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title: "Fraktion Hauptsache Halle \u0026 FDP, Anfrage zum Rückbau des Hochhauses an der Richard-Paulick-Straße, Halle-Neustadt; umfangreiche Schadstoffbelastungen festgestellt und Bauverzögerungen"
sdDatePublished: "2026-08-11T16:24:00Z"
source: "https://buergerinfo.halle.de/getfile.asp?id=339928\u0026type=do\u0026"
topics:
  - name: "environmental pollution"
    identifier: "medtop:20000424"
  - name: "public health"
    identifier: "medtop:20001358"
locations:
  - "Halle (Saale)"
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Fraktion Hauptsache Halle & FDP, Anfrage zum Rückbau des Hochhauses an der Richard-Paulick-Straße, Halle-Neustadt; umfangreiche Schadstoffbelastungen festgestellt und Bauverzögerungen

Beschlussvorlage

Anfrage

Beratungsfolge
Termin
Status
Stadtrat
26.08.2026
öffentlich
Kenntnisnahme

Betreff:
Anfrage der Fraktion Hauptsache Halle & FDP zum Rückbau des
Hochhauses an der Richard-Paulick-Straße („Campus Halle-Neustadt“)

Mit dem Rückbau des ehemaligen Studentenwohnheims an der Richard-Paulick-Straße
schafft die Stadt Halle die Voraussetzungen für die Errichtung des „Campus Halle-Neustadt“.
Nach Angaben der Stadtverwaltung haben sich die ursprünglich vorgesehenen Bauabläufe
verzögert, da im Gebäude umfangreiche Schadstoffbelastungen festgestellt und beseitigt
werden mussten. Neben asbesthaltigen Bauteilen und erheblichen Mengen Taubenkot
wurden im Verlauf der Arbeiten weitere Schadstoffe entdeckt. So sind nach Informationen
aus Fachkreisen bei Gebäuden dieser Bauzeit häufig auch PAK-haltige Baustoffe sowie
künstliche Mineralfasern (KMF) anzutreffen. Die nachträgliche Schadstoffsanierung wirft
daher Fragen hinsichtlich der vorbereitenden Untersuchungen, der Bauablaufplanung sowie
des Schutzes der Anwohnerschaft auf.

Dahingehend fragen wir die Stadtverwaltung:
1. Wurden vor der Einbringung des Baubeschlusses in den Stadtrat im Mai 2025 im
Gebäude Schadstoffuntersuchungen einschließlich Probenentnahmen durchgeführt?
2. Wenn ja, welche Schadstoffe wurden in welcher Konzentration festgestellt?
3. Falls nein, warum wurde auf entsprechende Untersuchungen verzichtet?
4. Wurden im Gebäude Belastungen durch Asbest, PAK-haltige Baustoffe, künstliche
Mineralfasern (KMF), Taubenkot sowie weitere gesundheitsgefährdende Stoffe
festgestellt? (Bitte die jeweiligen Schadstoffe, Fundorte und den Umfang der
Belastung darstellen)
5. Aus welchen Gründen wurden die umfangreichen Schadstoffbelastungen nach
Darstellung der Stadtverwaltung erst im Zuge der Rückbauvorbereitungen festgestellt
und nicht bereits im Rahmen der Projektvorbereitung berücksichtigt?
TOP:
Vorlagen-Nummer:
VIII/2026/02952
Datum:
04.08.2026
Bezug-Nummer.
PSP-Element/ Sachkonto:
Verfasser:
Wels, Andreas
Plandatum:

6. Welche konkreten Auswirkungen hatte die notwendige Schadstoffsanierung auf den
Bauablauf? (Bitte den ursprünglich vorgesehenen Zeitplan dem aktuellen Zeitplan
gegenüberstellen und die jeweiligen Verzögerungen erläutern)
7. Welche zusätzlichen Kosten sind infolge der Schadstoffbeseitigung entstanden bzw.
werden derzeit erwartet?
8. Welche Maßnahmen wurden während der Schadstoffsanierung zum Schutz der
Anwohnerinnen und Anwohner sowie der benachbarten Schulen getroffen? (Bitte
insbesondere auf Maßnahmen zur Vermeidung der Freisetzung von Asbestfasern,
PAK-belastetem Staub, KMF sowie biologischen Belastungen durch Taubenkot
eingehen)
9. Sofern einzelne Schutzmaßnahmen nicht durchgeführt wurden, aus welchen
fachlichen oder rechtlichen Gründen wurde darauf verzichtet?
10. Wurden während und nach der Schadstoffsanierung Luftmessungen oder sonstige
Umweltkontrollen im Umfeld der Baustelle durchgeführt?
11. Wenn ja: wie häufig, an welchen Messpunkten, welche Stoffe wurden untersucht und
zu welchen Ergebnissen führten die Messungen?
12. Falls nein, warum wurde darauf verzichtet?
13. Welche weiteren Kontrollen oder Freimessungen wurden nach Abschluss der
jeweiligen Schadstoffsanierungsabschnitte durchgeführt, um die ordnungsgemäße
Beseitigung der Schadstoffe nachzuweisen?
14. Wie viele Beschwerden von Anwohnerinnen und Anwohnern sind der
Stadtverwaltung seit Beginn der Baumaßnahme bekannt geworden? (Bitte nach
Beschwerdegründen, insbesondere Lärm, Staub, Schadstoffsorgen,
Geruchsbelästigungen, vermehrtes Auftreten verwilderter Haustauben oder sonstige
Beeinträchtigungen sowie nach zeitlicher Einordnung aufschlüsseln)
15. Welche Erkenntnisse liegen der Stadtverwaltung darüber vor, ob infolge der Arbeiten
am Gebäude verwilderte Haustauben in benachbarte Wohngebiete ausgewichen
sind, und welche Maßnahmen wurden gegebenenfalls ergriffen?

gez. Andreas Wels
Vorsitzender
Fraktion Hauptsache Halle & FDP