IG Bauen-Agrar-Umwelt besucht SPD-Kreisvorstand Pinneberg; Kontrollen gegen Schwarzarbeit gefordert

Gewerkschaftliche Arbeit ist auch viel Kleinarbeit – und unverzichtbar! › SPD Kreis Pinneberg

  1. August 2026, 15:29 Uhr

am 10. August 2026, 15:29 Uhr

Gewerkschaftliche Arbeit ist auch viel Kleinarbeit – und unverzichtbar!

Die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt zu Gast beim Arbeitnehmergespräch des SPD-Kreisvorstandes

Die IG Bauen-Agrar-Umwelt ist eine starke Gewerkschaft

Die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt ist mit über 220 000 Mitgliedern die fünftgrößte Einzelgewerkschaft im Deutschen Gewerkschaftsbund. In der bunten Folge der Gespräche zur Situation in der Arbeitswelt im Kreis Pinneberg hatten der AfA-Kreisvorsitzende Jürgen Heesch und Mitglieder des SPD-Kreisvorstandes kürzlich dazu eine Delegation von der örtlichen Gewerkschaftsorganisation in der SPD-Kreisgeschäftsstelle in Pinneberg zu Gast. Angeführt von der Branchensekretärin Baustoff und Bildungsbeauftragten für die Region Nord, Rita Müller, wurde dabei über Organisationsfragen im Kreis wie in der gemeinsamen Region Norddeutschland genauso berichtet wie über die Auftrags- und Beschäftigungslage in der Branche.

Anliegen vom Hitzegeld bis zur Kontrolle von Schwarzarbeit

Auch besondere Themen kamen dabei zur Sprache. So hatte sich der Parteitag der SPD im Kreis Pinneberg im letzten Jahr auch für die Einführung einer Hitzeumlage ausgesprochen, ähnlich dem Schlechtwettergeld, das schon vor langem erfolgreich als Branchenumlage von der Gewerkschaft erkämpft und von der Politik seit 2006 als Saison-Kurzarbeitergeld weitergeführt worden ist. Auch das Thema der Tariftreue, über deren notwendige Durchsetzung auch in Schleswig-Holstein große Übereinstimmung im Gespräch bestand, wurde vertieft. So wiesen die Gäste von der IG Bauen-Agrar-Umwelt darauf hin, dass es unbedingt eine verbesserte Kontrolle von illegaler Beschäftigung auf den Baustellen und in den Betrieben allgemein durch die staatlichen Behörden geben müsse. Die Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS) ist eine Einheit des Zolls und soll für faire Arbeits- und Wettbewerbsbedingungen sorgen.

Jugendbildung zu Gewerkschaften und Betriebsräten verbessern

Ein weiteres wichtiges Anliegen, das von Rita Müller angesprochen wurde, ist die Information über die Aufgaben und Bedeutung von Gewerkschaften und Betriebsräten schon in der Schule und hier insbesondere in den Berufsschulen. Viele junge Auszubildende und Beschäftigte wüssten hierzu aus den Familien und der schulischen Bildung viel zu wenig. Hier brauche es klare Zugangsrechte zu den Berufsschulen und die Möglichkeit der direkten Information und Diskussion. Die SPD-Vertreter wollen dieses Thema gerne aufnehmen und auch in die Landespolitik hineintragen.

Das Gespräch soll fortgesetzt werden

Nach dem anregenden Gespräch wurde mit Rita Müller und ihrem Gewerkschafterkollegen Volkert Heinitz, vereinbart, auch für die Zukunft den Kontakt zu pflegen und im Gespräch zu bleiben. Einen besonderen Inhalt bekam der Abend in Pinneberg auch dadurch, dass die Gewerkschaftssekretärin in Ausbildung, Olivia Lipke, an diesem Austausch beteiligt war, ist der Kreis Pinneberg doch neben den Großstädten Leipzig und Frankfurt die dritte eher kleinteilige Arbeitsregion. Als langjähriger Abgeordneter für den Kreis mit seiner starken Baumschulwirtschaft wünschte Ernst Dieter Rossmann vom SPD-Kreisvorstand der jungen Kollegin viel Glück und Erfolg in ihrem Lebensweg und bei der Vertretung der Arbeitnehmerinteressen. Rossmann: „Wir können dann ja erst recht zuversichtlich sein, dass auch die Belange der Beschäftigten in den Baumschulen von der Gewerkschaftszentrale in Frankfurt gut mit beackert werden.“

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