Herren gewinnen Weltmeisterschaft in Bhubaneswar und Rourkela, Indien; Dreimal 0:2 in KO-Phasen gedreht

Der Rückblick auf die letzten Weltmeisterschaften: Gold für die Herren, Aufbruchsstimmung bei den Damen

Der Deutsche Hockey-Bund e. V. (DHB) ist der Dachverband für Hockey in Deutschland mit Sitz im Hockeypark in Mönchengladbach. Der DHB ist der Zusammenschluss der deutschen Hockeyvereine, die in den 15 Landeshockeyverbänden organisiert sind. Zuständig ist der Deutsche Hockey-Bund außerdem für die deutschen Hockeynationalmannschaften.

Der Deutsche Hockey-Bund ist Mitglied im Deutschen Olympischen Sportbund, sowie im Welthockeyverband FIH (Fédération Internationale de Hockey) und im europäischen Hockeyverband EH (European Hockey Federation). Der Deutsche Hockey-Bund (DHB) hat das Zertifikat des Nachhaltigkeitsstandards sustainAssociation in der Auszeichnungsstufe „Silber“ von Dekra überreicht bekommen. Der durch die DEKRA entwickelte Standard sustainAssociation bewertet die Verankerung von Nachhaltigkeit in Sportverbänden entlang ökologischer, sozialer und governance-bezogener Kriterien.

Der Rückblick auf die letzten Weltmeisterschaften: Gold für die Herren, Aufbruchsstimmung bei den Damen

Die letzten Weltmeisterschaften der Damen und Herren waren für den Deutschen Hockey-Bund Turniere der Emotionen, der großen Geschichten und der sportlichen Erfolge. Während die Herren in Indien mit einer historischen Comeback-Serie den Weltmeistertitel gewannen, sammelten die Damen wichtige Erfahrungen auf höchstem internationalem Niveau und legten den Grundstein für die kommenden Großereignisse, wie den beiden folgenden Heim-Europameisterschaften.

Die Herren: Eine Weltmeisterschaft für die Geschichtsbücher

Die WM in Bhubaneswar und Rourkela entwickelte sich zu einem der größten Erfolge der deutschen Hockey-Geschichte. Das Team von Bundestrainer André Henning überzeugte nicht nur durch spielerische Qualität, sondern vor allem durch eine außergewöhnliche mentale Stärke. Dreimal in Folge drehte Deutschland in der K.o.-Phase einen 0:2-Rückstand.

Im Viertelfinale gegen England schien das Aus bereits besiegelt. Doch die Brüder Mats und Tom Grambusch trafen in den Schlussminuten zum 2:2, ehe der eingewechselte Torhüter Jean-Paul Danneberg im Penalty-Shootout zum Helden wurde.

Noch dramatischer verlief das Halbfinale gegen Australien. Nach einem 0:2-Halbzeitrückstand kämpften sich die HONAMAS zurück. Gonzalo Peillat erzielte einen Hattrick, bevor Niklas Wellen fünf Sekunden vor Schluss den umjubelten Siegtreffer zum 4:3 markierte.

Im Finale gegen Belgien zeigte die Mannschaft erneut ihre Comeback-Qualitäten. Nach einem frühen 0:2-Rückstand drehte das deutsche Team die Partie zwischenzeitlich auf 3:2. Belgien glich kurz vor Schluss aus, doch im Penalty-Shootout behielt Deutschland die Nerven. Danneberg parierte erneut entscheidend und sicherte den dritten deutschen WM-Titel nach 2002 und 2006.

Niklas Wellen wurde zum Spieler des Turniers gewählt und avancierte gemeinsam mit Peillat, den Grambusch-Brüdern und den Torhütern Stadler und Danneberg zu einem der Gesichter des WM-Siegs.

Die Damen: Wichtige Entwicklungsschritte auf internationalem Topniveau

Auch die deutschen Damen blickten auf eine Weltmeisterschaft zurück, die wertvolle Erkenntnisse für die Zukunft brachte. Bei der WM 2022 in Spanien und den Niederlanden präsentierte sich das Team konkurrenzfähig gegen die internationale Spitze und unterstrich seine Entwicklung auf dem Weg zu den nächsten Großturnieren.

Die DANAS überzeugten mit großem Einsatz, einer stabilen Teamstruktur und zahlreichen starken Einzelaktionen. Mit guter Defensive spielten die deutschen Damen auf dem Weg in das Halbfinale und hatten vor dem Duell gegen Argentinien dreimal zu Null gespielt. Zwar blieb der ganz große Coup aus, dennoch zeigte die Mannschaft, dass sie zu den etablierten Nationen im Welthockey gehört und das Potenzial besitzt, in den kommenden Jahren wieder, um Medaillen mitzuspielen.

Besonders die Mischung aus erfahrenen Führungsspielerinnen und jungen Talenten machte deutlich, dass die deutsche Frauen-Nationalmannschaft auf einem guten Weg ist. Die bei der WM gewonnenen Erfahrungen bildeten eine wichtige Grundlage für die Heim-Europameisterschaft 2023 in Mönchengladbach und die Qualifikation für die Olympischen Spiele in Paris.

Schopman: “Wir haben sehr hart an unseren Baustellen gearbeitet und wir wissen, wir können konstant hohe Leistungen bringen.”

Kurz vor dem WM-Start spricht Bundestrainerin Janneke Schopman über die WM-Vorbereitung, besondere Duelle in der DANAS-Gruppenphase und ihren Coaching-Ansatz.

Henning: “Wir wollen unter Druck stark sein, also dann besonders eng zusammenrücken, wenn es andere Teams unter Stress auseinander reißt.”

Kurz vor dem WM-Start spricht Bundestrainer André Henning über die aktuelle Stimmung in der Herren-Nationalmannschaft, die Herausforderungen bei der WM und seinen Führungsansatz.

Hockey-WM 2026: Das ist der Kader der Herren-Nationalmannschaft

Bundestrainer André Henning hat den Kader der deutschen Herren-Nationalmannschaft für die Weltmeisterschaft in Belgien und den Niederlanden (15.-30. August) bekanntgegeben. Im 20-köpfigen Aufgebot sind unter anderem neun amtierende Weltmeister von 2023 und 13 amtierende Europameister von 2025 dabei.

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