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title: "Architektenkammer Nordrhein-Westfalen Konferenz zur Schönheit und Lebensfähigkeit der Stadt in Frankfurt Poelzig-Bau der Goethe-Universität Frankfurt, 26. August 2026; Fortbildungspunkte: sechs"
sdDatePublished: "2026-08-11T08:10:00Z"
source: "https://www.aknw.de/aktuelles/news/details/news/stadt-einfach-bauen-einfach-stadt-bauen"
topics:
  - name: "architecture"
    identifier: "medtop:20000032"
  - name: "construction and property"
    identifier: "medtop:20000235"
  - name: "housing and urban planning policy"
    identifier: "medtop:20000628"
locations:
  - "North Rhine-Westphalia"
  - "Frankfurt am Main"
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Architektenkammer Nordrhein-Westfalen Konferenz zur Schönheit und Lebensfähigkeit der Stadt in Frankfurt Poelzig-Bau der Goethe-Universität Frankfurt, 26. August 2026; Fortbildungspunkte: sechs

Stadt einfach bauen - einfach Stadt bauen | Architektenkammer Nordrhein-Westfalen (AKNW)

Stadt einfach bauen - einfach Stadt bauen

Einfacher bauen, schneller bauen - das ist das Gebot der Stunde, um schnell bezahlbaren Wohnraum zu schaffen, der zugleich nachhaltig ist. Die politisch auf den Weg gebrachte Vereinfachung von Vorschriften für Architektur und Städtebau ist ein erster Schritt in diese Richtung. Entscheidend ist jedoch, dass dieser neue Wohnraum nicht nur in Quadratmeter zahlen, Investitionsvolumen oder Schadstoffkennziffern gemessen wird, sondern dass mit den neuen Wohnhäusern langfristig lebendige und schöne Stadtquartiere entstehen. Wie dies gelingen kann, diskutiert die 16. „Konferenz zur Schönheit und Lebensfähigkeit der Stadt“ des Deutschen Instituts für Stadtbaukunst. Die AKNW ist Partnerin des renommierten Kongresses.

Im Mittelpunkt der Fachtagung stehen die Grundlagen des Städtebaus, der neben privat nutzbaren Räumen die öffentlichen Räume der demokratischen Gesellschaft anlegt. Denn unsere heutigen Bau- und Umbauprojekte dürfen nicht die Problemviertel und Umweltsünden von morgen werden. Dafür ist es nötig, nicht nur Stadt einfacher zu bauen, sondern einfach auch richtige Stadt zu bauen: nicht monofunktionale Wohnwüsten, sondern gemischte Quartiere; nicht charakterlose Wohnkisten, sondern ortspezifische Häuser; nicht im Niemandsland schwimmende Hauswürfel, sondern stadtraumformende Gebäude.

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler verschiedener Disziplinen diskutieren mit Stadtbaurätinnen und Stadtbauräten großer deutscher Städte sowie Vertreterinnen und Vertretern aus Wirtschaft, Politik und Kultur die städtebaulichen und architektonischen Anforderungen an die neuen Bauprojekte in vier Themenblöcken:

Leben im öffentlichen Raum - die Stadt: Wohnen mit fußläufigen Alltagswegen geht nicht in monofunktionalen Siedlungsgebieten, sondern in Quartieren mit vielfältigen Angeboten von Bildung über Einkaufen und Arbeiten bis Erholung. Wohnungsbauunternehmen dürfen nicht ausschließlich Wohnungen planen, sondern Häuser für vielfältige Nutzungen und Umnutzungen - sie müssen sich als Stadtbauunternehmen verstehen.

Leben im öffentlichen Raum - die Straßen: Straßen und Plätze - nicht Trassen und Flächen - bilden das öffentliche Rückgrat eines Stadtquartiers und bieten den Bewohnerinnen und Bewohnern neben ihrer Wohnung einen attraktiven Lebensraum. Bauprojekte müssen deshalb die Formung und Gestaltung dieser öffentlichen Räume, die langfristig das Stadtbild in den Quartieren bestimmen, berücksichtigen.

Leben im öffentlichen Raum - die Fassaden: Wohnhäuser stehen nicht gesichtslos im Grünen - sie definieren mit ihren Fassaden den öffentlichen Raum einer Stadt, geben ihm Atmosphäre und Identität. Neue Wohnbauten eines nachhaltigen Stadtquartiers können deshalb keine allansichtigen Würfel im Niemandsland sein, sondern müssen mit qualitätvoll konstruierten und schön gestalteten Fassaden den öffentlichen Raum gestalten und gleichzeitig dem individuellen Haus ein Gesicht geben - um Heimat für die Zukunft zu schaffen.

Leben im öffentlichen Raum - die Häuser: Der Charakter des öffentlichen Raums einer Stadt wird ganz wesentlich durch das geprägt, was in und hinter den Häusern geschieht. Nur wenn soziale und funktionale Vielfalt in Haus und Hof ermöglicht wird, kann ein lebendiges und anpassungsfähiges Stadtquartier entstehen. Wohnhäuser sollen deswegen architektonischen Typen wie dem Etagenwohnhaus auf der Parzelle, dem Flügelhaus, dem Hofhaus mit Gewerbe, dem Stadthaus mit öffentlichem Erdgeschoss u.Ä. folgen, damit vielfältiges Stadtleben und lebendige Wohnquartiere entstehen.

Die Architektenkammer Nordrhein-Westfalen ist Partnerin der Veranstaltung. AKNW-Vizepräsidentin Dagmar Grote wird im Themenblock 4 über das „Leben im öffentlichen Raum“ mitdiskutieren. Die Projektleitung der Gesamtveranstaltung liegt – wie immer – in den Händen von Prof. Christoph Mäckler und Prof. Wolfgang Sonne vom Deutschen Institut für StadtBauKunst. Prof. Sonne (TU Dortmund) ist auch Wissenschaftlicher Leiter des Baukunstarchivs NRW.

26. August 2026, Poelzig-Bau der Goethe-Universität Frankfurt (Casino Gebäude, Theodor-W.-Adorno-Platz 1, 60323 Frankfurt). Die Architektenkammer Nordrhein-Westfalen erkennt die Konferenz als Fortbildungsveranstaltung mit sechs Fortbildungspunkten an.