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title: "Caritas Kolumbien koordiniert Nothilfe nach starkem Erdbeben im Westen Kolumbiens am 10. August 2026; 132 Tote, 2.000 Vermisste, Tausende verletzt."
sdDatePublished: "2026-08-11T17:06:00Z"
source: "https://www.caritas-international.de/newsletter-landingpages/2026/kolumbien-erdbeben-lp"
topics:
  - name: "charity"
    identifier: "medtop:20000818"
locations:
  - "Ecuador"
  - "Panama"
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Caritas Kolumbien koordiniert Nothilfe nach starkem Erdbeben im Westen Kolumbiens am 10. August 2026; 132 Tote, 2.000 Vermisste, Tausende verletzt.

Schweres Erdbeben in Kolumbien | Ihre Spende hilft

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Ein schweres Erdbeben der Stärke 7,4 hat am 10. August 2026 weite Teile Kolumbiens erschüttert. Mindestens 132 Menschen kamen ums Leben, zahlreiche weitere wurden verletzt. Häuser, Schulen, Gesundheitseinrichtungen und wichtige Verkehrsverbindungen wurden beschädigt oder zerstört. Caritas stellt 50.000 Euro Soforthilfe bereit.

Caritas bereitet Nothilfe für die vom Erdbeben betroffenen Menschen in Kolumbien vor. Helfen Sie mit Ihrer Spende.

Jetzt für die Menschen in Kolumbien spenden

Suche nach Überlebenden hat oberste Priorität

Nach dem schweren Erdbeben in Kolumbien haben Caritas-Teams in den besonders schwer betroffenen Regionen im Westen des Landes ihren Einsatz gestartet. Zusammen mit freiwilligen Helferinnen und Helfern aus den örtlichen Kirchengemeinden unterstützen sie die betroffene Bevölkerung. Gemeinsame Einsatzleitstellen wurden in Bogotá, Quibdó, Armenia und Cali eingerichtet, um die Hilfe für die Betroffenen und Gebiete zu koordinieren. Besonders dringend sind die medizinische Versorgung, sauberes Trinkwasser, Lebensmittel und ein sicherer Platz zum Schlafen für die Überlebenden. Caritas international, das Hilfswerk der deutschen Caritas, unterstützt die Soforthilfe der Caritas Kolumbien in einem ersten Schritt mit 50.000 Euro.

Jetzt zählt schnelle und zielgerichtete Hilfe. Die Menschen müssen aus den Trümmern gerettet und medizinisch versorgt werden. Gleichzeitig dürfen wir diejenigen nicht aus dem Blick verlieren, die bislang von der Außenwelt abgeschnitten sind. Wir hoffen es gelingt uns, schnell bei den Menschen zu sein, da die Caritas und die kirchlichen Gemeinden diese Regionen gut aus ihrer täglichen Arbeit kennen.

Jonas Brenner, koordiniert die Caritas-Hilfen in Lateinamerika

Das Erdbeben ereignete sich am 10. August 2026 um 7:34 Uhr Ortszeit und hatte eine Stärke von 7,4 . Das Epizentrum lag nach vorläufigen Angaben des kolumbianischen Geologischen Dienstes (SGC) nahe San José del Palmar im Departamento Chocó. Die Erschütterungen waren in großen Teilen des Westens und Zentrums Kolumbiens sowie in weiteren Regionen des Landes zu spüren. Auch aus den Nachbarländern Ecuador und Panama wurde das Beben gemeldet.

Nach aktuellen Berichten kamen mindestens 132 Menschen ums Leben, mehr als 500 wurden verletzt. 2000 werden vermisst . Im Departamento Chocó ist die Lage besonders schwer einzuschätzen. Das Epizentrum liegt in einer schwer zugänglichen Region. Unterbrochene Kommunikationswege und schwierige Verkehrsverbindungen erschweren die Erfassung der Schäden und den Zugang zu betroffenen Gemeinden .

Auch aus Städten wie Cali, Pereira und Manizales werden Schäden und Rettungseinsätze gemeldet.

Durch das Erdbeben wurden Wohngebäude, öffentliche und private Einrichtungen, religiöse Gebäude, Bildungs- und Gesundheitseinrichtungen sowie Straßen und Brücken beschädigt. In mehreren Regionen kam es zu Einschränkungen der Mobilität und der Verkehrs- und Kommunikationsverbindungen.

Die Schadensaufnahme und die Rettungsarbeiten dauern an. Alle Angaben zu den Auswirkungen des Erdbebens sind daher vorläufig und können sich jederzeit ändern.

Die Situation in Kolumbien ist seit Jahren fragil

Kolumbien befindet sich seit langem in einem fragilen Übergang: Der Friedensvertrag beendete formell Jahrzehnte des Bürgerkriegs, doch in vielen Landesteilen bestehen Konflikte, Landkonflikte und soziale Spannungen fort. Menschen in ländlichen Regionen sind oft schutzlos ausgeliefert – Gewalt, Unsicherheit und die Folgen von internaler Vertreibung gehören zum Alltag. Gleichzeitig stellen Migrant*innen aus Nachbarländern eine weitere vulnerabel Gruppe dar, denn viele leben in prekären Verhältnissen und haben wenig Zugang zu staatlichen Leistungen.

Caritas international ist seit Jahren in Kolumbien aktiv, um Menschen in Konfliktgebieten zur Seite zu stehen: durch psychosoziale Begleitung, Schutz vor Gewalt, rechtliche Unterstützung und Projekte, die soziale Gerechtigkeit fördern. In Zusammenarbeit mit lokalen Partnern setzt Caritas sich für die Wahrnehmung von Menschenrechten ein, begleitet Opfer von Unrecht und stärkt Gemeinschaften im Friedensprozess.

Aktualisiert: 12. August 2026, 10:00 Uhr