Elmshorn Fighting Pirates verlieren 22:50 bei den Leipzig Lions in Leipzig; späte Aufholjagd scheitert, Moral bleibt trotz Rückstand.
Pirates zeigen Moral – Leipzig entscheidet Partie früh für sich – Fighting Pirates
Pirates zeigen Moral – Leipzig entscheidet Partie früh für sich
Die Elmshorn Fighting Pirates mussten sich am Samstag, den 8. August, auswärts bei den Leipzig Lions mit 22:50 geschlagen geben. Nach einer schwierigen ersten Halbzeit und einem deutlichen Rückstand zeigten die Pirates nach der Pause jedoch Moral, fanden offensiv besser in die Partie und kämpften bis zum Schluss weiter.
Bei sonnigem Sommerwetter erwischten zunächst die Gastgeber den besseren Start. Leipzig bewegte den Ball im ersten Drive konsequent über das Feld. Ein erster vermeintlicher Touchdown wurde zwar wegen einer offensiven Passbehinderung zurückgenommen, wenig später fand Lions-Quarterback Elliot Bodman jedoch Anton Doroshev in der Endzone. Nach erfolgreichem PAT stand es 7:0.
Die Pirates antworteten mit einem starken Return von Adehkeem Brown und arbeiteten sich anschließend mit Quincy Casey als Quarterback weit über das Feld. Elmshorn kam bis unmittelbar vor die Leipziger Endzone, konnte sich für den guten Drive aber nicht belohnen. Strafen warfen die Offense zurück, ehe Leipzigs Leon Lowak einen Pass von Casey abfing.
Dafür setzte die Elmshorner Defense direkt ein Ausrufezeichen. Die Pirates bauten tief in der Leipziger Hälfte enormen Druck auf. Schließlich missglückte den Lions unmittelbar vor der eigenen Endzone ein Snap, der ins Aus ging – Safety und die ersten zwei Punkte für Elmshorn. Nur noch 7:2.
Im zweiten Quarter gelang es den Lions jedoch zunehmend, die Kontrolle über die Partie zu übernehmen. Bodman fand Malachi Souvoui Ruffin zum nächsten Touchdown und Leipzig erhöhte auf 14:2. Ein weiterer Rückschlag folgte wenig später, als Elmshorn den Ball durch einen Fumble verlor. Leipzig nutzte die Gelegenheit sofort: Bodman bediente Jan Rubitzko, der zum 21:2 in die Endzone lief.
Noch vor der Pause schlug dieselbe Kombination ein weiteres Mal zu. Rubitzko fing seinen zweiten Touchdown und Leipzig erhöhte auf 28:2.
Die Pirates versuchten in den letzten Minuten der ersten Hälfte noch einmal alles. Casey brachte die Offense trotz zwischenzeitlich großer Distanz zu einem neuen First Down und überraschte Leipzig zudem mit einem Fake Spike. Elmshorn arbeitete sich weiter nach vorne, für Punkte reichte die Zeit vor der Pause allerdings nicht mehr.
So ging es mit einem deutlichen 28:2 für die Lions in die Kabinen.
Der Start in die zweite Hälfte machte die Aufgabe für die Pirates noch schwieriger. Ein Pass von Casey wurde von Malachi Souvoui Ruffin abgefangen, der den Ball direkt zum Pick Six in die Elmshorner Endzone zurücktrug. Nach dem PAT stand es 35:2.
Doch wer angesichts dieses Rückstands damit gerechnet hatte, dass sich die Pirates geschlagen geben würden, sah eine andere Elmshorner Mannschaft.
Die Offense kämpfte sich wieder nach vorne und griff dabei auch in die Trickkiste. Bei einem Fake Punt nahm Jalen Justice den Ball und erlief ein neues First Down. Wenig später hielt eine Roughing-the-Passer-Strafe gegen Leipzig den Drive zusätzlich am Leben. Schließlich fand Casey Benjamin Schühler in der Endzone – Touchdown Pirates!
Auch die Two-Point-Conversion saß: Casey bediente Benjamin Mau, der den Ball stark sichern konnte. Elmshorn verkürzte auf 10:35.
Leipzig hatte allerdings die passende Antwort und stellte durch einen weiteren Touchdown von Jan Rubitzko und den anschließenden PAT auf 42:10.
Wieder waren es die Pirates, die sich davon nicht entmutigen ließen. Adehkeem Brown brachte Elmshorn mit einem starken Return in eine gute Ausgangsposition. Als der Drive später bei einem vierten Versuch auf der Kippe stand, übernahm Casey selbst und holte das notwendige neue First Down.
Kurz darauf täuschte der Quarterback die Ballübergabe nur an, behielt den Ball und lief selbst in die Endzone. Touchdown Elmshorn! Die Two-Point-Conversion misslang diesmal, dennoch hatten die Pirates auf 16:42 verkürzt.
Zu Beginn des letzten Quarters erhöhte Leipzig durch Kevin Stelzer und eine erfolgreiche Two-Point-Conversion von Bodman auf 50:16.
Bei Elmshorn übernahm nun Jean-Pierre „Johnny“ Baatz auf der Quarterback-Position. Sein erster Drive endete zwar nach einem Fumble frühzeitig, die Pirates-Defense verhinderte anschließend jedoch weitere Leipziger Punkte und brachte die Offense wieder aufs Feld.
Und die sorgte noch einmal für Unterhaltung.
Zum zweiten Mal an diesem Nachmittag überraschte Elmshorn die Lions mit einem Fake Punt. Diesmal bekam Adehkeem Brown den Ball, lief quer über das Feld und holte unter dem Jubel der Elmshorner Sideline ein neues First Down.
Baatz führte die Offense anschließend weiter nach vorne. Finn David sorgte mit mehreren Läufen durch die Mitte für wichtige Yards und neue First Downs, während Baatz seine Receiver ins Spiel brachte.
Den Abschluss des Drives übernahm der Quarterback schließlich selbst. Baatz täuschte den Pass an, fand die Lücke und lief in die Leipziger Endzone. Mit dem dritten Elmshorner Touchdown der zweiten Hälfte verkürzten die Pirates auf 22:50.
Und selbst danach war noch nicht Schluss: Elmshorn versuchte es mit einem Onside Kick. Der erste Versuch von Joel Schütz sah zunächst tatsächlich erfolgreich aus, wurde allerdings wegen eines Offsides zurückgenommen. Beim zweiten Versuch sicherte Leipzig den Ball.
Die Schlussphase wurde anschließend noch einmal hektisch und war von mehreren Flaggen auf beiden Seiten geprägt. Nach seiner zweiten Strafe wegen unsportlichen Verhaltens wurde Elmshorns Alexander Prütz des Feldes verwiesen. Wenig später liefen die letzten Sekunden von der Uhr.
Am Ende stand ein 50:22 für die Leipzig Lions – ein Ergebnis, dessen Grundlage vor allem in der ersten Halbzeit gelegt wurde. Elmshorn ließ eine frühe Chance unmittelbar vor der Endzone liegen und leistete sich im weiteren Verlauf Ballverluste und Strafen, die Leipzig konsequent ausnutzte. Der Pick Six unmittelbar nach der Pause ließ den Rückstand schließlich auf 35:2 anwachsen.
Doch die zweite Hälfte zeigte auch eine andere Seite der Pirates. Drei Touchdowns, eine erfolgreiche Two-Point-Conversion, zwei gelungene Fake Punts und eine Mannschaft, die auch bei einem deutlichen Rückstand nicht aufgehört hat zu spielen.
Das Ergebnis in Leipzig ist deutlich. Aber ebenso deutlich war zu sehen: Die Pirates haben sich auch in einer schwierigen Partie nicht aufgegeben und bis zum letzten Spielzug weitergekämpft.
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