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title: "Greenpeace e.V. fordert Milliardärssteuer in Deutschland; 200 Milliarden Euro in 5 Jahren"
sdDatePublished: "2026-08-11T13:04:00Z"
source: "https://greenwire.greenpeace.de/system/files/2026-08/Milliard%C3%A4rssteuer-Quiz%20Stand%20August%202026.pdf"
topics:
  - name: "taxation policy"
    identifier: "medtop:20000620"
  - name: "environmental policy"
    identifier: "medtop:20000423"
  - name: "climate change"
    identifier: "medtop:20000418"
locations:
  - "Norway"
  - "Switzerland"
  - "Spain"
  - "Germany"
  - "Greece"
  - "Sweden"
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Greenpeace e.V. fordert Milliardärssteuer in Deutschland; 200 Milliarden Euro in 5 Jahren

Milliardärssteuer-Quiz - Greenpeace e.V. - Stand August 2026

1. Wer in Deutschland arbeitet, zahlt bis zu 47,5% Einkommenssteuer. Wie hoch
werden Milliardär:innen im Schnitt besteuert, deren Geld für sie "arbeitet"?

● Ebenfalls 47,5%
● 26%
● Bis zu 55%

2. Welches dieser Länder hat eine Vermögenssteuer?

● Schweden
● Die Schweiz
● Griechenland

3. Harte Arbeit oder Glück gehabt? Wieviel Prozent der Milliardär:innen in
Deutschland haben ihr Vermögen geerbt oder geschenkt bekommen?

● 70 Prozent
● Die meisten haben es sich hart erarbeitet
● Die Hälfte

4. Greenpeace fordert, Vermögen ab 100 Millionen Euro zu besteuern. Wie viele
Menschen in Deutschland haben so viel Geld, dass sie von der Besteuerung
betroffen wären?

● 1% der Bevölkerung
● 5% der Bevölkerung
● 0,01% der Bevölkerung

5. Wie lange müsste ein durchschnittlicher Mensch in Deutschland leben, um so
viel CO2 auszustoßen wie so mancher Milliardär in nur einem Jahr?

● 5 Jahre
● 800 Jahre
● 200 Jahre

6. Wieviel Geld würde die Milliardärssteuer in Deutschland in den nächsten 5
Jahren einbringen?

● 50 Milliarden
● 800 Millionen
● 200 Milliarden

Milliardärssteuer-Quiz - Greenpeace e.V. - Stand August 2026
Antworten:
1. 26 % sind richtig. Milliardär:innen zahlen in Deutschland effektiv nur ca. 26% Steuern
und Abgaben. Also deutlich weniger als den Höchststeuersatz für Arbeitseinkommen.
Das zeigt eine Studie vom Netzwerk Steuergerechtigkeit. Wie kann das sein?
Milliardär:innen erzielen ihr Einkommen vor allem aus Kapitalerträgen. Diese
Vermögenszuwächse werden in Deutschland deutlich geringer besteuert als
Arbeitseinkommen. Grund dafür sind Steuerprivilegien und Sonderregelungen für
Superreiche. Dadurch zahlen sie nicht den fairen Anteil ihres Einkommens zum
staatlichen Steueraufkommen, sondern vergleichsweise viel weniger als die
Mittelschicht. Kaum ein Industrieland besteuert Vermögen so gering und Einkommen so
hoch wie Deutschland.
2. In der Schweiz werden durch die Vermögenssteuer jährlich ca. 12 Milliarden Euro (=
11 Mrd. Franken) eingenommen. Das entspricht etwa 7% der gesamten
Steuereinnahmen des Landes (Quelle: OECD). Neben der Schweiz haben in Europa
auch Spanien und Norwegen eine Vermögenssteuer.
3. 70% der Milliardenvermögen sind nicht durch eigene Arbeit entstanden, sondern
wurden vererbt oder verschenkt. In Deutschland werden jedes Jahr bis zu 400
Milliarden Euro vererbt oder verschenkt, Tendenz steigend. Quelle: DIW Berlin
4. 0,1‰ (Promille) ist richtig! Von einer Milliardärssteuer, die Vermögen ab 100 Millionen
Euro betreffen würde, wären schätzungsweise etwa 5.000 Superreiche in Deutschland
betroffen. Das macht 0,01% der Bevölkerung. Diese wenigen Menschen besitzen
jedoch ca. 15% des gesamten Vermögens in Deutschland. Denn in Deutschland
herrscht eine im internationalen Vergleich hohe Vermögensungleichheit (Quelle: DIW).
5. 800 Jahre ist richtig! Wer extrem reich ist, hat meist einen absurd hohen CO2-
Fußabdruck. Eine Analyse von 20 bekannten Milliardär:innen zeigt, dass sie durch ihren
Lebensstil durchschnittlich mehr als 8.000 Tonnen Treibhausgasemissionen pro Jahr
verursachen. Maßgeblich durch eigene Superyachten, Luxusautos und Privatjets (Barros
& Wilk, 2021). Das ist mehr als 800 mal so viel, wie ein durchschnittlicher Mensch in
Deutschland verbraucht (ca. 10 Tonnen). Oder anders: Ein durchschnittlicher
Deutscher müsste mehr als 800 Jahre leben, um so viel Co2 zu emittieren wie so
mancher Milliardär durch seinen Lebensstil in einem Jahr. Das ist übrigens nur die Spitze
des Eisberges. Studien zeigen, dass die Geschäftstätigkeiten, also die Investitionen
und Unternehmensbeteiligungen von Milliardär:innen, noch viel höhere CO2-
Emissionen generieren.
6. 200 Milliarden ist richtig! Greenpeace fordert, hohe Vermögen ab 100 Millionen Euro
mit zwei Prozent zu besteuern. Das würde dem Staat in den nächsten 5 Jahren bis zu
200 Milliarden Euro einbringen, die für Klimaschutz und Zukunftsinvestitionen

dringend benötigt werden. Damit können wir den Bus- und Bahnverkehr ausbauen, ein
9-Euro-Ticket für alle ermöglichen, Schulen sanieren sowie Heizungen und Strom
schneller auf erneuerbare Energien umstellen, was Energiekosten senkt. Das stärkt
den Klimaschutz, entlastet bei den Lebenshaltungskosten und schafft zukunftsfähige
Arbeitsplätze.