Brandenburg beginnt Umbau der Spree-Schleuse Alt Schadow in Märkische Heide, Dahme-Spreewald; Sportboote bleiben bis 2028 gesperrt

Umbau der Spree-Schleuse in Alt Schadow gestartet

Umbau der Spree-Schleuse in Alt Schadow gestartet

Schleuse bleibt während der Bauarbeiten gesperrt – Neubau verbessert Wasserrückhalt und Wasserbewirtschaftung

Die Vorbereitungen für den Umbau der Spree-Schleuse in Alt Schadow, Gemeinde Märkische Heide im Landkreis Dahme-Spreewald, haben begonnen. Aufgrund schwerwiegender technischer Mängel musste die Schleuse zuletzt geschlossen werden. Bis Ende 2028 baut das Land Brandenburg nun mit Geldern des Just Transition Fund der Europäischen Union (JTF) sowie mit Landesmitteln ein neues Schlauchwehr, eine neue Schleuse und eine Fischaufstiegsanlage am Standort des Nadelwehrs Alt Schadow. Insgesamt werden hier mehr als 17 Millionen Euro investiert. Für Sportboote bleibt die Durchfahrt weiter gesperrt, während der gesamten Bauausführung wird eine Umtragemöglichkeit für Paddelboote gewährleistet.

Die alte Schleuse mit Nadelwehr wird durch ein modernes Komplexbauwerk – bestehend aus Wehr, Schleuse und Fischpass – in der Spree in Alt Schadow ersetzt. Mit der Baustelleneinrichtung wurde begonnen, die eigentlichen Baumaßnahmen sollen nach der Sommersaison ab Oktober 2026 umgesetzt werden. Währenddessen bleibt die derzeitige Sperrung für Sportboote bestehen . Mit der Sperrung der Schleuse ist die „Märkische Umfahrt“ in den nächsten Jahren für den motorgetriebenen Sportbootverkehr nicht nutzbar. Paddler können weiterhin die Baustelle passieren . Im weiteren Bauverlauf, auch für die Herstellung der „Museumsinsel", werden Schwimmstege eingerichtet und damit, um Umtragemöglichkeiten auch während der nachfolgenden Bauphasen durchgängig sichergestellt.

Die denkmalgeschützte Schleuse aus dem Jahr 1911 besteht aus zwei separat gegründeten Schleusenhäuptern und einer kesselförmigen Schleusenkammer. Die Bausubstanz weist grundhafte, nicht reparable Schäden auf. In Auswertung aller erkennbaren Schäden an der Schleuse sind die Standsicherheit und die Betriebssicherheit nicht mehr gegeben. Trotz mehrmaliger Sanierungsarbeiten in den zurückliegenden Jahren konnte kein Zustand hergestellt werden, der den Anforderungen an eine sichere Bootspassage genügt.

Mit dem Neubau des Wehres als modernes Schlauchwehr werden künftig der Wasserrückhalt und die Möglichkeit der Wasserbewirtschaftung verbessert , da so die Stauhaltung bei Bedarf ganzjährig aufrechterhalten werden kann. Mit dem Schlauchwehr realisiert das Landesamt für Umwelt einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung des ganzjährigen Wasserrückhaltes für den Neuendorfer See und das UNESCO-Biosphärenreservat Spreewald .

Das Land Brandenburg errichtet zusätzlich eine Fischaufstiegsanlage und schafft damit nach über 125 Jahren die Möglichkeit einer ganzjährigen Fischwanderung von der Krummen Spree über den Neuendorfer See in den Spreewald . Das ist ein wichtiger Beitrag zur Umsetzung der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie (WRRL).

Gleichzeitig wird die touristische Attraktivität der Region durch die Wiederherstellung der „Märkischen Umfahrt" sowie der Errichtung eines Denkmals für das zu ersetzende Nadelwehr gesteigert.

Das Projekt hat ein Gesamtvolumen von über 17 Millionen Euro und wird finanziert aus Mitteln der Europäischen Union und des Landes Brandenburg .

Just Transition Fond (JTF): 15.611.735 EURO Landesmittel:´ 1.499.710 EURO Gesamt: 17.111.445 EURO

Beginn Bauarbeiten Schleuse Alt Schadow (113.1 KB)

  • Erschienen am 10.08.2026 - Presemitteilung 163