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title: "SMWA stellt Gelder für Hitzeschutzmaßnahmen in Sachsen bereit; bis zu 80 Prozent Förderung"
sdDatePublished: "2026-08-11T15:40:00Z"
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  - "Dresden"
  - "Sachsen"
  - "Germany"
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SMWA stellt Gelder für Hitzeschutzmaßnahmen in Sachsen bereit; bis zu 80 Prozent Förderung

Medienservice Sachsen - Pressemitteilung

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Medieninformation
Sächsisches Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie und
Klimaschutz
Ihr Ansprechpartner
Jens Jungmann
Durchwahl
Telefon +49 351 564 80600
Telefax +49 351 564 80680
presse@smwa.sachsen.de*
11.08.2026
SMWA stellt Gelder für Hitzeschutzmaßnahmen bereit
Minister Panter: »Trinkbrunnen, Schattenspender und
Regenwassermanagement helfen ganz konkret«
In Sachsen wird es zunehmend heißer. Tage mit Temperaturen von deutlich
über 30 Grad nehmen zu, gleichzeitig wird Wasser knapper. Besonders in
dicht bebauten Städten und Gemeinden heizen sich versiegelte Straßen,
Plätze und Gebäude auf. Von der zunehmenden Hitze sind alle Menschen
betroffen, besonders stark belastet werden jedoch Ältere, Kinder und kranke
Menschen, für die hohe Temperaturen zur Gefahr werden können. Allein in
diesem Jahr sind – laut Robert Koch Institut – bereits über 12.000 Hitzetote
in Deutschland zu beklagen.
Das Sächsische Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie und
Klimaschutz (SMWA) hilft deshalb direkt mit Maßnahmen zur Anpassung an
die Folgen des Klimawandels: Auch wenn wir um die knappen kommunalen
Finanzen wissen, Kommunen und weitere Antragsberechtigte sollten jetzt
die Möglichkeit nutzen und so viele Fördermittel wie möglich beantragen.
Klimaschutzminister Dirk Panter: »Hitzeschutz und Klimaanpassung sind
kein Nischenthema, sondern eine wichtige Zukunftsaufgabe für unsere
Städte, Gemeinden und Wirtschaftsstandorte. Und sie sind aktiver
Gesundheitsschutz! Wer heute plant und investiert, schützt die Menschen
vor Ort und erhöht zugleich die Lebensqualität.« Dies sei keine Aufgabe
für ein Bundesland oder eine Kommune allein. Diese Aufgabe sei nur
gemeinsam zu bewältigen - Kommunen, Länder und Bund. »Wir im
SMWA stellen bereits Fördermittel für konkrete Hitzeschutz-Projekte bereit.
Damit können vor Ort spürbare Verbesserungen umgesetzt werden – zum
Beispiel schattige Plätze, begrünte Dächer, Trinkbrunnen oder Anlagen, die
Regenwasser speichern und bei Bedarf schnell wieder nutzbar machen.
Hohe Fördersätze treffen allerdings auf nanzielle Probleme in vielen
sächsischen Kommunen. Ich appelliere trotzdem an die Kommunen
und alle anderen Antragsberechtigten, jetzt aktiv zu werden und die
Fördermöglichkeiten so gut als irgend möglich zu nutzen.«
Hausanschrift:
Sächsisches Staatsministerium
für Wirtschaft, Arbeit, Energie
und Klimaschutz
Wilhelm-Buck-Straße 2
01097 Dresden
www.smwa.sachsen.de
Zu erreichen ab Bahnhof
Dresden-Neustadt mit den
Straßenbahnlinien 3 und 9, ab
Dresden-Hauptbahnhof mit den
Linien 3, 7 und 8. Haltestelle
Carolaplatz.
* Kein Zugang für verschlüsselte
elektronische Dokumente. Zugang
für qualiziert elektronisch signierte
Dokumente nur unter den auf
www.lsf.sachsen.de/eSignatur.html
vermerkten Voraussetzungen.

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Bis zu 80 Prozent Förderung
Im Rahmen der EU-Förderrichtlinie Energie und Klima unterstützt das
SMWA sowohl die Vorbereitung als auch die Umsetzung von Maßnahmen
zur Klimaanpassung. Die Stadt Leipzig nutzt beispielsweise rund 144.000
Euro Förderung, um die Stadtklimaanalyse fortzuschreiben; in Freital erhält
der Außenbereich der Kita »Kinderland am Wiesenhang« Begrünung und
Sonnensegel zur Verschattung, eine verbesserte Versickerungsfähigkeit des
Bodens und Regenwasserrückhalt für rund 180.000 Euro.
Die Antragstellung wurde stark vereinfacht, damit mehr Vorhaben schneller
auf den Weg gebracht werden können. Je nach Maßnahme sind Fördersätze
von bis zu 80 Prozent möglich
Gefördert werden unter anderem:
• Schutz vor Hitze an Gebäuden, etwa durch Außenverschattungen,
begrünte Dächer oder andere Maßnahmen zur natürlichen
Kühlung;
• Trinkbrunnen und schattenspendende Bereiche, die öffentliche
Plätze, Schulhöfe, Spielplätze oder Einrichtungen für ältere
Menschen bei Hitze entlasten können;
• Regenwassermanagement, zum Beispiel durch Zisternen,
Versickerungsanlagen oder andere Lösungen, die Wasser
zurückhalten und nutzbar machen
• Maßnahmen zum Schutz vor Starkregen und Bodenerosion
• vorbereitende Konzepte und Planungen, die konkrete
Klimaanpassungsmaßnahmen vor Ort ermöglichen.
Antragsberechtigt
sind
insbesondere
Kommunen
und
kommunale
Unternehmen,
kleine
und
mittlere
Unternehmen,
gemeinnützige
Organisationen,
Vereine,
Stiftungen,
Genossenschaften,
anerkannte
Religionsgemeinschaften sowie Privatpersonen.
Die Anträge können über das Förderportal der Sächsischen Aufbaubank
(SAB) im Modul 4 der »Förderrichtlinie Energie und Klima 2023« gestellt
werden.
Auch die Träger von voll- und teilstationären Pegeeinrichtungen
können unter diesen Voraussetzungen Anträge für die Förderung von
baulichem Hitzeschutz stellen. Gesundheitsministerin Petra Köpping:
»Hitze ist belastend, gerade für kranke oder ältere Menschen. Ich
empfehle allen Trägern von Gesundheitseinrichtungen, Hitze ernst zu
nehmen. Angemessene Schutzmaßnahmen sind wichtig und müssen
mitgedacht werden. Das ist kein Luxus. Fördermöglichkeiten gibt es,
aber sie sind offenbar bei den Einrichtungen noch nicht ausreichend
bekannt. Pegeeinrichtungen sollten diese Fördermöglichkeit im Rahmen
der Förderrichtlinie Energie und Klima 2023 nutzen. Wir haben die
entsprechenden Verbände bereits über die Fördermöglichkeiten informiert.
In diesem Zusammenhang verschaffen wir uns derzeit einen Überblick über
die Hitzeschutzplanung und die Umsetzung von Hitzeschutzmaßnahmen
in Pegeeinrichtungen. Eine entsprechende Umfrage läuft. Im Mittelpunkt

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der Umfrage steht der Schutz der Bewohnerinnen und Bewohner vor den
Auswirkungen von Hitze.«
Im Rahmen der Förderrichtlinie wurden bereits 55 Projekte mit einem
Gesamtvolumen von rund 10,6 Millionen Euro bewilligt. Derzeit stehen noch
rund 17 Millionen Euro für weitere Vorhaben zur Verfügung.
Aktuell werden 18 Anträge mit einer beantragten Fördersumme von
insgesamt rund 4,5 Millionen Euro geprüft. Sollten alle beantragten Projekte
bewilligt werden, verblieben anschließend noch rund 12,5 Millionen Euro im
Fördertopf.
Hintergrund:
Vor allem in Städten verstärkt der sogenannte Wärmeinseleffekt die
Belastung durch hohe Temperaturen. Asphalt und Beton speichern die
Wärme des Tages und geben sie auch nachts nur langsam wieder ab.
Begrünte Flächen, Bäume, Verschattungen und gespeichertes Regenwasser
können dazu beitragen, die Temperaturen vor Ort zu senken und die
Aufenthaltsqualität zu verbessern.
Wie dringend der Handlungsbedarf ist, zeigen die Entwicklungen der
vergangenen Jahrzehnte. Zwischen 1961 und 1990 wurden in Sachsen
durchschnittlich fünf heiße Tage mit mindestens 30 Grad pro Jahr gezählt.
Im Zeitraum von 2014 bis 2023 waren es bereits 13. In diesem Jahr wurden
an vielen Orten schon mehr als 20 solcher Tage registriert.
Projektbeispiele
• in Pirna wird der Busbahnhof klimaresilient umgestaltet:
Installation Trinkbrunnen, Verbesserte Bewässerung des
Baumbestandes
• in Freital wird der Außenbereich der Kita »Kinderland am
Wiesenhang« klimaresilient umgestaltet: Begrünungsmaßnahmen
und Sonnensegel zur Verschattung, Verbesserung der
Versickerungsfähigkeit des Bodens und Regenwasserrückhalt
• auch verschiedene Schulen gestalten die Außenbereiche um
durch Begrünung, Entsiegelung, Regenwasserversickerung (z.B.
Freie Montessorischule Huckepack Dresden)
• in Eibenstock wird im Rathaus baulicher Hitzeschutz (außen-
und innenliegender Sonnenschutz an Fenstern) nachgerüstet, in
Oberlungwitz an der Humboldt-Grundschule
• Die Gemeinde Lossatal baut auf dem Bauhofgelände eine
Regenwassersammel- und -speicheranlage
• Colditz erstellt ein Handlungskonzept Klimaanpassung sowie
Starkregenvorsorge, in Pirna wird das Umsetzungsmanagement
für die bestehende Klimaanpassungsstrategie unterstützt, Leipzig
schreibt seine Stadtklimaanalyse fort, Markleeberg erstellt ein
integriertes Klimaanpassungskonzept
Medien:

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Foto: Trinkbrunnen mit Vernebelung der Stadt Dresden
Links:
Antragstellung: Förderrichtlinie Energie und Klima