Patientin berichtet über Erfahrungen in Schön Klinik Roseneck, Prien am Chiemsee; Entlassung trotz mehrmonatigem Aufenthalt löst Wut aus
Erfahrungen mit Schön Klinik Roseneck in Prien am Chiemsee, Bayern, 11.08.2026
Schöne Klinik mit kompetenten Fachkräften
Super wohnliche und gut ausgestattete Zimmer. Man kann es sich hier wirklich schön machen. Das therapeutische Team ist fachlich wirklich sehr kompetent und unterstützt so gut sie können bei jeder Angelegenheit. Bei organisatorischen Angelegenheiten hilft auch immer der Schön Komfort. Es gibt für alles immer eine Lösung und jemanden, der helfen kann. Man ist hier wirklich nie allein. Das ganze Konzept der Klinik ist sehr durchdacht und es wird wirklich auf die Person geschaut, was der individuellen Person helfen kann, um eine erfolgreiche Behandlung zu bekommen. Riesenpluspunkt ist natürlich die super Lage, wenn man hier nicht gesund wird wo dann?
Habe mich leider sehr unwohl gefühlt und trotz mehreren Monaten Aufenthalt nichts mitgenommen
Ich war mehrere Monate in der Schön Klinik Roseneck zur Behandlung einer starken restriktiven Essstörung. Leider muss ich sagen, dass mir der Klinikaufenthalt nichts als Frust gebracht hat. Auf der Komplexstation habe ich mich menschlich und fachlich sehr gut aufgehoben gefühlt, aber auf der offene Station A5 war es leider genau das Gegenteil. In mehrere Aspekten hatte ich leider nicht wirklich das Gefühl, dort ernst genommen zu werden. Vom Chefarzt fühlte ich mich mehrmals sehr übergangen und von den Co-Therapeuten teilweise als lächerlich und erniedrigt dargestellt. Mein Bezugstherapeutin war zwar super, aber das als alleiniger Grund zu Weiterempfehlung ist irgendwie etwas wenig, weil die könnte ja auc woanders arbeiten. Natürlich ist die Lage am See schön und Verpflegung auch ok, aber das ist halt nicht das, was wirklich zählt. Außerdem hatte ich das Gefühl, dass leider sehr wenig mental und sehr viel nur körperlich gearbeitet wird. Daher habe ich leider nicht wirklich etwas aus der Klinik mitgenommen, was ich nicht auch hätte zuhause erreichen können. Sie haben mich mit den Worten entlassen, dass ich mich ja wieder anmelden könne. Das macht mich absolut wütend und fassungslos. Warum entlässt man mich dann? Damit wird einzig und allein die kranke Stimme bestärkt. Außerdem keine Offenheit für Neurodivergenz wie Autismus und Zusammenspiel mit Essstörung.
Vor 13 Jahren war ich erstmals wegen Depressionen und allgemeinen Ängsten in der Klinik Roseneck. Damals war ich zu 100% mit der Klinik zufrieden. Die Klinik ist seit damals sehr groß geworden, hat ihr Patientenvolumen fast verdoppelt. Das hatte natürlich Auswirkungen auf die Wartezeit für bestimmte Gruppn, die nicht so oft angeboten worden. Ansonsten liegt es an jedem selbst, was er aus den Angeboten, die gemacht werden, annimmt und wie er sich einbringt. Besonders positiv möchte ich die Klettertherapie und auch die physikalische Abteilung hervorheben. Was mir weniger gefallen hat war das Essen. Natürlich war eine enorme Auswahl da. Das Essen wurde dieses Mal von einem Caterer woanders gekocht, dann angeliefert und in der Klinik wieder erwärmt. Das war 2013 total anders. Da gab es einen Chefkoch und das Essen wurde in der Klinik gekocht und war ausgesprochen gut und schmackhaft. Der Umweltschutz könnte größer geschrieben werden. Warum werden nicht Salz- und Pfefferstreuer auf die Tische gestellt, wie früher üblich, anstatt dass jede Portion Salz, Pfeffer oder was auch immer extra abgepackt wurde und sich die Verpackungen so zu einem riesigen Berg Abfall auftürmten. Auch die Salatsoßen waren einzeln abgepackt und maschinell hergestellt, nicht wie damals in großen Kannen mit einem Schöpflöffel, so dass man u.a. weniger Abfall hätte. Sauberkeit sollte in einer Klinik groß geschrieben werden. Als unsere Raumpflegerin erkrankte, wurde unsere Station für 14 Tage nur ärmlich gesäubert. Was ich als ausgesprochen positiv erwähnen möchte, ist die Landschaft. Sie macht für mich einen großen Anteil an der Therapie aus. Trotz der negativen Aspekte würde ich diese Klinik sofort wieder aufsuchen, denn die Therapiesitzungen waren überwiegend richtig gut, wobei es für mich gut wäre, wenn die Therapeuten konsequenter in den Gruppensitzungen eingreifen würden, wenn im Blitzlichgt wieder zu lange “erzählt” würde.
r „Wölkchen3“, vielen Dank, dass Sie sich die Zeit genommen haben, Ihre Erfahrungen in unserer Klinik so ausführlich mit uns zu teilen. Es freut uns sehr, dass Sie unsere therapeutischen Angebote – insbesondere die Klettertherapie und die physikalische Abteilung – als hilfreich erlebt haben und sich grundsätzlich erneut für einen Aufenthalt in unserer Klinik entscheiden würden. Auch Ihre wertschätzenden Worte zur landschaftlichen Lage der Klinik und deren unterstützender Wirkung auf den therapeutischen Prozess bedeuten uns viel. Gleichzeitig danken wir Ihnen für Ihre differenzierten Hinweise. Dass unsere Klinik gewachsen ist und sich dies unter anderem in längeren Wartezeiten bei bestimmten Gruppenangeboten zeigt, nehmen wir aufmerksam auf. Wir prüfen bereits, wie wir unsere organisatorischen Abläufe in diesem Bereich weiter verbessern können. Auch Ihre Anmerkungen zum Essen, zu Umweltaspekten – insbesondere zur Menge an Verpackungsmaterial – sowie zur Sauberkeit, vor allem während der Phase der Krankheitsvertretung, sind für uns wichtige Hinweise. Diese Rückmeldungen nehmen wir zum Anlass, gemeinsam mit den zuständigen Bereichen konkrete Verbesserungsmöglichkeiten zu prüfen. Ebenso ist Ihr Wunsch nach einer noch klareren Strukturierung von Gruppensitzungen durch unsere Therapeutinnen und Therapeuten ein wertvoller Impuls für die Weiterentwicklung unserer gruppentherapeutischen Angebote. Wir danken Ihnen herzlich für Ihr Vertrauen, Ihre offene Rückmeldung und Ihre differenzierte Einschätzung. Für Ihren weiteren Weg wünschen wir Ihnen alles Gute. Ihre Schön Klinik Roseneck
Therapie top - Sauberkeit Flop
Das war mein 2. Aufenthalt auf der C1. Ich bin glücklicherweise wieder zu meiner Bezugstherapeutin vom 1. Aufenthalt gekommen, eine unfassbar gute, lebhafte, verständnisvolle und fordernde Therapeutin, obwohl sie noch ziemlich jung ist. Alle Therapeut:innen dieser Station sind jung und richtig gut, aber meine sticht hervor. Leider wurde sie auf die Jugendstation versetzt, was mir (und auch anderen Patient:innen, die bei ihr waren) sehr zu schaffen gemacht hat. Zum Glück war ein Ende meines Aufenthaltes schon in Sicht, so ein Wechsel ist doch ein ziemlich großer Bruch. Es gab leider viele Wechsel im therapeutischem Team, was für einige Unruhe gesorgt hat. Die Sauberkeit und Hygiene lässt SEHR zu wünschen übrig. Die Zummer bekommen nach Patientenwechsel keine (!) Grundreinigung, die Zimmer werden 3x die Woche “gereinigt” - höchstens 5 mins pro Zimmer, es wird alles mit demselben Lappen (Toilette, Waschbecken, Spiegel) abgewischt, ein Lappen für alle Zimmer. In den Treppenhäusern und Fluren sammelt sich der Staub und Schmutz. Die Markisen der Zimmer zur Südseite waren über Monate kaputt und wurden nicht repariert. Es hieß immer “wir kümmern uns” (Aussage von Schön Komfort), aber nichts dergleichen geschah. Die Zimmer waren unerträglich heiß. Ein großes Danke an die Mitpatientinnen, es wurde lebhaft gespielt, geredet, geweint, in den Arm genommen. Therapeutisch eine richtig gute Klinik, das Drumherum muss unbedingt verbessert werden.
r „Nixi213“, vielen Dank, dass Sie Ihre Erfahrungen in unserer Klinik so ausführlich und differenziert schildern – gerade auch im Vergleich zu Ihrem ersten Aufenthalt. Wir freuen uns sehr über Ihr positives Feedback zur therapeutischen Arbeit, zu den Einzel und Gruppentherapien sowie zur Begleitung durch Ihre Bezugstherapeutin und das gesamte therapeutische Team. Gleichzeitig nehmen wir Ihre Rückmeldungen zu den mehrfachen Teamwechseln und zum Wechsel Ihrer Bezugstherapeutin ernst; wir wissen, wie wichtig Kontinuität in der therapeutischen Beziehung ist und prüfen, wie wir solche Übergänge künftig noch besser gestalten können. Ihre Hinweise zur Sauberkeit, zur Zimmerreinigung, zur Hitze in den Zimmern und zu den Markisen verstehen wir als wichtigen Impuls, unsere Prozesse und die Zusammenarbeit mit den zuständigen Bereichen zu überprüfen und weiterzuentwickeln. Auch wenn Ihre Erfahrungen in diesen Punkten nicht unserem eigenen Anspruch entsprechen, helfen uns solche Rückmeldungen dabei, Verbesserungspotenziale zu erkennen und gezielt anzugehen. Es freut uns, dass Sie trotz der genannten Kritikpunkte therapeutisch erneut von Ihrem Aufenthalt profitieren konnten und ein unterstützendes Miteinander unter den Mitpatientinnen und Mitpatienten erlebt haben. Für Ihren weiteren Weg wünschen wir Ihnen alles Gute. Ihre Schön Klinik Roseneck
Für das Krankheitsbild „Zwangsstörung“ sollten die Expositionen intensiviert werden, 1-2 begleitete
geplante Expositionen pro Woche sind definitiv zu wenig.
Für das Krankheitsbild „Zwangsstörung“ ist die Station C5 mit ihrem Ärzte- und Therapeutenteam zu empfehlen. Die Sauberkeit und der Speiseplan sind sicherlich zu verbessern. Gesamthaft zufrieden. Erster Aufenthalt und somit keinen Vergleichswert zu einer anderen psychosomatischen Klinik. Die stationäre Behandlung ist ein erster und vor allem mutiger Schritt, allerdings nur einer von vielen.
Liebe „Ana26.“ vielen Dank für Ihre Rückmeldungen zu Ihrem Aufenthalt in unserer Klinik und für den ergänzenden Nachtrag. Wir freuen uns, dass Sie unser therapeutisches Team bei Zwangsstörungen weiterempfehlen und mit der medizinischen Behandlung sehr zufrieden waren. Ihre Hinweise zur Sauberkeit, zum Speiseplan sowie zur Intensität der Expositionen nehmen wir sehr ernst und geben diese an die zuständigen Bereiche bzw. das Behandlungsteam weiter. Wir danken Ihnen für Ihr Vertrauen und den mutigen Schritt in die stationäre Behandlung und wünschen Ihnen für Ihren weiteren Weg alles Gute. Ihre Schön Klinik Roseneck
Wer Unterstützung will und annimmt, bekommt diese hier
Man wird von der Pflege sehr lieb aufgenommen und falls Fragen oder Unklarheiten auftreten, ist jeder immer sehr hilfsbereit. Das Tischsystem ist psychologisch gut gestaltet, sodass man auch kurzfristige Motivationsanker hat, um zuzunehmen (an den nächsten Tisch rutschen, Essbefreiungen am Wochenende). Von meiner Bezugstherapeutin und Ärztin habe ich mich gut und kompetent unterstützt gefühlt. Das Therapieangebot ist mMn etwas mau. Es gibt viel Leerlauf und oft Tage innerhalb der Woche, wo man gar keine Termine hat. Viele der Co-Therapeuten habe ich leider als uneinfühlsam oder unmotiviert erlebt. Ich denke, da muss jeder seine Erfahrung machen und die Co-Therapeuten finden, die zu einem passen - dann können die Gespräche auch sehr sinnvoll sein. Die für mich hilfreichsten Therapieangebote waren neben der Einzeltherapie die Körperbildtherapie und die Lehrküche. An der Sauberkeit mangelt es leider in der Klinik. Die Bäder haben zu Beginn meines Aufenthalts geschimmelt. Dieser wurde schließlich entfernt. Auch die Zimmer werden nicht wirklich gründlich gereinigt. Das Stationsteam war sehr eingespielt miteinander und man konnte bei Fragen oder Anliegen immer z. B. nach der Stationsvisite auf die Therapeutinnen zugehen und konnte den Alltag auch aktiv mitgestalten, z. B. die Weihnachtsvisite, wo wir einen Tannenbaum aufgestellt haben. Die Anliegen wurden ernst genommen. Was ich allerdings stark kritisieren muss, ist, dass es auf unserer Station sehr kurzfristig einen Therapeutenwechsel gab und einige meiner Mitpatientinnen von jetzt auf gleich eine neue Therapeutin hatten. Das ist so nicht in Ordnung. Die therapeutische Beziehung ist das wichtigste Mittel in der Psychotherapie und so eine Disruption führt zu Schaden und Therapieerfolgs-Stagnation. Insgesamt bin ich zufrieden mit meinem Aufenthalt und habe profitiert. Ich denke, es hängt viel davon ab, wie motiviert man ist, gesund zu werden und mit welchen Mitpatientinnen man sich umgibt oder z. B. Essens-Expos macht.
r „Anonym912", vielen Dank, dass Sie Ihre Erfahrungen in unserem Haus so ausführlich und differenziert schildern