und Nachweisaufwand Umwelt- und Nachhaltigkeitsaussagen müssen auf wissenschaftlich fundierten, überprüfbaren Daten basieren.

Abstimmung zwischen Fachbereichen Marketing, Nachhaltigkeit, Recht und Produktmanagement müssen enger zusammenarbeiten, um konsistente und rechtssichere Aussagen sicherzustellen.

Risiken bei Verstößen Fehlende Compliance kann zu Abmahnungen, Bußgeldern und Reputationsschäden führen – insbesondere im wettbewerbsrechtlichen Umfeld.

In Deutschland tritt die EmpCo am 27.09.2026 in Kraft und lässt Unternehmen somit keine langen Übergangsfristen. Wichtig ist darum: Zeitnah handeln, um Abmahnungen zu vermeiden.

Überprüfung bestehender Marketing- und Produktclaims