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title: "MeteoSchweiz NCCS-Impacts in der Schweiz; Übersichtsbroschüre ab Herbst 2026 verfügbar"
sdDatePublished: "2026-08-11T14:35:00Z"
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MeteoSchweiz NCCS-Impacts in der Schweiz; Übersichtsbroschüre ab Herbst 2026 verfügbar

Klima-Newsletter

August 2026

Mit Beginn des Sommerhalbjahres setzte eine sehr trockene Phase ein. Bis im Juli wirkte sich das wachsende
Niederschlagsdefizit immer mehr auf Ökosysteme aus. Am Trockene Weiden und Streuobstwiesen bei
Mandach im Aargau am 22. Juli 2026. Foto: Meteomeldungen/MeteoSchweiz-App

Guten Tag
Wir freuen uns, Ihnen einen weiteren Klima-Newsletter von MeteoSchweiz zu
präsentieren. Mit diesem Newsletter möchten wir Sie über den Klimazustand in der
Schweiz sowie über Neuerungen bei Produkten und Projekten von MeteoSchweiz

informieren. Der Newsletter bietet Ihnen ausserdem eine Liste aktueller Blogs und
Publikationen und Hinweise auf Veranstaltungen mit Beteiligung von MeteoSchweiz.
Viel Spass beim Lesen wünscht das
Bundesamt für Meteorologie und Klimatologie MeteoSchweiz

Aktuelles

Jahr, in dem die Niederschlagsmenge im ersten Teil des Sommerhalbjahrs (1. April bis 26. Juli) am
geringsten war. Gezeigt sind Stationen, die seit mindestens 30 Jahren Niederschlag messen. An 41 % der
168 Stationen liegt das Jahr 2026 auf Rang 1.

Extreme Trockenheit, historische Hitze und einige Gewitter

Der Frühling 2026 gehörte
schweizweit zu den drei wärmsten seit
Messbeginn 1864. Gleichzeitig erlebte
die Schweiz einen der trockensten
Frühlinge. Besonders

Tageshöchstwert der Deutschschweiz.
Gleichzeitig galt ab Ende Juni in den
meisten Regionen der Schweiz die
höchste Warnstufe für Trockenheit. Im
Juli setzten sich sowohl Trockenheit

aussergewöhnlich war die Trockenheit
in Graubünden, wo vielerorts nur rund
die Hälfte des üblichen Niederschlags
fiel. Die warme Witterung führte zu
einer verfrühten
Vegetationsentwicklung. Blütephasen
traten im Mai im Mittel knapp zwei
Wochen früher auf als im langjährigen
Mittel. Die schweizweite Heuernte
begann so früh wie noch nie seit
1951, dem Beobachtungsbeginn. Es
folgte ein trockener Juni, der mit einer
Temperatur von 3,5 Grad über dem
Mittel von 1991–2020 der drittwärmste
Juni seit Messbeginn war. Eine
ungewöhnlich frühe, lange und
intensive Hitzewelle erfasste in der
zweiten Monatshälfte die Schweiz. Sie
sorgte für viele neue Allzeitrekorde,
z.B. in Basel/Binningen markierten
39,0 Grad den höchsten
als auch Hitze fort, vor allem die
Alpensüdseite verzeichnete sehr viele
Hitzetage. Zudem wurde mit einem
Tageshöchstwert von 39,7 Grad in
Basel/Binningen der Allzeitrekord für
die Deutschschweiz erneut neu
gesetzt. Die Vegetation zeigte klare
Zeichen von Trockenstress, z.B. in der
Form von braunen Wiesen sowie
Blattverfärbung und vorzeitigem
Blattfall bei Bäumen. In beiden
Sommermonaten sorgten Gewitter,
darunter mehrere Superzellen, immer
wieder für lokal grosse Regenmengen
und Hagel von bis zu 5 cm am 9. Juni
im Südtessin.
 Klimabulletin Frühling 2026
 Klimabulletin Juni 2026

Produkte und Projekte

NCCS-Impacts: Neue Produkte verfügbar

Im von MeteoSchweiz koordinierten
Programm NCCS-Impacts sind neue
Produkte erschienen. Diese umfassen
Entscheidungsgrundlagen zur
Anpassung an den Klimawandel wie
Berichte, Faktenblätter und Online-
Applikationen. Sie geben Auskunft zu
den Auswirkungen des Klimawandels
auf Ökosystemleistungen und die
Gesundheit sowie zu den neuen
sozioökonomischen Szenarien.
NCCS-Impacts wird von allen
Mitgliedern des NCCS gemeinsam
getragen. Mit einer
Übersichtsbroschüre stehen ab Herbst

2026 sämtliche Ergebnisse gebündelt
zur Verfügung.
 Mehr Informationen

Destination Earth Climate DT

Destination Earth (DestinE) ist eine
Initiative der EU, im Rahmen derer
zwei hochaufgelöste digitale Zwillinge
des Erdsystems erstellt werden: einer
für wetterbedingte Extremereignisse
und einer für Klimawandel und
Klimaanpassung (Climate DT). Die
Entwicklung dieser Zwillinge wird vom
Europäischen Zentrum für mittelfristige
Wettervorhersage (ECMWF) geleitet
und erfolgt in Zusammenarbeit mit
weiteren Partnern. Seit Mai 2026
beteiligt sich MeteoSchweiz in der
dritten Phase des Projekts Climate DT.
Der fachliche Fokus von
MeteoSchweiz liegt auf der
Evaluierung der hochaufgelösten
Klimamodelldaten, insbesondere für
Regionen mit komplexer Topografie.
 Mehr Informationen

Bessere Photovoltaik-Prognosen dank neuer Wetterdaten

Das Bundesamtes für Energie hat die
tagesaktuelle Schätzung der
Stromproduktion aus Photovoltaik
aktualisiert (zum Energie-Dashboard).
Neu werden flächendeckende
Satellitendaten der solaren
Einstrahlung und probabilistische
ICON-CH2-EPS Vorhersagen
verwendet, die MeteoSchweiz via
Open Government Data bereitstellt.

Dies erlaubt eine genauere
Abschätzung des Verlaufs der
Photovoltaikproduktion in den letzten
Tagen und eine bessere Prognose
unter Berücksichtigung der
Vorhersageunsicherheit.
 BFE-Magazin

Energieindikatoren: Neue Daten und Karten

Neu stehen Energieindikatoren wie
Heizgradtage (HGT) und Kühlgradtage
(CDD) für die Schweiz und
Lichtenstein in verschiedener
räumlicher (Postleitzahlen, Gemeinde,
Bezirke, Kantone und gesamtes Land)
und zeitlicher Auflösung (täglich,
monatlich, saisonal, jährlich und
weitere) zur Verfügung. Diese
Produkte können als Tabelle und
teilweise auch als Grafik
heruntergeladen werden – begleitet
von einer detaillierten Dokumentation.
 Mehr Informationen

Räumliche Klimaanalysen nun via Open Data verfügbar

Wie ist der Niederschlag bei einem
Starkniederschlag räumlich verteilt?
Um das zu beantworten, sind
Datensätze über das Schweizer Klima
nötig. MeteoSchweiz stellt solche
räumlichen Klimadaten neu als Open
Government Data (OGD) für bis zu
150 Jahre zur Verfügung. Die neuen
Datensätze beschreiben die Verteilung
von bodennahen Klimagrössen auf
einem hochaufgelösten Gitter, je nach
Parameter mit einer Maschenweite
von 1 km oder 2 km.

 Mehr Informationen

Nationale und internationale Zusammenarbeit

GAW/GCOS White Paper 2026 veröffentlicht

Basierend auf den Outcomes des
Swiss National GAW/GCOS
Symposiums Ende März wurde
Anfang Juni das White Paper 2026
publiziert. Es legt die strategische
Richtung der nationalen Umsetzung
der Programme GAW-CH und GCOS-
CH für die kommenden Jahre fest und
ersetzt den GCOS-Strategieplan
2017–2026. Das White Paper bildet
zudem die Grundlage für den
laufenden Joint Call for Proposals, mit
dem MeteoSchweiz Projekte im
Bereich Klimabeobachtung fördert.
Der Call ist noch bis Ende November
2026 offen.
 White Paper 2026
 GAW/GCOS Schweiz

Veranstaltungen
Veranstaltungen von und mit Beteiligung von MeteoSchweiz.

Forum Klima Schweiz 2026

Das dritte «Forum Klima Schweiz – Umgang mit dem Klimawandel» steht
unter dem Motto «Entscheidungsgrundlagen für die Anpassung». Im Zentrum
steht der Abschluss des Programms NCCS-Impacts mit der Präsentation und
Diskussion der wichtigsten Resultate.
 29.10.2026
 9:00–16:30 Uhr
 Zentrum Paul Klee, Bern
 Weitere Informationen

ETH-Klimarunde 2026
Die diesjährige ETH-Klimarunde legt den Fokus auf das Thema Klimaresilienz:
Wie hochauflösende Modelle helfen, Wetterrisiken zu bewältigen.
 10.11.2026
 16:30–20:00 Uhr
 ETH Zürich, Hauptgebäude
 Weitere Informationen

Blogs
Ausgewählte MeteoSchweiz-Blogs zu Klimathemen.

 Was wäre, wenn...? Wie wir
mögliche Klimazukünfte für
die Schweiz ermitteln

Das Klima erwärmt sich rasant und die
1,5-Grad-Makre wird in Kürze
überschritten. Gleichzeitig scheint das
pessimistische Emissionsszenario
RCP8.5 nicht mehr realistisch. Warum
wir in den Klimaszenarien solche Pfade
trotzdem berücksichtigen und welche
Ergänzung Erwärmungsniveaus sind.

 Zum Blogartikel
Hitzewelle von historischem
Ausmass

Die Hitzewelle Ende Juni 2026 war
hinsichtlich ihrer Kombination aus Dauer
und Intensität extrem und es kam zu
zahlreichen Allzeitrekorden. Der
Klimawandel hatte einen deutlichen
Einfluss auf das Ereignis, dennoch stellt
eine solche Hitzewelle auch im heutigen
Klima eine Seltenheit dar.

 Zum Blogartikel

 Schweizer Städte im
Hitzestress: Was erwartet
sie in der Zukunft?

Hitze betrifft Schweizer Städte immer
stärker und stellt ein zunehmendes
Risiko für die Gesundheit der
Bevölkerung dar. Eine neue Studie auf
Grundlage der Schweizer
Klimaszenarien zeigt, dass Hitzewellen
in einem wärmeren Klima häufiger,
länger und intensiver werden – in
Städten noch stärker als im Umland.

 Zum Blogartikel

Aussergewöhnliche
Trockenheit in der Schweiz
und Europa

Die Schweiz und ein Grossteil Europas
sind seit Anfang Sommer von einer
aussergewöhnlichen Trockenheit
betroffen. Obwohl die Niederschläge der
letzten Wochen stellenweise
Entspannung gebracht haben, ist das
Niederschlagsdefizit an zahlreichen
Orten noch im Rekordbereich.
Unabhängig von den Prognosen wird es
mehrere Monate dauern, bis sich die
Gewässer und das Grundwasser
landesweit wieder erholen.

 Zum Blog-Artikel

Publikationen
Publikationen von oder mit Beteiligung von MeteoSchweiz.

Wie stark kann sich die städtische Hitzebelastung innerhalb von nur drei
Generationen verändern – und welche Klimazukunft projizieren die
Klimaszenarien CH2025 für die Stadt Bern?
Burger M, Senoner A E (2026) How exposure to (urban) heat changes in only
three generations. a case study from Bern, Switzerland, City Environ. Interact.,
31, 100412, https://doi.org/10.1016/j.cacint.2026.100412

Wie verändern sich Häufigkeit und Charakter von Hagelstürmen im
Alpenraum – und welche Hinweise liefern Beobachtungsdaten auf ein
steigendes Schadenspotenzial?
Schulte-Fischedick A, Feldmann M, Hering A, Nisi L, Schwierz C, Schröer K
(2026) Observed hailstorm characteristics and emerging trends in the
western Alpine region: a 20-year storm-scale analysis, Front. Environ. Sci.
14:1783155, https://doi.org/10.3389/fenvs.2026.1783155

 Weitere Publikationen zu Klimathemen von MeteoSchweiz
 Zum Archiv des Klima-Newsletters

Bundesamt für Meteorologie und Klimatologie MeteoSchweiz
Operation Center 1 | 8058 Zürich-Flughafen
www.meteoschweiz.ch | kundendienst@meteoschweiz.ch

Anregungen und Verbesserungsvorschläge nehmen wir gerne über die Adresse
kundendienst@meteoschweiz.ch in Empfang.