Angeklagter Ehemann ermordete seine Frau in Wallenhorst; Kinder in unmittelbarer Nähe der Tat
Mordprozess Wallenhorst - RADIO RST
Zum Start des Mordprozesses um den Tod einer Frau aus Wallenhorst schweigt der angeklagte Ehemann. Besonders brisant: Die drei Kinder waren ganz in der Nähe.
Mordprozesses um Tod einer Frau aus Wallenhorst gestartet
Am Landgericht Osnabrück hat heute (10. August) der Prozess um den Tod einer Frau aus Wallenhorst begonnen. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Ehemann vor, seine 39 Jahre alte Frau im Februar 2026 auf dem gemeinsamen Grundstück in einen Schuppen gelockt und dort mit einem Messer getötet zu haben. Der Fall hatte schon kurz nach der Tat eine Diskussion über Frauenmorde ausgelöst.
Zum Start des Prozesses hat der 46-Jährige keine Angaben zur Tat gemacht. Stattdessen spielte das Gericht den Notruf ab, mit dem der Mann damals selbst die Einsatzkräfte alarmierte. Darin schilderte er, er habe seine Frau tot im Schuppen gefunden.
Das Tat-Motiv ist weiter unklar. Nach bisherigen Erkenntnissen stand die Familie unter Druck. Die Ermittler sprechen von Belastungen im Alltag, Herausforderungen mit den Kindern und finanziellen Problemen. Der Angeklagte soll wegen seiner Spielsucht und hoher Ausgaben fast zahlungsunfähig gewesen sein. Außerdem gehen die Ermittler davon aus, dass er außereheliche Kontakte hatte.
Kinder waren ganz in der Nähe
Besonders brisant: Die siebenjährigen Drillinge des Paares waren zur Tatzeit auf dem Grundstück. Nach Gerichtsangaben wartete ein Kind im Auto, die beiden anderen hielten sich im Haus auf. Damit spielte sich das Verbrechen in unmittelbarer Nähe der Kinder ab.
Der Angeklagte sitzt seit seiner Festnahme in Untersuchungshaft. Im weiteren Verlauf des Verfahrens will das Gericht unter anderem Polizeibeamte, einen Rechtsmediziner und eine psychiatrische Gutachterin hören. Weitere Verhandlungstage sind bis Oktober 2026 angesetzt.
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