---
title: "Anjes Tjarks, Verkehrssenator, Hamburg, neue Werbeverträge; bis zu 170 Werbeanlagen könnten wegfallen"
sdDatePublished: "2026-08-11T12:08:00Z"
source: "https://www.hamburg.de/politik-und-verwaltung/behoerden/bvm/aktuelles/pressemeldungen/neue-werbevertraege-der-freien-und-hansestadt-hamburg-1208086"
topics:
  - name: "advertising"
    identifier: "medtop:20000305"
  - name: "public transport"
    identifier: "medtop:20001362"
  - name: "environmental policy"
    identifier: "medtop:20000423"
  - name: "sustainability"
    identifier: "medtop:20001374"
  - name: "culture"
    identifier: "medtop:20000038"
  - name: "public officials"
    identifier: "medtop:20000596"
  - name: "public finance"
    identifier: "medtop:20000608"
  - name: "transport"
    identifier: "medtop:20000337"
  - name: "conservation"
    identifier: "medtop:20000420"
  - name: "public housing"
    identifier: "medtop:20001290"
locations:
  - "Hamburg"
---


Anjes Tjarks, Verkehrssenator, Hamburg, neue Werbeverträge; bis zu 170 Werbeanlagen könnten wegfallen

Mehr Nachhaltigkeit, mehr Komfort im Alltag, mehr Kultur und weniger Werbung im öffentlichen Raum

So erfolgt die Digitalisierung der Werbeanlagen weiterhin maßvoll, was zu einer Reduzierung der Gesamtzahl der Werbeanlagen führt („digital aber weniger“). Das bedeutet: Zusätzliche digitale Werbeanlagen dürfen nur errichtet werden, wenn dafür analoge Anlagen im Verhältnis 1:1,5 abgebaut werden. Nach bisheriger Planung könnten so – abhängig von der Genehmigungslage in den einzelnen Bezirken – bis zu 170 Anlagen wegfallen.

Mit folgenden Maßnahmen sorgt die FHH dafür, dass Werbung im öffentlichen Raum sowohl Einnahmen für die Steuerzahler sichert, als auch das Wohl und die Lebensqualität der Bürgerinnen und Bürger gesteigert werden.

Mehr Komfort und Sicherheit im Alltag: Auf Hamburger Gebiet gibt es aktuell rund 2.250 Fahrgastunterstände. In den Werbeverträgen wurde vereinbart, dass die Werbefirmen mindestens 400 neue Fahrgastunterstände (FGU) bauen, die Schutz vor Wind und Wetter bieten. Alle neuen Unterstände sind barrierefrei und mit altersgerechten Sitzmöbeln mit Rückenlehnen und Armstützen ausgestattet – das macht das Warten auf Bus und Bahn für alle angenehmer.

Nachhaltigkeit: Die ca. 2.250 Fahrgastunterstände der Stadt wurden von den renommierten Architekten Sir Norman Foster und André Poitiers entwickelt und von den Werbeunternehmen aufgestellt.

Sie wurden laufend gepflegt und unterhalten, so dass sie sich in einem guten Zustand befinden. Daher muss der Bestand nicht zurückgebaut werden, sondern kann für die neue Vertragslaufzeit vom Konzessionär übernommen und weiter betrieben werden.

Mehr Natur und Artenschutz: Zusätzlich zu den bereits vorhandenen sieben Fahrgastunterständen mit Gründach werden mindestens 100 der neuen Unterstände ebenfalls ein Gründach erhalten, welches jeweils das Stadtklima verbessert und Lebensraum für Pflanzen und Tiere schafft. Vogelschutzmarkierungen an allen neuen Anlagen tragen ebenfalls dazu bei, die Artenvielfalt zu unterstützen. Für kommende naturschutzrechtliche Vorgaben gilt: Die künftige Regelung zum Schutz von Tieren und Pflanzen vor nachteiligen Auswirkungen von Beleuchtungen (§ 41a BNatSchG) muss auch auf bestehenden digitalen Anlagen umgesetzt werden. Bestehende Anlagen können in der Regel aufgrund von statischen Erfordernissen nicht mit einem zusätzlichen Gründach ausgerüstet werden.

Weniger Werbung, mehr Rücksicht: Die Zahl der Werbeanlagen wird insgesamt reduziert. Digitale Werbeanlagen werden nur maßvoll eingesetzt und unterliegen strengen Regeln: Sie schalten sich nachts ab, leuchten weniger intensiv (zum Schutz von Insekten) und zeigen keine grellen oder ablenkenden Effekte.

Eigenwerbekontingente der Stadt werden ausgeweitet: Die Eigenwerbekontingente der Stadt bezogen sich bislang nicht auf die digitalen Werbeflächen, sondern nur auf die analogen. Dies wurde in den neuen Verträgen geändert, so dass die FHH insgesamt mehr Möglichkeiten für Eigenwerbung in Anspruch nehmen kann z. B. für die öffentlichen Unternehmen oder für Personalwerbung.

Mehr Kultur für alle: Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Förderung von Kultur und Gemeinwohl: Die Eigenwerbekontingente können auch für die von der FHH geförderten Kulturveranstaltungen eingesetzt werden. Kulturwerbetreibende profitieren weiterhin von hohen Rabatten von bis zu 90 Prozent auf den entsprechenden Werbeträgern.

Erhöhte Informationssicherheit für die Öffentlichkeit: Auf digitalen Werbeanlagen werden auch künftig zuverlässig amtliche Warn- und Gefahrenhinweise ausgespielt, um die Bevölkerung umfassend und zeitnah zu informieren. Zusätzlich werden auf Anlagen, die sich in Sichtbeziehung zu Denkmälern befinden, gezielt und regelmäßig Informationen zu den jeweiligen Denkmälern angezeigt. Damit wird sichergestellt, dass sowohl sicherheitsrelevante als auch denkmalbezogene Informationen für alle Bürgerinnen und Bürger jederzeit zugänglich sind.

Einschränkung von bestimmten Werbebotschaften: Die Stadt achtet darauf, dass Werbeinhalte den Leitlinien des Deutschen Werberates entsprechen und keine diskriminierenden, jugendgefährdenden oder extremistischen Botschaften verbreitet werden.

Stabile Einnahmen für wichtige Projekte: Trotz schwieriger Marktlage bleiben die Einnahmen aus der Werbung auf hohem Niveau. Die Höhe der Einnahmen ist umsatzabhängig und beträgt schätzungsweise ca. 30 Millionen Euro jährlich. Diese Gelder fließen direkt in städtische Projekte und die Verbesserung der Infrastruktur – davon profitieren alle Hamburgerinnen und Hamburger.

Transparenz und Fairness: Die Vergabe der Werberechte erfolgte in einem transparenten europaweiten Vergabeverfahren, das auch kleineren Unternehmen die Teilnahme am Vergabeverfahren ermöglicht hat.

Anjes Tjarks, Verkehrssenator: „Mit den neuen Werbeverträgen setzen wir in Hamburg ein klares Zeichen für mehr Lebensqualität, Nachhaltigkeit und kulturelle Vielfalt im öffentlichen Raum. Wir reduzieren die Zahl der Werbeanlagen, schaffen mehr Grün und fördern den Artenschutz – und gleichzeitig investieren wir in Komfort, Barrierefreiheit und Information für alle Hamburgerinnen und Hamburger. Die Fahrgäste des ÖPNV werden insbesondere von den 400 neuen Haltestellenhäuschen profitieren. Die Einnahmen aus der Werbung fließen direkt in wichtige städtische Projekte. So gestalten wir gemeinsam ein attraktives, lebenswertes und zukunftsfähiges Stadtbild.“

Insgesamt hebt die FHH das Niveau der Werbevergabe in vielen Punkten deutlich an und stellt gleichzeitig sicher, dass die Einnahmen für die Stadt stabil bleiben. Daneben steht die Förderung eines attraktiven und lebenswerten Stadtbildes im Vordergrund.

Digitale Groß-Screens (maximal 110) – DSM Deutsche Städte Medien GmbH

Digitale Klein-Screens (250) und City-Light-Poster-Vitrinen (1.470) in Verbindung mit Fahrgastunterständen (ca. 2.250 bestehende und mindestens 400 neue FGU) – Wall GmbH

Digitale Groß-Säulen (175) und City-Light-Säulen (590) – DSM Deutsche Städte Medien GmbH

Ganzstellen – 900), Klapprahmen (2.450) und Bauzaunwerbung – DSM Deutsche Städte Medien GmbH

Uhrensäulen (480) – DSM Deutsche Städte Medien GmbH

Behörde für Verkehr und Mobilitätswende Pressestelle Telefon: 040 42841 3211 E-Mail: pressestelle@bvm.hamburg.de Internet: www.hamburg.de

bvm Twitter, Instagram: @ bvm_hh

Bitte beachten Sie, dass dieser Inhalt automatisch übersetzt wurde.

Mehr Nachhaltigkeit, mehr Komfort im Alltag, mehr Kultur und weniger Werbung im öffentlichen Raum

Die Freie und Hansestadt Hamburg (FHH) hat die Werberechte im öffentlichen Raum erfolgreich neu vergeben. In einem transparenten Vergabeverfahren wurden die Zuschläge an die zum J. C. Decaux-Konzern gehörende Wall GmbH und die DSM Deutsche Städte Medien GmbH, welche Teil der Ströer-Gruppe ist, erteilt. Die neuen, umfangreich abgestimmten Werbekonzepte setzen verstärkt auf stadtbildgestalterische, ökologische und soziale Belange und gelten bis Ende 2041. Die Verträge gelten vorbehaltlich der Zustimmung der Bürgerschaft.

Sie lesen den Originaltext Leichte Sprache Gebärden­sprache Schließen Dummy placeholder

Zehn Jahre, fast 500 Kilometer Bilanz des Bündnisses für Rad- und Fußverkehr

Vor zehn Jahren haben sich Behörden, Bezirke und Landesbetriebe zusammengetan, um Hamburg für Radfahrende und Fußgänger spürbar besser zu machen. Heute zieht das Bündnis für den Rad- und Fußverkehr Bilanz.

Rahmenplan Domachse Neue Promenade für Hamburgs Innenstadt vorgestellt

Mit dem heute vorgestellten Rahmenplan Domachse legen die Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen und die Behörde für Verkehr und Mobilitätswende die Grundlage für die städtebauliche Weiterentwicklung einer der wichtigsten Wegeverbindungen der Hamburger Innenstadt.

Ausweichstrecken für den motorisierten Verkehr Sperrung der Kreuzung an der Sternbrücke für Brückenarbeiten

Am 17. Juli beginnen die Arbeiten zum Abbruch der Sternbrücke und zum Einhub der neuen Brücke. Die Kreuzung an der Sternbrücke wird bis 31. August für den motorisierten Verkehr voll gesperrt. Für die Ausweichstrecken des Kfz-Verkehrs sind während der Arbeiten umfangreiche Vorkehrungen getroffen.