Gina Lückenkemper nimmt an der 100-Meter-Frauen-EM 2026 in Birmingham teil; Keine Medaillenchancen, Balanceprobleme nach Zeckenbiss weiterhin bestehen

Gina Lückenkemper bei der Leichtathletik-EM 2026: Deutscher Star über 100 Meter Frauen von Zeckenbiss geschwächt

Gina Lückenkemper bei der Leichtathletik-EM 2026: Deutscher Star über 100 Meter Frauen von Zeckenbiss geschwächt

Die schnellste deutsche 100-Meter-Läuferin der letzten Jahre hatte vor den Leichtathletik-Europameisterschaften 2026 mit ihrer Form zu kämpfen.

Das Wettkampfformat bei den Leichtathletik-Europameisterschaften in Birmingham

England (10. bis 16. August) spielt Gina Lückenkemper zumindest in die Karten.

Als eine der 12 Besten der Road to Birmingham-Wertung war sie ebenso wie Rebekka Haase direkt für die Halbfinalläufe über 100 Meter der Frauen am Montag (21:10 Uhr MEZ) qualifiziert.

Nach dem bisherigen Saisonverlauf kommt das der 29-Jährigen entgegen.

2022 in München Doppel-Europameisterin, bei den Olympischen Spielen Paris 2024 und der Leichtathletik-WM in Tokio jeweils Bronzemedaillengewinnerin mit der 4x100-Meter-Staffel – Lückenkemper hat es schon oft genug geschafft, sich bis zum Jahreshöhepunkt in Topform zu bringen.

Aber diesmal war dieser Weg besonders beschwerlich. Eine Zecke biss sie im Juni in den Hinterkopf und schwächte sie körperlich extrem.

Noch bei den Deutschen Meisterschaften in Wattenscheid Ende Juli spürte sie die Folgen, wie sie nach dem 100-Meter-Finale zugab.

„Der Körper war viel zu sehr angegriffen. Das Nervensystem hat so einen Treffer davon genommen. Ich habe nachts acht Stunden geschlafen, aber ich war nicht richtig erholt danach", sagte sie nach dem Rennen im emotionalen ZDF-Interview.

Bei den nationalen Titelkämpfen hatte sie sich in 11,29 Sekunden mit Platz drei zufrieden geben müssen.

Leichtathletik-EM 2026 in Birmingham: Zeitplan und TV-Übertragung

Auch bei der Leichathletik-WM 2025 bejubelte Gina Lückenkemper (2. v.r.) mit Rebekka Haase eine Staffel-Medaille.

Wie sie vor wenigen Tagen auf einem Pressetermin berichtete, habe sie noch immer eine kleine Beule am Hinterkopf. Der Biss habe vor allem Auswirkungen auf das Gleichgewichtssystem gehabt.

Zu den Medaillenkandidatinnen darf man Lückenkemper deshalb in diesem Jahr nicht zählen.

“Ich bin einfach nur dankbar dafür, dass ich noch immer in der Lage bin, in diesem Jahr Wettkämpfe zu bestreiten und dass ich mich auf der Bahn immer wohler fühle”, erklärte die Sprinterin im ARD-Interview.

Ihre Hoffnungen ruhen deshalb eher auf dem Wettbewerb mit der 4x100-Meter-Staffel, wo Lückenkemper am Samstag (15. August) gemeinsam mit Haase wieder jubeln will.

Es wäre der ersehnte Lohn nach den Leiden der vergangenen Wochen.

Bild von 2025 Getty Images

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