Dow Jones Industrial in New York, fällt um 0,11% auf 53.975,98; Nahost-Unsicherheit überschattet Gewinne.
Kommentar Aktien International
Marktkommentar 11. August 2026
Aktien International
Täglicher Marktkommentar aus dem BEKB-Handelsraum
Übersicht
Übersee Schluss Veränderung (in %) Volumen (Mrd.) Dow Jones Industrial 53'975
- 0.1 S&P 500 7'753
- 0.1 NYSE: 1.26 Nasdaq Composite 26'605
- 0.3 Nasdaq: 7.80 Nikkei 225 66'970 geschlossen Hang Seng 25'780
- 0.6 Shanghai Composite 3'961
- 0.1
Europa Vortag Trading Range Weitere Kurse DAX 26'323 25'950 – 26'550 USD/CHF 0.8103 EUR/CHF 0.9351 EuroStoxx 50 6'535 6'380 – 6'680 Gold 4'400 USD/Unze Stoxx 50 5'541 5'380 – 5'680 NY WTI-Rohöl-Future 82.33 USD
New York Die sich in Rekordnähe haltenden US-Börsen haben am Montag moderat nachgegeben. Nachlassende Sorgen vor Leitzinserhöhungen nach dem US- Arbeitsmarktbericht am Freitag wurden überschattet von Unsicherheit über die weitere Entwicklung im Nahen Osten. Der Dow Jones Industrial gab um 0,11 Prozent auf 53.975,98 Punkte nach. In der vergangenen Woche hatte der bekannteste Wall-Street-Index um drei Prozent zugelegt und bei 54.744 Zählern ein Rekordhoch er- reicht. Der S&P 500 sank zum Wochenstart um 0,06 Prozent auf 7.753,11 Punkte. Der überwiegend mit
www.bekb.ch | Marktkommentar | 11. August 2026 2 Technologieaktien bestückte Nasdaq 100 verlor 0,34 Prozent auf 29.621,81 Zähler. In Nahost dreht sich alles um die für den internationalen Handel wichtige Meeren- ge, die Strasse von Hormus. Der Iran beabsichtigt nach Angaben des Aussenministeriums in Teheran, von Han- delsschiffen Gebühren für die Durchfahrt zu erheben. Der Streit um derlei Rechte auf einer internationalen Schlüsselroute gilt als ein wesentlicher Auslöser für die jüngste Eskalation im militärischen Konflikt zwischen den USA und dem Iran und dürfte eine Einigung mit den Vereinigten Staaten erschweren. “Hormus ist jetzt die ultimative Verhandlungswaffe und nicht nur eine Schiff- fahrtsroute”, resümierte Marktexperte Stephen Innes. Unternehmensseitig zählten am Montag mit Blick auf Tech-Aktien Nvidia mit minus 2,9 Prozent zu den Verlie- rern. Zudem büssten Intel 4,1 Prozent und Apple 1,6 Prozent ein.
Asien Die asiatischen Aktienmärkte zeigen sich am Dienstag im späten Geschäft uneinheitlich: Deutliche Auf- schläge in Südkorea stehen Verlusten in China gegen- über. In Japan ruht der Handel wegen eines Feierta- ges. Bei der Einschätzung zum Fortgang des Iran- Krieges mit Inflationsrisiken wegen der Ölpreisentwick- lung und den Unsicherheiten hinsichtlich des Ausblicks für die US-Leitzinsen kämen Anleger der Region zu un- terschiedlichen Einschätzungen, heißt es. Die Verunsi- cherung rund um die für den Öltransport eminent wich- tigen Straße von Hormus bleibt, nachdem US-Präsident Donald Trump Forderungen des Iran zurückgewiesen hat. Händler sprechen allerdings von iranischen Maxi- malforderungen, die Trump ablehnen musste. Insofern bleibe die Hoffnung auf einen Verhandlungsdurchbruch. Der südkoreanische Kospi verharrt in seinem extre- men Volatilitätsmodus, er steigt um 1,5 Prozent, nach einer Eröffnung 0,9 Prozent im Minus. Schwächere US- Arbeitsmarktbericht hatten zuletzt Zinserhöhungssor- gen in den USA gedämpft und den Markt gestützt. Nun hoffen Anleger, dass die am Mittwoch anstehenden US- Inflationsdaten diese Hoffnung bestätigen werden. Schlagzeilen rund um die KI-Nachfrage helfen. Taiwan Semiconductor Manufacturing (TSMC) ist im Juli mit 45 Prozent schneller gewachsen als für das Gesamtjahr zuletzt angekündigt. Dies gilt als ein weiteres Zeichen, dass das Geschäft mit Künstlicher Intelligenz noch viel Potenzial aufweist. Und das US-Dickschiff Nvidia schafft Voraussetzungen für das Einwerben von rund 500 Milli- arden US-Dollar an Drittmitteln für KI-Infrastruktur. In Südkorea klettern SK Hynix und Samsung Electronics um 1,2 bzw. 4,9 Prozent. TSMC ziehen in Taiwan um 0,6 Prozent an. Chinesische Aktien zeigten sich hingegen verhaltener. Der Shanghai-Composite verliert 0,1 Prozent und der HSI in Hongkong 0,6 Prozent. Nach zuletzt schwachen Daten hofften Anleger auf mehr staatliche Stimuli, die jedoch bislang ausgeblieben seien, heißt es. In Australien steht die Zinsentscheidung der Notenbank im Fokus. Die Reserve Bank of Australia (RBA) bestä- tigte den Zielsatz bei 4,35 Prozent. Viele Ökonomen hatten erwartet, dass die RBA den Leitzins zum zweiten Mal in Folge beibehalten wird, aber die Möglichkeit wei- terer Zinserhöhungen betonen werde, falls die Inflation hartnäckig hoch bleibe. Sie verweisen auf eine höher als erwartet ausgefallene Arbeitslosenquote, eine nied- riger als gedacht berichtete Inflation im Vergleich zu den RBA-Prognosen vom Mai und schwächere Konjunktur- daten als Gründe für eine unveränderte Zinspolitik. Wäh- rend der australische Dollar leicht nachgibt, bewegt sich der S&P/ASX-200 kaum im Nachklapp auf die Zinsent- scheidung und klettert um 0,4 Prozent, womit er sich in seiner jüngst ausgebildeten Handelsspanne bewegt. Der Mischkonzern SGH hat einen Anstieg des Jahresge- winns um 32 Prozent gemeldet und seine Dividende erhöht, allerdings wird der Ausblick als schwach inter- pretiert - der Kurs stürzt um 10,2 Prozent ab.
Europa Der deutsche Aktienmarkt zeigt unverändert Stärke. Nach einer Stagnation des Dax nur knapp unter dem jüngsten Rekordhoch zum Wochenauftakt dürfte das deutsche Börsenbarometer am Dienstag zum Handels- beginn leicht zulegen. Mit einem moderaten Plus von 0,2 Prozent auf 26.370 Zähler taxierte der Broker IG den Dax allerdings noch etwas unter der Höchstmarke vom Freitag von 26.445 Punkten vom Freitag. Ein gutes Gewinnwachstum der Dax-Unternehmen trotz ho- her Energiepreise, “gepaart mit moderaten Bewertun- gen und zurückhaltender Anlegerstimmung, erzeugen ein konstruktives Umfeld für den Dax”, schrieb Analyst Jochen Stanzl von der Consorsbank am Morgen. Mit Blick auf den Nahostkonflikt hätten sich die Marktakteu- re mittlerweile “an eine Situation zwischen Hoffen und Bangen gewöhnt und sich angesichts der wechselhaften Nachrichtenlage ein dickes Fell wachsen lassen”. Gleichwohl gibt Stanzl zu bedenken: “Resilienz ist aber nicht gleichbedeutend mit Immunität: Der Nahostkonflikt bleibt ein Pulverfass, die Stimmung kann jederzeit blitz- schnell drehen.”
www.bekb.ch | Marktkommentar | 11. August 2026 3 Marktnachrichten
Plug Power: Macht Fortschritte bei der Profitabilität – Aktie zieht an Das zweite Geschäftsquartal des Jahres 2026 ist für Plug Power einmal mehr mit roten Zahlen zu Ende gegangen. Das Ergebnis je Aktie lag bei -0,14 US- Dollar, nachdem das Unternehmen vor Jahresfrist ein Minus von 0,20 US-Dollar je Anteilsschein in den Bü- chern stehen hatte. Damit schlug sich der Wasserstoff- konzern schlechter als erwartet, Analysten hatten zuvor ein EPS von -0,078 US-Dollar in Aussicht gestellt. Der Umsatz lag unterdessen bei 178 Millionen US- Dollar und kletterte damit im Vorjahresvergleich, als Plug Power noch 174,0 Millionen US-Dollar umgesetzt hatte. Hier hatten die Analystenschätzungen im Vorfeld bei 169,1 Millionen US-Dollar gelegen, diese übertraf das Unternehmen somit. Für das verbleibende Geschäftsjahr 2026 konzentriert sich Plug eigenen Angaben zufolge fokussiert auf drei strategische Pfeiler: Neben dem Aus- bau der Vertriebspipeline zur Erreichung des korrigierten Umsatzwachstums von 15 bis 16 % steht die Weichen- stellung für das Jahr 2027 im Vordergrund. Gleichzeitig soll durch strikte Kostendisziplin und eine höhere Marge im vierten Quartal der Sprung zu einem positiven EBITDA gelingen. Um die finanzielle Basis weiter zu stärken, setzt Plug auf nicht-verwässernde Kapitalmas- snahmen - insbesondere auf die geplante Monetarisie- rung von Rechenzentrums-Assets mit einem Zielvolu- men von 275 Millionen US-Dollar.
TAG Immobilien: Verdient operativ mehr AG Immobilien hat im ersten Halbjahr dank höherer Mieteinnahmen und eines höheren Beitrags durch den Verkauf von Wohnungen in Polen operativ mehr ver- dient. Unter dem Strich sank der Gewinn leicht. Im Gesamtjahr rechnet der Hamburger Immobilienkonzern beim operativen Gewinn FFO I, dem Vermietungsergeb- nis, nun mit einer Landung am oberen Ende der Ziel- spanne. Demzufolge soll im laufenden Jahr der operati- ve Gewinn FFO I nun am oberen Ende der Bandbreite 187 bis 197 Millionen Euro landen, eine Steigerung von bis zu 9 Prozent zum Vorjahr. Der Konzern teilte mit, dass die wesentlichen Transaktionen im Rahmen des Teil-Börsengangs der polnischen Tochter Robyg im Juni und Juli zum Teil erst im dritten Quartal wirksam wurden und somit im Halbjahresabschluss noch nicht enthalten sind. Im Zeitraum Januar bis Juni stieg der operative Gewinn FFO I um 9 Prozent auf 100,2 Millionen Euro von 91,6 Millionen im Vorjahr. Je Aktie lag er bei 0,53 Euro verglichen mit 0,52 Euro. Das bereinigte EBITDA Gesamt stieg auf 156,1 Millionen Euro von 146,2 Millio- nen. Die Netto-Ist-Miete betrug 196,6 Millionen Euro nach 184 Millionen.
Salzgitter: Mit erfreulichem ersten Halbjahr 2026 Der Salzgitter-Konzern verzeichnete im ersten Halbjahr 2026 eine erfreuliche Performance. Wesentliche Treiber waren ein außerordentlich hoher Beitrag der Auru- bis-Beteiligung sowie deutliche Ergebnisverbesserun- gen in unseren Geschäftsbereichen Stahlerzeugung, Handel und Technologie gegenüber dem Vorjahreszeit- raum. Die geopolitischen Unsicherheiten, insbesondere infolge des Krieges in Nahost, belasteten die stahlnahen Aktivitäten. Auch das Ergebnisverbesserungsprogramm P28 leistete mit zusätzlichen Einsparungen in Höhe von 97 Mio. € einen signifikanten Beitrag zum Ergebnis. Die Nettofinanzposition des Konzerns belief sich Ende Juni auf -792 Mio. €. Der Außenumsatz des Salzgitter- Konzerns lag im ersten Halbjahr 2026 mit 4,6 Mrd. € (H1 2025: 4,7 Mrd. €) leicht unter dem Vorjahresniveau. Das EBITDA VX übertraf mit 459,0 Mio. € (H1 2025: 116,8 Mio. €) ebenso wie das EBT VX (257,6 Mio. €.
Futures S&P 500 7'785
- 0.1 % FTSE 100 10'861
- 0.4 % DAX 26'429
- 0.0 %
Wichtigste US-Unternehmenszahlen (Erwarteter Gewinn pro Aktie) Vor Börsenöffnung
Nach Börsenschluss Lumentum Holding 2.966$
Wirtschaftsdaten (Erwartungen*) China
Japan
Deutschland
GB
Frankreich
Europa
USA 12:00 Uhr: NFIB Optimismus mittelständ. Unternehmen (97.4) 14:15 Uhr: ADP Weekly Employment Change (vorherig 15.000k)
www.bekb.ch | Marktkommentar | 11. August 2026 4 16:00 Uhr: Wiederverkäufe Häuser (4.05m) Wiederverkäufe Häuser MoM (-1.0%)
*Wenn nichts Anderes vermerkt, bezieht sich die Veränderung gegenüber dem Vormonat q/q = Veränderung gegenüber Vorquartal, y/y = Veränderung gegenüber Vorjahr, ytd = Veränderung seit Jahresbeginn, sb = Saisonberei- nigt, ( ) = Erwartungen, wenn nicht anders erwähnt.
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