Kulturstaatssekretär Tobias Dünow eröffnet den 4. Tag der Industriekultur Brandenburg in Baruther Glashütte, Teltow-Fläming; 80.000 Euro Landesförderung
- Tag der Industriekultur Brandenburg startet offiziell in der Baruther Glashütte
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- Tag der Industriekultur Brandenburg startet offiziell in der Baruther Glashütte
Kulturstaatssekretär Tobias Dünow hat heute in der Baruther Glashütte (Teltow-Fläming) gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern des Museumsverbandes des Landes Brandenburg e.V., des Touristischen Netzwerks Industriekultur Brandenburg und der Glashütte den 4. Tag der Industriekultur Brandenburg eröffnet.
„Der Tag der Industriekultur macht sichtbar, wie eng Brandenburgs Geschichte, Kultur und wirtschaftliche Entwicklung miteinander verbunden sind. Unsere Industriegeschichte ist vielfältig: Sie reicht von der Glasherstellung – wie hier – über Wassermühlen, Eisenhütten, Ziegeleiparks, Textil- und Brikettfabriken bis zum Bergbau und zur Stahlproduktion. Die Orte dieser Geschichte bewahren nicht nur Erinnerungen, sondern zeigen auch, wie sich Regionen durch technische Innovation, handwerkliches Können und das Engagement der Menschen weiterentwickelt haben. Industriekultur schafft Verständnis für unsere Vergangenheit und stärkt zugleich die Identität unserer Regionen.“
Der Tag der Industriekultur ist eine gemeinsame Initiative des Museumsverbandes des Landes Brandenburg e.V. und des Touristischen Netzwerks Industriekultur Brandenburg. Der landesweite Aktionstag findet seit 2023 jährlich am zweiten Augustwochenende statt. Zahlreiche Standorte im ganzen Land beteiligen sich mit Rundgängen, Ausfahrten und Mitmachangeboten, die Einblicke in die Industriegeschichte Brandenburgs ermöglichen – darunter unter anderem das Forster Museum für Textil- und Industriegeschichte (Spree-Neiße), das Binnenschifffahrts-Museum in Oderberg (Barnim), die Brikettfabrik Louise in Domsdorf (Elbe-Elster), das Ofen- und Keramikmuseum Velten (Oberhavel), das Besucherbergwerk F60 in Lichterfeld (Elbe-Elster) und der Ziegeleipark Mildenberg in Zehdenick (Oberhavel). Weitere Informationen zu den beteiligten Austragungsorten gibt es hier . Das Land fördert das Touristische Netzwerk Industriekultur in diesem Jahr mit 80.000 Euro. Die rund 70 Museen und ehemaligen Industrieareale im Netzwerk sind nicht nur am Aktionstag geöffnet, sondern bieten Besucherinnen und Besuchern ganzjährig Angebote an.
Die 1716 auf Initiative des Grafen Friedrich zu Solms-Baruth entstandene Baruther Glashütte ist einer der bedeutendsten technikhistorischen Museumsstandorte des Landes. Das Technische Denkmal mit Hüttengebäuden aus den Jahren 1844 und 1861 bildet zusammen mit Arbeiterhäusern, Gasthof und Alter Schule ein parkähnliches Ortsensemble inmitten des Naturschutzgebietes Baruther Urstromtal. Die Spezialität der „Solmsschen Glasfabrik“ war von 1830 bis 1948 Beleuchtungsglas. Das Museumsdorf Baruther Glashütte entstand nach der Stilllegung des VEB Glashütte im Jahr 1980. Der Verein zur Rettung und Pflege des Industriedenkmals wurde 1991 gegründet. Das historische Glasmacherdorf beherbergt neben dem Museum mit produzierendem Glasstudio zahlreiche Händlerinnen und Händler. Weitere Informationen: www.baruther-glashuette.de
Die manuelle Glasfertigung wurde 2015 auf Initiative des Museums Baruther Glashütte in das deutsche Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes eingetragen, 2023 wurde sie in das internationale UNESCO-Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes der Menschheit aufgenommen. Die ersten Glashütten in Europa entstanden in vorchristlicher Zeit. Im frühen Mittelalter verlagerte sich die Herstellung in Regionen, die über große Holz- und Sandvorkommen verfügten, den damals wichtigsten Rohstoffen für die Glasfertigung.
Tag der Industriekultur Brandenburg - Pressemitteilung 08. August 2026 (100.3 KB)
- Erschienen am 08.08.2026 - Presemitteilung 275
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