Irene Bege – langjährige Diözesanvorsitzende der Pfarrhaushälterinnen im Bistum Mainz; 1997: Pro ecclesia et pontifice.
Nachruf für Irene Bege | Frauenpastoral Bistum Mainz
Frau Bege ist am 11. August 1936 in Westpreußen geboren und kam 1940 mit ihrer Familie nach Offenbach. Ihr erlernter Beruf war Krankenschwester.
Im Jahr 1964 wurde sie dann von Herrn Pfarrer Robert Sturm als Pfarrhaushälterin eingestellt. Herr Pfarrer Sturm war zunächst Jugendseelsorger im Bistum Mainz und Frau Bege arbeitete in der Jugendarbeit mit. Dann kam der Wechsel in die Pfarrei St. Nazarius in Lorsch an der Bergstraße. Hier war das Berufsbild ein ganz anderes. Es wohnte der Kaplan im Haus, es gab viele Mitarbeiter
innen im Büro und im Umfeld der Pfarrgemeinde und es gab viele ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Irene Bege war für alle da. Sie hatte für alle ein offenes Ohr und glättete so manche Woge, wenn es im Pfarrhaus oder in der Gemeinde wieder einmal „knisterte“.
Ab 1973 war Frau Bege Mitglied im Diözesanvorstand der Pfarrhaushälterinnen im Bistum Mainz und wurde 1981 zur Vorsitzenden gewählt. Es war eine wichtige Zeit des Umbruchs für die Pfarrhaushälterinnen. Zusammen mit dem damaligen Geistlichen Beirat, Herrn Pfarrer Heininger, wurden die sozialen Bedingungen für die Pfarrhaushälterinnen ausgearbeitet und es wurden arbeitsrechtliche Regelungen getroffen: die Pfarrhaushälterin wurde vom Pfarrer eingestellt mit einem Arbeitsvertrag. Die Besoldung war nach Tarif eingestuft und erfolgte über das Personalbüro des Bistums. Es wurden Urlaubszeiten und freie Tage für Fortbildungsveranstaltungen, Exerzitien usw. festgelegt. Frau Bege war stets für die Pfarrhaushälterinnen da. Es wurden Freizeiten, Bildungswochen und Exerzitien geplant und durchgeführt. Sie war bestrebt, bei runden Geburtstagen, Jubiläen und bei vielen Beerdigungen von Kolleginnen anwesend zu sein. An den Jahrestagungen und Mitgliederversammlungen des Bundesverbandes nahm Irene Bege regelmäßig teil und erklärte sich auch bereit, in Arbeitskreisen und Ausschüssen auf Bundesebene mit zu arbeiten.
Für ihr außerordentliches Engagement wurde sie im Juli 1997 von Bischof Lehmann mit dem päpstlichen Orden „Pro ecclesia et pontifice“ ausgezeichnet. (Für Kirche und Papst“) Es ist ein päpstliches Ehrenzeichen für besondere Verdienste um die Anliegen der Kirche und des Papstes.
Als Pfarrer Sturm in den Ruhestand ging, zogen die beiden nach Hanau-Klein-Auheim. Herr Pfr. Sturm starb im Jahr 2006 und Irene wohnte weiterhin in Klein-Auheim.
Bis ins Jahr 2019 (und damit mehr als 30 Jahre) war Irene Bege Diözesanvorsitzende und auch danach arbeitete sie weiterhin im Vorstand mit. Noch im Jahr 2022, als die Berufsgemeinschaft das 50 jährige Bestehen feierte, war sie bei den Planungen und Vorbereitungen dabei und konnte das schöne Fest mitfeiern. Kurz danach wurde es aber immer beschwerlicher für sie, den Weg mit öffentlichen Verkehrsmitteln von Hanau nach Mainz zu bewerkstelligen. Bis zum Schluss war sie immer noch an unserer Arbeit interessiert und freute sich über jeden Kontakt mit uns.
Wir sind Frau Bege sehr dankbar für ihr Engagement und sind sicher, dass Gott ihr all das Gute reichlich vergelten wird.
(Nachruf wurde verfasst von Frau Hildegard Prieß)