30 Studierende und Dozenten aus der Ukraine und Deutschland – DUHN-Sommerschule „Political and Cultural Resilience in Theory and Practice“ in Breslau, Polen; Kooperationen gestärkt

Sommerschule 2026 | Uni Jena

Political and Cultural Resilience in Theory and Practice

Das Logo des DUHN - ‘European Studies 4 Ukraine’ Projekts.

In diesem Sommer brachte die DUHN-Sommerschule „Political and Cultural Resilience in Theory and Practice“ 30 Studierende und Dozenten aus der Ukraine und Deutschland in Breslau (Polen) zu einer Woche interdisziplinären Lernens und Austauschs zusammen. Die im Rahmen des vom DAAD geförderten Projekts DUHN – European Studies 4 Ukraine organisierte Sommerschule konzentrierte sich auf das Konzept der Resilienz und untersuchte, wie dieses aus historischen, kulturellen, politischen und sozioökonomischen Perspektiven verstanden werden kann. Teilnehmer aus verschiedenen Fachbereichen diskutierten, wie Gesellschaften auf Krisen reagieren, sich an Veränderungen anpassen und aus vergangenen Erfahrungen lernen. Während der gesamten Woche wurden in Vorträgen und Workshops vielfältige Themen behandelt, darunter kulturelles Gedächtnis und Gedenken, Vertreibung und Exil, digitales Kulturerbe, ökologische Herausforderungen, Literatur, die finanzielle Resilienz der Ukraine in Kriegszeiten sowie die sich wandelnden Beziehungen zwischen der Ukraine und der Europäischen Union. Das interdisziplinäre Programm regte die Teilnehmer dazu an, sich aus unterschiedlichen wissenschaftlichen Perspektiven mit diesen Themen auseinanderzusetzen.

Die Kombination aus interessanten Vorträgen, Diskussionen und kulturellen Aktivitäten machte diese Erfahrung zu etwas ganz Besonderem. Besonders gefallen hat mir, neue Leute kennenzulernen und verschiedene Perspektiven kennenzulernen.

Einer der Höhepunkte der Sommerschule war die Möglichkeit, Gespräche auch außerhalb des Unterrichts fortzusetzen. Die Diskussionen aus den Vorlesungen setzten sich oft während der Kaffeepausen und bei abendlichen Spaziergängen durch die Stadt fort, sodass die Teilnehmenden Zeit hatten, Ideen auszutauschen und Kommilitonen von verschiedenen Universitäten kennenzulernen.

Ich habe die Gelegenheit geschätzt, Ideen mit anderen Teilnehmenden zu diskutieren. Besonders wertvoll waren die informellen Gespräche ohne Druck, was im akademischen Umfeld oft schwierig ist.

Das akademische Programm wurde durch kulturelle Aktivitäten ergänzt, die das Thema Resilienz mit der Geschichte von Breslau verbanden. Bei einem geführten Stadtrundgang erkundeten die Teilnehmer die Geschichte der Zerstörung, des Wiederaufbaus und des Wandels der Stadt – ein konkretes Beispiel dafür, wie sich Resilienz in städtischen Räumen und historischen Erfahrungen manifestieren kann. Ein weiterer unvergesslicher Teil des Programms war der Besuch des Ossolineums Externer Link , einer der ältesten und bedeutendsten kulturellen Einrichtungen Polens. Die Teilnehmer erfuhren mehr über die Geschichte der Einrichtung und ihre Rolle bei der Bewahrung des kulturellen Erbes in Zeiten politischer Umbrüche und Konflikte. Der Besuch bot Gelegenheit, über die Bedeutung von Bibliotheken, Archiven und Museen für die Bewahrung des kulturellen Gedächtnisses nachzudenken.

Am besten hat mir die Offenheit der Menschen gefallen und wie selbstverständlich verschiedene Themen in den Gesprächen zusammenkamen, sowohl während der Veranstaltungen als auch außerhalb des Unterrichts.

Die Sommerschule wurde von der Friedrich-Schiller-Universität Jena in Zusammenarbeit mit der Ivan-Franko-Nationaluniversität Lemberg, der Ukrainischen Katholischen Universität und der Nationaluniversität der Kiew-Mohyla-Akademie organisiert. Sie wurde vom Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) im Rahmen des Projekts „DUHN – European Studies 4 Ukraine“ unterstützt.

Die Woche in Breslau hat gezeigt, dass Resilienz nicht nur Gegenstand akademischer Diskussionen ist, sondern auch durch Dialog, Zusammenarbeit und gemeinsame Erfahrungen erforscht werden kann. Die während der Sommerschule geknüpften Kontakte werden die Zusammenarbeit zwischen den DUHN-Partneruniversitäten weiter stärken und den künftigen akademischen Austausch fördern.

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