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title: "Stadt Halle (Saale) prüft Hitzeaktionsplan in Halle; Vorlage im Gesundheitsausschuss bald"
sdDatePublished: "2026-08-11T16:24:00Z"
source: "https://buergerinfo.halle.de/getfile.asp?id=340000\u0026type=do\u0026"
topics:
  - name: "public health"
    identifier: "medtop:20001358"
  - name: "weather warning"
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  - name: "sports policies"
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  - name: "social services"
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  - name: "political process"
    identifier: "medtop:20000649"
locations:
  - "Halle (Saale)"
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Stadt Halle (Saale) prüft Hitzeaktionsplan in Halle; Vorlage im Gesundheitsausschuss bald

Beschlussvorlage

1 Mrasek (08.08.2022): Sommer 2022 – Mehr Todesfälle während Hitzewellen, verfügbar unter:
https://www.deutschlandfunk.de/hitze-sommer-uebersterblichkeit-100.html

Anfrage

Beratungsfolge
Termin
Status
Stadtrat
26.08.2026
öffentlich
Kenntnisnahme

Betreff:
Anfrage der Fraktion Volt / MitBürger zum ressortübergreifenden
Hitzeschutz

Hitzewellen sind schon lange keine temporäre Unannehmlichkeit mehr, sondern verursachen
jedes
Jahr
Tausende
Todesfälle1.
Besonders
gefährdet
sind
Menschen
mit
Vorerkrankungen, ältere Personen sowie Menschen in prekären Lebenssituationen, wie
beispielsweise wohnungslose Menschen. Mit zunehmender Intensität der Hitzeperioden
wächst der Kreis derer, die auf aktiven Hitzeschutz angewiesen sind, jedoch immer weiter.
So fielen die Pokalfinalspiele der halleschen Jugendfußballmannschaften dieses Jahr
beispielsweise mitten in eine Hitzewelle mit Tageshöchsttemperaturen von mehr als 40 °C
und hohen UV-Indexwerten.

Vor diesem Hintergrund wird es immer wichtiger, den Hitzeschutz als echtes
Querschnittsthema zu behandeln. Für die Stadt Halle (Saale) bedeutet dies, die Definition
und Umsetzung von Hitzeschutzmaßnahmen nicht allein dem Fachbereich Gesundheit zu
überlassen.
Dieser
erarbeitet
aktuell
einen
Hitzeaktionsplan,
der
in
Kürze
im
Gesundheitsausschuss vorgelegt werden soll. Die Erfahrungen mit anderen Aktionsplänen
zu Querschnittsthemen in der Vergangenheit haben jedoch gezeigt, dass viele sinnvolle
Maßnahmen an der mangelnden Mitwirkung der nicht federführenden Teile der
Stadtverwaltung scheitern oder zumindest stark verzögert werden. Da die Aktionspläne
zudem meist nur im federführend zuständigen Ausschuss behandelt werden, ist auch die
politische Kontrolle oft eingeschränkt.

Neben einem stärker ressortübergreifenden Ansatz ist es wichtig, die Umsetzung bereits
definierter Maßnahmen nachzuhalten und regelmäßig zu überprüfen, ob und wie diese
TOP:
Vorlagen-Nummer:
VIII/2026/02978
Datum:
05.08.2026
Bezug-Nummer.
PSP-Element/ Sachkonto:
Verfasser:
Plandatum:

2 Anregung der Fraktion MitBürger zur Hitze-Hotline der BARMER (VII/2023/06056), verfügbar unter:
https://buergerinfo.halle.de/vo0050.asp?__kvonr=28249
3 Anregung der Fraktion MitBürger & Die PARTEI zum Förderprogramm „Klimaanpassung in sozialen
Einrichtungen“ (VII/2023/05236), verfügbar unter: https://buergerinfo.halle.de/vo0050.asp?__kvonr=21486
vgl. auch Niederschrift der öffentlichen/nicht öffentlichen Sitzung des Sozial-, Gesundheits- und
Gleichstellungsausschusses am 12.09.2024, TOP 8.4, S. 17, verfügbar unter:
https://buergerinfo.halle.de/si0050.asp?__ksinr=20816
umgesetzt wurden. Die Stadtverwaltung setzt bisher vor allem auf Informationen auf der
städtischen Website. Daneben hatte die Verwaltung der damaligen Fraktion MitBürger in der
vergangenen Legislaturperiode die Aufnahme zweier Anregungen zur Hitze-Hotline der
BARMER2 sowie zum Förderprogramm „Klimaanpassung in sozialen Einrichtungen“3 in
Aussicht gestellt.

Daher fragen wir:

1.
Für welchen konkreten Zeitpunkt ist die Einbringung des Hitzeaktionsplans in die
Gremien des Stadtrats vorgesehen?
2.
Ist im Zuge der Einbringung eine Beteiligung mittelbar betroffener Fachausschüsse
(z.B. Kultur, Sport, Wirtschaft) vorgesehen? Wenn nein, warum nicht?
3.
Ist im Zuge der Begleitung der Umsetzung (z.B. Berichterstattung) eine Beteiligung
mittelbar betroffener Fachausschüsse (z.B. Kultur, Sport, Wirtschaft) vorgesehen?
Wenn nein, warum nicht?
4.
Wie soll sichergestellt werden, dass sich betroffene Fachbereiche abseits des FB
Gesundheit aktiv an der Umsetzung der Hitzeschutzmaßnahmen beteiligen? Wie soll
hier Verbindlichkeit hergestellt werden?
5.
Welche Maßnahmen hat der Fachbereich Sport bisher im Bereich des Hitzeschutzes
ergriffen? Erfolgt beispielsweise eine proaktive Aufklärung der Sportvereine, ggf. in
Koordination mit dem Stadtsportbund oder weiteren Partnern?
6.
Welche
Maßnahmen
hat
der
Fachbereich
Wirtschaft,
Wissenschaft
und
Digitalisierung bisher im Bereich des Hitzeschutzes ergriffen? Ist das Thema
Hitzeschutz, insbesondere der Beschäftigten, beispielsweise regelmäßiges Thema in
der Bestandspflege?
7.
Warum wurde entgegen der damaligen Ankündigung die Hitze-Hotline der BARMER
nicht in die städtische Informationspolitik einbezogen? Plant die Stadtverwaltung, dies
nachzuholen?
8.
Ist eine Antragstellung im Rahmen des Förderprogramms „Klimaanpassung in
sozialen Einrichtungen“ erfolgt? Wenn ja, von bzw. für welche/n Stellen der
Stadtverwaltung und mit welchen Maßnahmen? Wenn nein, warum nicht?
9.
Ist geplant die städtischen Informationen zum richtigen Verhalten bei Hitze in Leichte
Sprache zu übersetzen und/oder weitere Informationen zum Hitzeschutz in Leichter
Sprache bereitzustellen? Wenn ja, wann soll dies geschehen? Wenn nein, warum
nicht?

gez. Ferdinand Raabe
Fraktionsvorsitzender