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title: "Hochrangige EZB-Vertreter entsetzt über bilaterale Devisenmarkt-Intervention von Japan und USA in Tokio und Washington; Fed-Zinssenkung-Wahrscheinlichkeit steigt auf 56%"
sdDatePublished: "2026-08-11T07:10:00Z"
source: "https://www.haspa.de/content/dam/myif/haspa/work/dokumente/pdf/haspa/Devisentelegramm/2026/08-august/devisentelegramm-10082026.pdf?n=true"
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Hochrangige EZB-Vertreter entsetzt über bilaterale Devisenmarkt-Intervention von Japan und USA in Tokio und Washington; Fed-Zinssenkung-Wahrscheinlichkeit steigt auf 56%

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Devisentelegramm

Die Ausarbeitung informiert über allgemein bekannte Sachverhalte. Die Einschätzungen und Bewertungen reflektieren die Meinung des Verfassers und
ersetzen nicht eine individuelle und anlagegerechte Beratung. Bei der Ausarbeitung und Erhebung der Daten ist die größtmögliche Sorgfalt verwendet
worden. Die getroffenen Aussagen basieren auf Beurteilung / Einschätzung der Daten zum Zeitpunkt der Erstellung.
Herausgeber: Hamburger Sparkasse, Treasury / Devisenhandel.

10.08.2026
08:11
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Alle Kurse sind freibleibend. - Quelle: Bloomberg
Guten Morgen!
Hochrangige EZB-Vertreter zeigten sich im Laufe der letzten Woche entsetzt, nachdem es zu einem historischen
gemeinsamen Eingreifen der Notenbanken von Japan und USA in den Devisenmarkt kam, um den unter Druck
geratenen Yen zu stützen. Es war die erste bilateral zwischen Tokio und Washington abgestimmte Währungsin-
tervention seit Ende der 90er-Jahre. Die Europäer zeigten sich bestürzt, dass man erst nach der Intervention von
US-Finanzminister Scott Bessent informiert wurde. Dieser hatte die US-Notenbank Fed angewiesen, als Stüt-
zungsmaßnahme Euro zu verkaufen, um Yen zu kaufen. Das Vorgehen wurde als „sehr auffällig“ und „bedauer-
lich“ betitelt, denn normalerweise haben die USA bei einer solchen Intervention US-Dollar eingesetzt – man sehe
dies als „beispiellosen Bruch“ in der langjährigen Zusammenarbeit westlicher Notenbanken, in welcher in der
Vergangenheit viel Wert auf gegenseitiges Vertrauen und eine enge Koordination gelegt wurde. Die Situation
führte zu Spekulationen bei Marktbeobachtern, die USA wollten so Japan davon abhalten, zur Währungsstützung
im großen Stil US-Staatsanleihen zu verkaufen.
Nachdem die Auftragseingänge der deutschen Industrie letzte Woche noch positiv überrascht hatten, sah es bei
der Industrieproduktion nicht mehr ganz so rosig aus. Die am Freitag publizierten Zahlen zeigten einen mauen
Zuwachs von lediglich 0,2% auf Monatsbasis, nachdem der Vormonatswert noch bei 0,9% gelegen hatte.
Enttäuschende US-Arbeitsmarktdaten sorgten am Freitagnachmittag für Bewegung an den Märkten, belasteten
den US-Dollar und katapultierten das Währungspaar EURUSD um knapp 50 Basispunkte nach oben. Die Zahl
der Beschäftigten ist im Juli unerwartet um 23.000 gesunken, wie das Arbeitsministerium mitteilte, während Volks-
wirte mit einem Zuwachs von 80.000 Stellen gerechnet hatten. Zusätzlich wurde der Beschäftigungsaufbau der
beiden Vormonate um insgesamt 103.000 Stellen nach unten revidiert. Erstaunlicherweise sank die getrennt er-
mittelte Arbeitslosenquote um 0,1% von 4,2% auf 4,1%. LBBW-Ökonom Dirk Chlench fasste die Daten mit den
Worten zusammen: „Der US-Arbeitsmarktbericht für Juli war in nahezu allen Belangen enttäuschend.“ Damit se-
hen sich jene Marktakteure bestätigt, welche prognostizierten, dass die Fed im weiteren Jahresverlauf keine Leit-
zinserhöhungen vornehmen wird. Laut dem FedWatch-Tool der Optionsbörse CME stieg damit die Wahrschein-
lichkeit einer US-Zinssenkung im September von 45% auf 56%.

EURUSD zeigt sich gestärkt bei 1,1555 USD. Im weiteren Kursanstieg liegt die nächste nahe Hürde bei 1,1630
USD, während auf der Unterseite Halt um 1,1480 USD gefunden werden kann.
EURGBP liegt bei 0,8560 GBP. Die Marken 0,8460 GBP und 0,8690 GBP bleiben weiterhin intakt.
EURCHF startet um 0,9345 CHF. Der bekannte Korridor zwischen 0,9250 und 0,9395 CHF bleibt intakt.
EURJPY beginnt bei 182,95 JPY. Abgebende Notierungen könnten Halt um 181,00 JPY finden, wohingegen um
184,95 JPY ein Widerstand lauern könnte.

Heutige Daten
Quelle: Bloomberg
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Zeitraum Konsens
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EZ
sentix-Investorenvertrauen
Aug
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