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title: "Brandenburg beginnt Umbau der Spree-Schleuse Alt Schadow; Ganzjährige Fischwanderung möglich"
sdDatePublished: "2026-08-10T15:06:00Z"
source: "https://mleuv.brandenburg.de/sixcms/media.php/9/163_26_MLEUV_LfU_Beginn%20Bauarbeiten%20Schleuse%20Alt%20Schadow_2026_08_10.pdf"
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  - name: "environmental policy"
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  - "Brandenburg"
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  - "Dahme-Spreewald"
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Brandenburg beginnt Umbau der Spree-Schleuse Alt Schadow; Ganzjährige Fischwanderung möglich

Ministerium für Land- und
Ernährungswirtschaft, Umwelt
und Verbraucherschutz
Henning-von-Tresckow-Straße 213,
14467 Potsdam
Pressesprecher
Kontakt:
Gabriel Hesse
Potsdam, 10. August 2026
Pressemitteilung
Nummer: 163/2026
Telefon:
0331 8667011
0331 8667019
Mobil:
0174 6999572
E-Mail:
pressestelle@mleuv.brandenburg.de
Internet: https://mleuv.brandenburg.de
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Media
Umbau der Spree-Schleuse in Alt Schadow gestar-
tet
Schleuse bleibt während der Bauarbeiten gesperrt - Neubau verbessert Wasserrückhalt und
Wasserbewirtschaftung
Die Vorbereitungen für den Umbau der Spree-Schleuse in Alt Schadow, Gemeinde Märkische
Heide im Landkreis Dahme-Spreewald, haben begonnen. Aufgrund schwerwiegender techni-
scher Mängel musste die Schleuse zuletzt geschlossen werden. Bis Ende 2028 baut das Land
Brandenburg nun mit Geldern des Just Transition Fund der Europäischen Union (JTF) sowie mit
Landesmitteln ein neues Schlauchwehr, eine neue Schleuse und eine Fischaufstiegsanlage am
Standort des Nadelwehrs Alt Schadow. Insgesamt werden hier mehr als 17 Millionen Euro inves-
tiert. Für Sportboote bleibt die Durchfahrt weiter gesperrt, während der gesamten Bauausfüh-
rung wird eine Umtragemöglichkeit für Paddelboote gewährleistet.
Die alte Schleuse mit Nadelwehr wird durch ein modernes Komplexbauwerk – bestehend aus Wehr,
Schleuse und Fischpass – in der Spree in Alt Schadow ersetzt. Mit der Baustelleneinrichtung wurde
begonnen, die eigentlichen Baumaßnahmen sollen nach der Sommersaison ab Oktober 2026 um-
gesetzt werden. Währenddessen bleibt die derzeitige Sperrung für Sportboote bestehen. Mit der
Sperrung der Schleuse ist die „Märkische Umfahrt“ in den nächsten Jahren für den motorgetriebenen
Sportbootverkehr nicht nutzbar. Paddler können weiterhin die Baustelle passieren. Im weiteren
Bauverlauf, auch für die Herstellung der „Museumsinsel", werden Schwimmstege eingerichtet und da-
mit, um Umtragemöglichkeiten auch während der nachfolgenden Bauphasen durchgängig sicherge-
stellt.

Potsdam, 10. August 2026
Pressemitteilung
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Die denkmalgeschützte Schleuse aus dem Jahr 1911 besteht aus zwei separat gegründeten Schleusen-
häuptern und einer kesselförmigen Schleusenkammer. Die Bausubstanz weist grundhafte, nicht repa-
rable Schäden auf. In Auswertung aller erkennbaren Schäden an der Schleuse sind die Standsicherheit
und die Betriebssicherheit nicht mehr gegeben. Trotz mehrmaliger Sanierungsarbeiten in den zurück-
liegenden Jahren konnte kein Zustand hergestellt werden, der den Anforderungen an eine sichere
Bootspassage genügt.
Mit dem Neubau des Wehres als modernes Schlauchwehr werden künftig der Wasserrückhalt und
die Möglichkeit der Wasserbewirtschaftung verbessert, da so die Stauhaltung bei Bedarf ganzjäh-
rig aufrechterhalten werden kann. Mit dem Schlauchwehr realisiert das Landesamt für Umwelt einen
wichtigen Beitrag zur Verbesserung des ganzjährigen Wasserrückhaltes für den Neuendorfer
See und das UNESCO-Biosphärenreservat Spreewald.
Das Land Brandenburg errichtet zusätzlich eine Fischaufstiegsanlage und schafft damit nach über 125
Jahren die Möglichkeit einer ganzjährigen Fischwanderung von der Krummen Spree über den Neu-
endorfer See in den Spreewald. Das ist ein wichtiger Beitrag zur Umsetzung der Europäischen
Wasserrahmenrichtlinie (WRRL).
Gleichzeitig wird die touristische Attraktivität der Region durch die Wiederherstellung der „Märki-
schen Umfahrt" sowie der Errichtung eines Denkmals für das zu ersetzende Nadelwehr gesteigert.
Das Projekt hat ein Gesamtvolumen von über 17 Millionen Euro und wird finanziert aus Mitteln der
Europäischen Union und des Landes Brandenburg.

Finanzierungssumme mit Mittelquellen:
Just Transition Fond (JTF):
15.611.735,00 EURO
Landesmittel:

1.499.710,62 EURO
Gesamt:

17.111.445,62 EURO

Kontakt Landesamt für Umwelt
Leiter der Öffentlichkeitsarbeit: Thomas Frey
Telefon:
033201 442102
E-Mail: thomas.frey@lfu.brandenburg.de
Internet: https://lfu.brandenburg.de