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title: "Ministerin Schmachtenberg besucht EIP-Projekte in Süderhackstedt und Rügge; Reduziert Einsatz chemischer Pflanzenschutzmittel"
sdDatePublished: "2026-08-10T13:09:00Z"
source: "https://www.schleswig-holstein.de/DE/landesregierung/ministerien-behoerden/IX/presse/PI/2026/Q3/260810_Sommerreise_EIP"
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  - "Schleswig-Holstein"
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Ministerin Schmachtenberg besucht EIP-Projekte in Süderhackstedt und Rügge; Reduziert Einsatz chemischer Pflanzenschutzmittel

schleswig-holstein.de - Presse - Green Care und Nützlingszelte: Ministerin Schmachtenberg besucht innovative EIP-Projekte zum Auftakt ihrer Sommerreise

Ministerium für Landwirtschaft, ländliche Räume, Europa und Verbraucherschutz : Thema: Ministerien & Behörden

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Green Care und Nützlingszelte: Ministerin Schmachtenberg besucht innovative EIP-Projekte zum Auftakt ihrer Sommerreise

Rügge. Von neuen sozialen Perspektiven für landwirtschaftliche Betriebe bis hin zu natürlichem Pflanzenschutz mit Marienkäfern und Schlupfwespen: Schleswig-Holsteins Landwirtschaftsministerin Cornelia Schmachtenberg hat heute (10. August) im Rahmen ihrer Sommerreise zwei innovative Projekte der Europäischen Innovationspartnerschaft Agrar ( EIP -Agri) besucht. „ Die Landwirtschaft steht vor großen Herausforderungen – vom Klimawandel über den Schutz natürlicher Ressourcen bis hin zum Wandel im ländlichen Raum. Dafür brauchen wir Innovationen, die gemeinsam mit den Betrieben entwickelt werden und in der Praxis funktionieren. Die EIP-Projekte zeigen, wie neue Ideen direkt auf den Höfen und Feldern entstehen und konkrete Lösungen für die Zukunft der Landwirtschaft liefern “, sagte die Ministerin.

Ein besonders zukunftsweisendes Thema steht beim Projekt „Green Care“ im Mittelpunkt: die Verbindung von Landwirtschaft mit sozialen, pädagogischen und therapeutischen Angeboten. Mehrere landwirtschaftliche Betriebe entwickeln gemeinsam mit Fachpartnern Konzepte, wie Höfe als Orte für Betreuung, Bildung und Teilhabe genutzt werden können. Dazu zählen beispielsweise Arbeitsangebote für Menschen mit Unterstützungsbedarf, pädagogische Programme für Kinder und Jugendliche oder tagesstrukturierende Angebote.

Zum Auftakt ihrer Sommerreise besuchte Ministerin Schmachtenberg den Biolandbetrieb Hof Koxbüll in Süderhackstedt. Der familiengeführte Hof verbindet ökologische Landwirtschaft bereits heute mit vielfältigen sozialen Angeboten. So finden dort unter anderem Menschen mit Beeinträchtigungen verlässliche Arbeits- und Beschäftigungsmöglichkeiten im landwirtschaftlichen Alltag, zugleich werden Bildungs- und Begegnungsangebote auf dem Hof geschaffen und weiterentwickelt. Damit zeigt der Betrieb beispielhaft, wie Landwirtschaft und gesellschaftliche Teilhabe Hand in Hand gehen können.

Ziel ist es, tragfähige Modelle zu erarbeiten, die sowohl den Betrieben zusätzliche Einkommensperspektiven eröffnen als auch einen gesellschaftlichen Mehrwert für den ländlichen Raum schaffen. „ Gerade im ländlichen Raum übernehmen landwirtschaftliche Betriebe vielfach Aufgaben, die weit über die Lebensmittelproduktion hinausgehen. Green Care zeigt, welches Potenzial in unseren Höfen steckt – als Orte der Begegnung, der Teilhabe und des sozialen Miteinanders. Solche Angebote stärken nicht nur die Betriebe, sondern auch den gesellschaftlichen Zusammenhalt in unseren ländlichen Regionen. Davon profitieren die Menschen vor Ort ebenso wie die Landwirtschaft “, betonte die Ministerin.

Wie lassen sich Blattläuse wirksam bekämpfen, ohne auf chemische Pflanzenschutzmittel zurückzugreifen? Genau hier setzt das EIP-Projekt „Nützlingszelte“ an, das die Ministerin auf dem Hof Rabberg in Rügge besuchte. Das zentrale Problem: Schädlinge wie Blattläuse treten im Frühjahr häufig früher auf als ihre natürlichen Gegenspieler.

Die Projektidee: Auf den Feldern werden spezielle Zelte errichtet, in denen sich Nützlinge wie Marienkäfer, Florfliegen oder Schlupfwespen geschützt und zeitlich vorgezogen entwickeln können. So stehen sie genau dann in ausreichender Zahl zur Verfügung, wenn die ersten Schädlingspopulationen auftreten. Landwirtschaftliche Betriebe, Beratung und Wissenschaft untersuchen gemeinsam, wie wirksam und wirtschaftlich dieses System unter Praxisbedingungen ist. Ziel ist es, den Einsatz chemischer Pflanzenschutzmittel zu reduzieren und gleichzeitig stabile Erträge zu sichern.

„ Pflanzenschutz muss wirksam, wirtschaftlich und zugleich möglichst umweltschonend sein. Das Projekt zeigt, wie Forschung und Praxis gemeinsam neue Wege entwickeln können, um den Einsatz chemischer Pflanzenschutzmittel zu verringern und gleichzeitig die Wettbewerbsfähigkeit unserer Betriebe zu stärken. Genau solche Innovationen brauchen wir für eine nachhaltige Landwirtschaft der Zukunft “, so Schmachtenberg.

Die Europäische Innovationspartnerschaft ( EIP ) bringt Praxis, Wissenschaft und Beratung zusammen, um neue Lösungen für die Landwirtschaft zu entwickeln. Landwirtinnen und Landwirte sind dabei nicht nur Anwender, sondern treiben Innovationen aktiv mit voran.

In Schleswig-Holstein wurden seit 2015 in sechs Calls insgesamt 58 Projekte gestartet. Diese werden über rund drei Jahre mit jeweils bis zu 500.000 Euro aus EU-Mitteln gefördert.

Weitere Informationen zu den Projekten finden Sie hier: EIP in Schleswig-Holstein

Verantwortlich für diesen Pressetext: Jana Ohlhoff und Mathis Knospe | Ministerium für Landwirtschaft, ländliche Räume, Europa und Verbraucherschutz | Fleethörn 29-31, 24103 Kiel | Telefon 0431 988 7158 | E-Mail: Pressestelle@mllev.landsh.de | Medien-Informationen im Internet: www.schleswig-holstein.de

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