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title: "Schweden verbietet PFAS in Alltagsprodukten; Verbot gilt ab 2028"
sdDatePublished: "2026-08-11T09:07:00Z"
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Schweden verbietet PFAS in Alltagsprodukten; Verbot gilt ab 2028

Schweden verbietet PFAS in Alltagsprodukten – infosperber

Das schwedische Parlament (Riksdag). © Depositphotos

Schweden verbietet PFAS in Alltagsprodukten

11.08.2026 Das nordische Land folgt Frankreich und Dänemark, wo in diesem Jahr ebenfalls PFAS-Verbote in Kraft traten.

2027 will die Europäische Union Gesetzesvorschläge für ein PFAS-Verbot vorlegen. Einigen Ländern dauert das zu lange. Schweden will PFAS in Alltagsprodukten wie Küchengeräten, Kleidung und Kosmetika bereits ab 2028 verbieten. Das kündigte die schwedische Regierung am 23. Juli an.

«Schweden hat nicht die Absicht, tatenlos zuzusehen, wie sich ‹ewige Chemikalien› weiterhin in unseren Haushalten, in der Natur und in unseren Körpern ausbreiten», sagte die schwedische Umwelt- und Klimaministerin Romina Pourmokhtari. «Per- und Polyfluoralkylsubstanzen haben in Alltagsprodukten nichts zu suchen, wenn es wirksame Alternativen gibt.»

Die Akzeptanz für das Verbot sei hoch, berichten mehrere Medien. Durch lokale Skandale wie im Ort Kallinge, wo die Bevölkerung erheblich mit PFAS belastet ist, ist die schwedische Bevölkerung sensibilisiert. Organisationen wie Chem Trust begrüssten den nationalen Alleingang.

Frankreich und Dänemark als Vorreiter

Auch andere Länder haben einem möglichen EU-weiten PFAS-Verbot bereits vorgegriffen. Frankreich verbietet seit Anfang 2026 PFAS in Alltagsprodukten wie Kleidung, Schuhen, Kosmetika, Skiwachs und Imprägniermitteln. PFAS in Küchenutensilien bleiben hingegen weiter erlaubt – ein Erfolg der Lobbyisten, sagen Kritiker .

Dänemark verbietet seit Anfang 2026 PFAS in Kleidern, Schuhen und Imprägniersprays. Entsprechende Produkte dürfen noch bis Ende des Jahres abverkauft werden. PFAS in Lebensmittelverpackungen aus Papier und Pappe wie Pizzakartons sind in Dänemark bereits seit 2020 verboten. 2025 kamen mehrere PFAS-haltige Pestizide hinzu.

In der Schweiz wurde eine Motion des Grünen-Politikers Felix Wettstein (SO) zum Verbot von PFAS in Lebensmittelverpackungen 2023 abgelehnt . Der Bundesrat verwies auf mehrere andere Gesetzesvorhaben zur Regulierung von PFAS. Darunter ein Postulat der Grünliberalen Tiana Moser , eine Motion von Marianne Maret (Mitte) und nicht zuletzt das laufende Gesetzgebungsverfahren der EU, das man abwarten wolle.

«Grosser Erfolg»: Schweden will PFAS in Alltagsprodukten vor EU verbieten – Euronews am 24. Juli 2026

PFAS: Dänemark verbietet 23 Pestizide – Infosperber am 21. Juli 2025

Frankreich verbietet PFAS in mehreren Alltagsprodukten – Infosperber am 4. März 2025

Motion gegen PFAS in Fast-Food-Verpackungen – Infosperber am 29. November 2021

Ein schwedisches Dorf ertrinkt in PFAS – Infosperber am 3. Juli 2025

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