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title: "UPM Schongau Verantwortlichkeit für Umwelt und Gesellschaft Schongau, Deutschland; Umweltemissionen auf unbefriedigendem Niveau"
sdDatePublished: "2026-08-10T07:07:00Z"
source: "https://www.upm.com/siteassets/reporting-hub/emas-reports/emas-report-2025-upm-schongau-paper-mill-german.pdf"
topics:
  - name: "manufacturing and engineering"
    identifier: "medtop:20000294"
  - name: "environmental policy"
    identifier: "medtop:20000423"
  - name: "waste management"
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  - name: "energy industry"
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locations:
  - "Weilheim-Schongau"
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UPM Schongau Verantwortlichkeit für Umwelt und Gesellschaft Schongau, Deutschland; Umweltemissionen auf unbefriedigendem Niveau

UPM Schongau
Verantwortung
für Umwelt und
Gesellschaft
Bericht 2025

Verantwortung für Umwelt und Gesellschaft | Bericht 2025
2
UPM Schongau
UPM Schongau liegt in einer Flussschleife des Lechs in der süddeutschen
Stadt Schongau.
Der Standort wurde im Jahr 1887 gegründet. Im Jahr 1962 wurde dort eine
der weltweit ersten Flotations-Deinkinganlagen in Betrieb genommen. Dies
bedeutete den Durchbruch beim Recycling von grafischem Altpapier zur
Herstellung neuer Druckpapiere.
Heute werden bei UPM Schongau auf zwei Papiermaschinen Rollendruck­
papiere für Zeitungen, Zeitungsbeilagen, Anzeigenblätter, Prospekte, Illustrierte,
Taschenbücher und Kataloge her­gestellt. Altpapier ist dabei mengenmäßig
der wichtigste Rohstoff. Als weitere Rohstoffe werden Sägewerksrestholz sowie
Pigmente als Füllstoffe eingesetzt. Die Pigmente werden teilweise von der am
Standort ansässigen Firma SMI erzeugt.
UPM Schongau erzeugt in zwei Kraftwerken, nach dem Prinzip der Kraft-
Wärme-Kopplung, Strom und Dampf. Strom wird bei der Papierherstellung
für den Maschinenantrieb, Dampf zur Trocknung der feuchten Papierbahn
benötigt. Das am Standort befindliche alte Gaskraftwerk ist außerhalb des
EMAS Geltungsbereiches, da es nur im Auftrag der Bundesnetzagentur zur
Netzstabilisierung betrieben wird.
Das Abwasser aus dem Produktionsprozess wird in der werkseigenen
Kläranlage gereinigt.
UPM Schongau „Verantwortung für Umwelt
und Gesellschaft, Bericht 2025“ ist ein
ergänzender Bericht zur gemeinsamen
Umwelterklärung der Papier- und
Zellstoffwerke von UPM (verfügbar unter
www.upm.com). Er enthält werksspezifische
Daten und Trends zu Umwelt und
Gesellschaft für das vergangene Jahr. Der
ergänzende Bericht und die gemeinsame
Umwelterklärung bilden zusammen die
Umwelterklärung gemäß EMAS.
UPM ist ein Unternehmen für
Materiallösungen, das Produkte und
ganze Wertschöpfungsketten mit einem
umfangreichen Portfolio an erneuerbaren
Fasern, fortschrittlichen Materialien,
Dekarbonisierungslösungen und grafischen
Papieren transformiert. Unsere Leistung im
Bereich Nachhaltigkeit wurde von Dritten
anerkannt, darunter EcoVadis und die
Dow Jones Sustainability Indices. Wir sind
weltweit tätig und beschäftigen rund 15.100
Mitarbeitende bei einem Jahresumsatz von
rund 9,7 Milliarden Euro. Unsere Aktien sind
an der Nasdaq Helsinki Ltd. notiert.

UPM – we renew the everyday
EU Ecolabel : FI/011/001
Weitere Informationen zur
PEFC-Zertifzierung unter
pefc.org
Weitere Informationen zur
FSC-Zertifzierung unter
fsc.org
www.blauer-engel.de/uz72
PEFC/02-31-80
Förderung
nachhaltiger
Waldbewirtschaftung
www.pefc.org
Produktionskapazität
Bis zu 535.000 Tonnen pro Jahr
Mitarbeiter
401 (Anzahl Mitarbeiter gesamt; Stand 31.12.2025)
Produkte
Standard- und aufgebesserte Zeitungsdruckpapiere
sowie satiniertes Naturpapier:
UPM Brite
UPM News
UPM MaxG/H
UPM Eco
UPM EcoPrime
UPM EcoBasic
UPM Book
UPM Opalite
UPM Color Yellow/Salmon/Pink
Zertifizierungen
EMAS – EU Eco-Management and Audit Scheme
ISO 14001 – Umweltmanagementsystem
ISO 9001 – Qualitätsmanagementsystem
ISO 50001 – Energiemanagementsystem
DIN ISO 45001 – Arbeitsschutzmanagementsystem
PEFC Chain-of-Custody – Programme for the Endorsement
of Forest Certification
FSC® Chain-of-Custody – Forest Stewardship Council®
Alle Zertifikate sind im UPM Certificate Finder einsehbar
(verfügbar unter www.upmpaper.com/de/nachhaltigkeit)
Umweltzeichen
EU-Umweltzeichen und Blue Angel (RAL-UZ 14a bzw. 72)
für UPM News, UPM Eco H/G, UPM ReCat und UPM EcoBasic
und UPM Eco Prime

Verantwortung für Umwelt und Gesellschaft | Bericht 2025
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Rückblick 2025
Als Teil des finnischen Unternehmens UPM be-
kennen wir uns zur Verantwortung gegenüber
der Umwelt und verpflichten uns, unsere Pro-
duktion so auszuführen, dass Auswirkungen
auf die Umwelt und Mitarbeitende so gering
wie möglich gehalten werden.
Produktion und Umwelt
Als einer der ersten Altpapier-Recycler in
Deutschland leisten wir schon seit über 60
Jahren einen Beitrag zur Kreislaufwirtschaft.
Beim Einkauf von Hackschnitzeln für
die Frischfaserproduktion unterstützen wir
eine nachhaltige Forstwirtschaft, indem wir
gemäß den Vorgaben der PEFC- und FSC-
Standards arbeiten.
Umweltleistung
Das Reporting im Bereich Umwelt erfolgt in
einer konzernweit geführten Datenbank. Hier
werden Abweichungen nach vorgegebenen
Kategorien erfasst, von 1 (nicht signifikant) bis
5 (schwerer Umweltschaden).
Ebenso erfasst werden die spezifischen
Emissionen der Wasser-, Luft- und Abfallkenn-
zahlen. Aufgrund der schlechten Auslas-
tung, der Produkttransfers und der höheren
Mengenverluste (Versuche, fehlende Neben-
bahnen) sowie häufigen Sortenumstellungen
und atypische Fahrweise zur Energiekosten-
optimierung sind die spezifischen Emissionen
auf einem unbefriedigenden Niveau.
Gemäß den Vorgaben unseres integrierten
Managementsystems für Qualität, Umwelt,
Energie und Arbeitssicherheit prüfen wir
Umweltauswirkung in internen und externen
Audits.
Für die Papierproduktion werden große
Mengen an Energie eingesetzt. In den vergan-
genen Jahren wurden deshalb große Anstren-
gungen unternommen, um die Energieeffizienz
am Standort zu verbessern. Mit den beiden
großen Gaskraftwerken DKW und HKW 3
können wir bei Mangellage im süddeutschen
Raum das Stromnetz durch Einspeisung sta-
bilisieren. Bei Stromüberschuss durch zu hohe
Verfügbarkeit regenerativer Energien kann das
Stromnetz entlastet werden, indem wir unsere
Kraftwerke zurückfahren, den benötigten Pro-
zessdampf vom Elektroboiler erzeugen lassen
und die energieintensive Erzeugung des TMP
(Frischfaser aus Hackschnitzel) bis zur maxi-
malen Befüllung der Halbstoffsilos betreiben.
Für eine kontinuierliche Verbesserung in
den Bereichen Energieeffizienz und Umwelt
wurden auch für 2025 Ziele und Maßnahmen
festgelegt.
Umweltschutz ist am Standort Schongau seit vielen Jahren ein wichtiges Thema. Die fortlaufende
Senkung des Bedarfs an Energie und Wasser, eine hohe Rohstoffausbeute zur Abfallverringerung
sowie die Verwendung umweltverträglicher chemischer Hilfsstoffe im Produktionsprozess stehen
im Fokus des stetigen Verbesserungsprozesses, der seit der Zertifizierung des Werkes nach
internationalen Normen durch Managementsysteme für Umwelt, Qualität, Energie und
Arbeitssicherheit gesteuert wird.
Die Luftemissionen sind seit Jahren weit
unter den Grenzwerten. In den letzten zehn
Jahren konnten wir die spezifischen Stickoxid-
frachten durch den Ersatz des Dampfkraftwer-
kes und weitere technische Maßnahmen an
den Energieerzeugungsanlagen, wie Rauch-
gasrückführung, um 23 % senken.
Die absolute Menge an Abfällen und
Nebenprodukten ging zurück, vor allem auf-
grund reduzierter Betriebszeiten des Feststoff-
Kessels (HKW2).
Die Kessel-Asche aus dem Heizkraftwerk
konnte zu 100 % als Produkt verwertet werden.
Einsatzbereiche sind die Bodenstabilisierung,
Zuschlagstoff zu verschiedenen Baustoffen,
sowie der Ersatz von Natronlauge in den eige-
nen Produktionsanlagen.
Eine weitere Verwertungsmöglichkeit für
die Asche wurde zusammen mit einem Füll-
stofflieferanten entwickelt. Ascheprodukte
ersetzen einen Teil des für die Herstellung von
Calciumcarbonat erforderlich Branntkalks.
In der Abwasseranlage wurde das Projekt
„Advanced Process Control“ erfolgreich fort-
geführt. Mit Hilfe der künstlichen Intelligenz
konnte die Stabilität der Anlagenfahrweise
erhöht und dauerhaft die Auslaufwerte ins-
besondere die Stickstoffkonzentration gesenkt
werden.
Dr. Eva Kriegbaum
Geschäftführerin
Ute Soller,
Manager
OHS/Environment & Management Systems

Verantwortung für Umwelt und Gesellschaft | Bericht 2025
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2025 gab es nur mehr 4 Beschwerden we-
gen Lärmbelästigung im Sommer, welche aus-
gelöst wurden durch die reduzierte Fahrweise
der Anlagen und die Stilllegung der PM6. Die
dadurch nicht dauerhafte gesicherte, gleich-
mäßige Dampfabnahme führte zu aus Sicher-
heitsgründen notwendigen Dampfablassen
und somit zu ungewöhnlichen Lärmbelastun-
gen. Durch technische Maßnahmen zum ge-
zielten Ablassen von Überschußdampf konnte
das Einsetzen der Sicherheitseinrichtungen für
Überdruck deutliche reduziert werden.

Verantwortung für Umwelt und Gesellschaft | Bericht 2025
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UPM Schongau
Unser Beitrag zur Erreichung
der UN-Nachhaltigkeitsziele
Wasser
Spezifische Fracht an Stickstoff
(anorganisch) im gereinigten Abwasser
(kg Stickstoff pro Tonne Papier) um
47 %
verringert im Zeitraum 2016–2025
Energie
Fernwärme an Stadt Schongau
wurde um
3 %
erhöht im Zeitraum 2016–2025
Zertifizierte
Fasern
Im Jahr 2025 lag der Anteil der
Hackschnitzel aus zertifizierter
nachhaltiger Waldwirtschaft
(PEFC + FSC) bei
95 %
66 %
Anteil Recyclingfasern in den von uns
produzierten Papieren im Jahr 2025
Luft
Stickoxid-Emissionen
aus den Kraftwerksanlagen um
39 %
reduziert im Zeitraum
2016–2025
Mitarbeiter
Derzeit
18
Auszubildende im Werk Schongau
4 Papiertechnologen
1 Papiertechnologe im dualen Studium
7 Elektroniker Betriebstechnik
6 Industriemechaniker
Arbeits-
sicherheit
Anzahl der Unfälle mit
Ausfallzeit konnte um
33 %
reduziert werden.
(2016-2025
seit 2024 werden die
Fremdfirmenunfälle dazugezählt)

Verantwortung für Umwelt und Gesellschaft | Bericht 2025
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Emissionen Heizkraftwerk 2025
Grenzwert
(Tagesmittelwert)
(mg/Nm3)
Mittelwert der
Messungen
(mg/N m3)
Wirbelschichtkessel/kontinuierliche Messung
CO
50
17
Staub
5
0,10
SO2
50
6
NOX
150
124
Hgges.
0,03
0,00
HCI
10
0,0
Cges.
10
0,0
Wirbelschichtkessel/einmalige Messung
HF
1
n.n
Cd,TI
0,05
n.n
Sb, As, Pb, Co, Cr, Cu, Mn, Ni, V, Sn
0,5
0,001
PCDD/F
0,1 ng/Nm3
0,025
GuD, Gas- und Dampfturbine/kontinuierliche Messung
CO(1)
100–50
24
NOX
75–100
14
n.n. = nicht nachweisbar
(1) Bei der Gas- und Dampfturbine sind je nach Betriebsart unterschiedliche Grenzwerte definiert. Der erste Wert gilt für
die Gasturbine, der zweite Wert für den Abhitzekessel. Bei Betrieb von beiden Aggregaten wird eine Mischrechnung
durchgeführt.
Luft
Die Luftemissionen wurden auch im Jahr
2025 auf konstant niedrigem Niveau ge-
halten. Durch die thermische Verwertung von
internen Produktionsrückständen und den
Einsatz von Altholz konnte Erdgas ersetzt
werden. Durch den gesteigerten Einsatz von
biogenen Brennstoffen und Dampferzeugung
mittels Elektroboiler bei hoher Verfügbarkeit
regenerativer Energien aus dem Netz konnten
wir in den letzten 10 Jahren die spezifischen
CO2 Emissionen (Scope1 und 2) um knapp
10 % senken.
Die spezifischen NOX-Emissionen unterlie-
gen leichten Schwankungen, die aus wärme-
und stromoptimiertem Betrieb der Gas- und
Dampfturbine resultieren. Eine Senkung der
spezifischen NOx Emissionen von 23% konnte
durch vermehrten Betrieb des Elektroboilers
anstelle der Gas- und Dampfturbine erreicht
werden. Beim Wirbelschichtkessel sind die
mittleren Konzentrationen von Stickoxiden
(NOX) und Staub auf niedrigem Niveau und
deutlich unter den Grenzwerten.
Bei den Emissionen der Energieerzeu-
gungsanlagen wurden im HKW 2 ein Halb-
stundenmittelwert CO und nach der großen
Revision im Sommer mehrere Halbstunden-
und Tagesmittelwerte CO und NOx überschrit-
ten. Auch die mittleren Konzentrationen für
CO und NOx sind etwas erhöht im Vergleich
zum Vorjahr. Eine ausführliche Ursachenana-
lyse läuft bereits.
Abfall
Im Wirbelschichtkessel im Werk Schongau
werden Festbrennstoffe eingesetzt. Der Groß-
teil der Reststoffe, die bei der Energieerzeu-
gung anfallen, ist als Ascheprodukt (47.589 t)
eingestuft (gemäß Kreislaufwirtschaftsgesetz)
und wird in der Baustoff- und Zement­industrie
eingesetzt. In 2025 wurden wiederum 100 % als
Produkt verwertet. Zudem ist das anfallende
Sägemehl (1.393 t) als Nebenprodukt einge-
stuft und wird zu 100 % verwertet.
Im Jahr 2025 lag die Verwertungsquote für
nicht gefährliche Abfälle und Nebenprodukte
bei 100 %. Der Bettsand aus dem Heizkraft-
werk konnte zu ebenfalls 100 % verwertet
werden. Der größte Anteil der gefährlic