Schweiz, 15–74-Jährige in Haushalten mit Kindern, risikoreicher Substanzkonsum; Rückgang von 28,9% auf 25,3%.

Risikoreicher Substanzkonsum von Personen in Haushalten mit Kindern | MonAM | BAG

Risikoreicher Substanzkonsum von Personen in Haushalten mit Kindern

Im Jahr 2022 wiesen in der Schweiz 25,3% der 15- bis 74-jährigen Personen in Haushalten mit Kindern einen risikoreichen Substanzkonsum auf. Das kann ein Elternteil, ein älteres Geschwister oder eine andere Person sein, die mit einem Kind im selben Haushalt lebt. Dieser Anteil ist gegenüber 2017 (28,9%) zurückgegangen. Im Jahr 2022 haben 12,3% der Personen (Alter: 15–74 Jahre) in Haushalten mit Kindern Alkohol in einem risikoreichen Ausmass konsumiert und 15,2% täglich Tabak geraucht.

Über alle Substanzen hinweg wiesen Männer in den entsprechenden Haushalten häufiger einen risikoreichen Substanzkonsum auf als Frauen.

Dieser Indikator ist Teil des Monitoringsystems Sucht und NCD (MonAM) des Bundesamtes für Gesundheit (BAG).

Die körperliche und emotionale Entwicklung von Kindern kann durch risikoreichen Substanzkonsum von Eltern, Geschwistern oder anderen Personen im selben Haushalt beeinträchtigt werden. Kinder aus Familien mit risikoreichem Substanzkonsum sind daher eine wichtige Zielgruppe für Präventions- und Unterstützungsmassnahmen.

Studien zeigen, dass Kinder aus Familien mit risikoreichem Substanzkonsum der Eltern ein erhöhtes Risiko haben, als Erwachsene eine eigene Suchtproblematik zu entwickeln. Einstellungen und Verhaltensweisen zum Konsum von Suchtmitteln werden zu einem grossen Teil durch das gemeinsame Familienleben von den Eltern an ihre Kinder vermittelt (Vorbildfunktion der Eltern). Zudem können genetische Faktoren dazu führen, dass risikoreicher Substanzkonsum in gewissen Familien gehäuft auftritt (Hümbelin et al., 2020).

Die Belastungen für die Kinder sind je nach Substanz, welche die Bezugspersonen risikoreich konsumieren, sehr unterschiedlich. Vergleiche der Werte für unterschiedliche Substanzen sollten mit Vorsicht vorgenommen werden. Aufgrund des Stichproben- und Befragungsdesigns sind die berichteten Werte nicht als Anteil betroffener Kinder oder Haushalte zu verstehen. Sie beziehen sich auf befragte Personen in Haushalten mit Kindern. Der Anteil betroffener Kinder in der Schweiz wird damit wahrscheinlich unterschätzt. Die Vergleiche zwischen Substanzen, soziodemografischen Gruppen und über die Zeit liefern dennoch wichtige Hinweise auf Unterschiede in der potenziellen Belastung von Kindern durch risikoreichen Substanzkonsum im Haushalt und deren Entwicklung über die Zeit.

Dieser Indikator wurde auf Basis der Daten der Schweizerischen Gesundheitsbefragung (SGB, n 2022 ≈ 22 000) berechnet und wird alle fünf Jahre aktualisiert.

Er gibt den Anteil der 15- bis 74-jährigen Personen an, der in einem Privathaushalt mit mindestens einem Kind unter 15 Jahren lebt und einen risikoreichen Substanzkonsum aufweist. Das kann ein Elternteil, ein älteres Geschwister oder eine andere Person zwischen 15 und 74 Jahren sein, die im selben Haushalt lebt.

Ein risikoreicher Substanzkonsum liegt vor, wenn mindestens eine der folgenden Verhaltensweisen zutrifft:

Bundesamt für Statistik (BFS): Schweizerische Gesundheitsbefragung

Hümbelin, O. et al. (2020). Kinder aus Familien mit risikoreichem Substanzkonsum . Berner Fachhochschule, Bern: Studie .

Bundesamt für Gesundheit (BAG): Problematischer Alkoholkonsum

Kinder aus Familien mit risikoreichem Substanzkonsum (2020). Bundesamt für Gesundheit (BAG), Bern: Faktenblatt .

Klein, M. et al. (2008). Kinder aus suchtbelasteten Familien . Bundesministerium für Gesundheit, Berlin: Publikation .

Bundesamt für Gesundheit BAG Tel. +41 58 462 95 05 media@bag.admin.ch

Tel. +41 58 463 60 45 obsan@bfs.admin.ch https:

BAG & Obsan ( 2026 ). Risikoreicher Substanzkonsum von Personen in Haushalten mit Kindern ( MonAM-Indikator ). https:

Konsum illegaler Substanzen (ohne Cannabis; Alter: 15–64)

Episodisch risikoreicher Alkoholkonsum (Alter: 15+)

Chronisch risikoreicher Alkoholkonsum (Alter: 15+)

MonAM ist ein Kooperationsprojekt von BAG und Obsan.