Greenpeace e.V. fordert Milliardärssteuer in Deutschland; 200 Milliarden Euro in 5 Jahren
Milliardärssteuer-Quiz - Greenpeace e.V. - Stand August 2026
- Wer in Deutschland arbeitet, zahlt bis zu 47,5% Einkommenssteuer. Wie hoch werden Milliardär:innen im Schnitt besteuert, deren Geld für sie “arbeitet”?
● Ebenfalls 47,5% ● 26% ● Bis zu 55%
- Welches dieser Länder hat eine Vermögenssteuer?
● Schweden ● Die Schweiz ● Griechenland
- Harte Arbeit oder Glück gehabt? Wieviel Prozent der Milliardär:innen in Deutschland haben ihr Vermögen geerbt oder geschenkt bekommen?
● 70 Prozent ● Die meisten haben es sich hart erarbeitet ● Die Hälfte
- Greenpeace fordert, Vermögen ab 100 Millionen Euro zu besteuern. Wie viele Menschen in Deutschland haben so viel Geld, dass sie von der Besteuerung betroffen wären?
● 1% der Bevölkerung ● 5% der Bevölkerung ● 0,01% der Bevölkerung
- Wie lange müsste ein durchschnittlicher Mensch in Deutschland leben, um so viel CO2 auszustoßen wie so mancher Milliardär in nur einem Jahr?
● 5 Jahre ● 800 Jahre ● 200 Jahre
- Wieviel Geld würde die Milliardärssteuer in Deutschland in den nächsten 5 Jahren einbringen?
● 50 Milliarden ● 800 Millionen ● 200 Milliarden
Milliardärssteuer-Quiz - Greenpeace e.V. - Stand August 2026 Antworten:
- 26 % sind richtig. Milliardär:innen zahlen in Deutschland effektiv nur ca. 26% Steuern und Abgaben. Also deutlich weniger als den Höchststeuersatz für Arbeitseinkommen. Das zeigt eine Studie vom Netzwerk Steuergerechtigkeit. Wie kann das sein? Milliardär:innen erzielen ihr Einkommen vor allem aus Kapitalerträgen. Diese Vermögenszuwächse werden in Deutschland deutlich geringer besteuert als Arbeitseinkommen. Grund dafür sind Steuerprivilegien und Sonderregelungen für Superreiche. Dadurch zahlen sie nicht den fairen Anteil ihres Einkommens zum staatlichen Steueraufkommen, sondern vergleichsweise viel weniger als die Mittelschicht. Kaum ein Industrieland besteuert Vermögen so gering und Einkommen so hoch wie Deutschland.
- In der Schweiz werden durch die Vermögenssteuer jährlich ca. 12 Milliarden Euro (= 11 Mrd. Franken) eingenommen. Das entspricht etwa 7% der gesamten Steuereinnahmen des Landes (Quelle: OECD). Neben der Schweiz haben in Europa auch Spanien und Norwegen eine Vermögenssteuer.
- 70% der Milliardenvermögen sind nicht durch eigene Arbeit entstanden, sondern wurden vererbt oder verschenkt. In Deutschland werden jedes Jahr bis zu 400 Milliarden Euro vererbt oder verschenkt, Tendenz steigend. Quelle: DIW Berlin
- 0,1‰ (Promille) ist richtig! Von einer Milliardärssteuer, die Vermögen ab 100 Millionen Euro betreffen würde, wären schätzungsweise etwa 5.000 Superreiche in Deutschland betroffen. Das macht 0,01% der Bevölkerung. Diese wenigen Menschen besitzen jedoch ca. 15% des gesamten Vermögens in Deutschland. Denn in Deutschland herrscht eine im internationalen Vergleich hohe Vermögensungleichheit (Quelle: DIW).
- 800 Jahre ist richtig! Wer extrem reich ist, hat meist einen absurd hohen CO2- Fußabdruck. Eine Analyse von 20 bekannten Milliardär:innen zeigt, dass sie durch ihren Lebensstil durchschnittlich mehr als 8.000 Tonnen Treibhausgasemissionen pro Jahr verursachen. Maßgeblich durch eigene Superyachten, Luxusautos und Privatjets (Barros & Wilk, 2021). Das ist mehr als 800 mal so viel, wie ein durchschnittlicher Mensch in Deutschland verbraucht (ca. 10 Tonnen). Oder anders: Ein durchschnittlicher Deutscher müsste mehr als 800 Jahre leben, um so viel Co2 zu emittieren wie so mancher Milliardär durch seinen Lebensstil in einem Jahr. Das ist übrigens nur die Spitze des Eisberges. Studien zeigen, dass die Geschäftstätigkeiten, also die Investitionen und Unternehmensbeteiligungen von Milliardär:innen, noch viel höhere CO2- Emissionen generieren.
- 200 Milliarden ist richtig! Greenpeace fordert, hohe Vermögen ab 100 Millionen Euro mit zwei Prozent zu besteuern. Das würde dem Staat in den nächsten 5 Jahren bis zu 200 Milliarden Euro einbringen, die für Klimaschutz und Zukunftsinvestitionen
dringend benötigt werden. Damit können wir den Bus- und Bahnverkehr ausbauen, ein 9-Euro-Ticket für alle ermöglichen, Schulen sanieren sowie Heizungen und Strom schneller auf erneuerbare Energien umstellen, was Energiekosten senkt. Das stärkt den Klimaschutz, entlastet bei den Lebenshaltungskosten und schafft zukunftsfähige Arbeitsplätze.