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title: "SR Müller berichtet über Nach-Nutzungskonzept AMO-Kulturhaus in Magdeburg; Workshop nach Sommerpause geplant"
sdDatePublished: "2026-08-11T16:32:00Z"
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SR Müller berichtet über Nach-Nutzungskonzept AMO-Kulturhaus in Magdeburg; Workshop nach Sommerpause geplant

Niederschrift

Landeshauptstadt Magdeburg
Magdeburg, 11.08.26
Die Oberbürgermeisterin

Niederschrift

Sitzung - K/022(VIII)/26
Gremium

Wochentag,
Ort
Beginn
Ende

Datum

Kulturausschuss
Mittwoch,
Hansesaal
17:00 Uhr
20:45 Uhr

24.06.2026

Tagesordnung:
Öffentliche Sitzung

1
Eröffnung der Sitzung und Feststellung der Beschlussfähigkeit

2
Bestätigung der Tagesordnung

3
Genehmigung der Niederschriften vom 22.04. und 20.05.2026

4
Verabschiedung der Kammersängerin Undine Dreißig

5
Anträge

5.1
Nach-Nutzungskonzept für unser AMO-Kulturhaus duldet keinen
Aufschub
A0097/24

Fraktion DIE LINKE

5.1.1
Nach-Nutzungskonzept für unser AMO-Kulturhaus duldet keinen
Aufschub
A0097/24/1

Fraktion DIE LINKE

5.1.2
Nach-Nutzungskonzept für unser AMO-Kulturhaus duldet keinen
Aufschub
S0238/24

BE: Stabsstelle IV/01

5.1.3
Wiedervorlage Information Markterkundung AMO

- Einordnung und Perspektiven

2

6
Informationen

6.1
Zwischeninformation: Einrichtung eines Cafés im Gebäude des
Kulturhistorischen Museums der Landeshauptstadt Magdeburg
I0161/26

BE: FB 42

7
Sachstand Festival der Moderne 2027

BE: Herr Dr. Stöneberg und Herr Dr. Moser

8
Aktuelles aus der Kultur

- Personal
BE: Bg. IV

9
Verschiedenes

- Workshop "Magdeburger Recht", BE: Herr Dr. Bütow und Frau Dr. Köster
- Sachstand Stadthalle, BE: EB KGM
- Stadtschreiber, BE: Bg. IV
- Lesung Arne Semsrott, BE: Bg. IV

Anwesend:

Vorsitzende
Carola Schumann

Mitglieder des Gremiums
Dr. Beate Bettecken

Margot Häfner

Kevin Michalzik

Oliver Müller

Geschäftsführung
Jenny Ly

Sachkundige Einwohner/innen
Daniel Adler

Vertreter
Jens Rösler

Abwesend:

Mitglieder des Gremiums
Julia Lehnert

Steffi Meyer

Sachkundige Einwohner/innen
Sabine Kusig

Peter Uhlmann

3

1.
Eröffnung der Sitzung und Feststellung der Beschlussfähigkeit

Die Ausschussvorsitzende eröffnet die Sitzung vor der Sommerpause und begrüßt alle
Anwesenden. Eine besondere Begrüßung erhält die Oberbürgermeisterin. Die
Beschlussfähigkeit wird mit vier anwesenden Mitgliedern festgestellt. Zwei weitere Stadträte
treffen im Laufe des TOP 3 ein.

2.
Bestätigung der Tagesordnung

Von der Beigeordneten IV wird darum gebeten, den Punkt „Workshop zum Magdeburger
Recht“ unter Verschiedenes vorzuziehen.

Dies wird mit 4  0  0 bestätigt.

3.
Genehmigung der Niederschriften vom 22.04. und 20.05.2026

Die Niederschrift der öffentlichen Sitzung vom 22.04.2026 wird mit 3  0  2 genehmigt.
Die Niederschrift der öffentlichen Sitzung vom 20.05.2026 wird mit 3  0  2 genehmigt.

4.
Verabschiedung der Kammersängerin Undine Dreißig

Im Rahmen der Sitzung wird die Kammersängerin Undine Dreißig in Anwesenheit der
Oberbürgermeisterin, der Volksstimme und des gesamten Kulturausschusses verabschiedet.
Gewürdigt wurden vor allem ihre 37 Jahre im Theaterbereich, ihr ehrenamtliches Engagement
sowie ihr Einsatz für Nachwuchsförderung und kulturelle Veranstaltungen in der Stadt.

In dem kurzen Gespräch wurde betont, dass sie nicht nur im Theater und in der Verwaltung
gewirkt habe, sondern auch in Pflegeeinrichtungen und bei Veranstaltungen während der
Corona-Zeit aktiv gewesen sei. Es wurde hervorgehoben, dass ihr Wirken die Kultur in der Stadt
sichtbar mitgeprägt habe und dies kein endgültiger Abschied sei, sondern eher eine Würdigung
ihrer bisherigen Arbeit.

5.
Anträge

5.1.
Nach-Nutzungskonzept für unser AMO-Kulturhaus duldet keinen
Aufschub
A0097/24

Die Ausschussvorsitzende führt erläuternd ein und übergibt dann das Wort an SR Müller.

SR Müller berichtete, dass das Thema auch in weiteren Ausschüssen auf der Tagesordnung
stand, darunter der Betriebsausschuss KGM sowie der Ausschuss für Wirtschaft und Tourismus.
Dabei wurde deutlich, dass es weiterhin offene Fragen dazu gibt, was im Gebäude künftig
stattfinden kann und welche Ideen die Kulturverwaltung verfolgt.
Kritisch angemerkt wurde, dass in einem Ausschuss der Abriss des Gebäudes thematisiert
worden sei, ohne dies aus Sicht von SR Müller ausreichend einzuordnen. Er verwies darauf, dass

4
es sich um ein Denkmalschutzgebäude handelt und daher aus seiner Sicht vorsichtiger mit
solchen Optionen umgegangen werden müsse.
SR Müller fragte nach dem Stand der Vorbereitung und regte an, den Workshop nach der
Sommerpause, etwa im September, durchzuführen. Frau Stieger habe darauf verwiesen, dass
sie dafür nicht zuständig sei und die Vorbereitung von anderer Seite erfolge.
SR Müller stellte die Frage, wann der Workshop stattfinde, wer ihn organisiere und ob eine
gemeinsame Vorbereitung vorgesehen sei. Aus seiner Sicht sollten die Zuständigkeiten in der
Vorlage eindeutiger benannt werden.

Die Beigeordnete IV erläuterte, dass das Thema bereits seit längerer Zeit bearbeitet werde und
dezernatsübergreifend abgestimmt sei. Ziel sei es, die im Kulturausschuss angesprochenen
Punkte zur Einordnung und Perspektiven aufzugreifen und den weiteren Fortgang zu klären. Dazu
solle Frau Aßmann-Behlau zunächst darstellen, was seitdem passiert sei und welche
Informationen inzwischen zusammengetragen wurden. Außerdem solle geprüft werden, ob es aus
den Fraktionen weitere Rückmeldungen gebe.

Im Anschluss erhält Frau Aßmann-Behlau das Wort, um die Sachlage zusammenzufassen.

Frau Aßmann-Behlau stellte die Genese des Verfahrens dar. Ausgangspunkt sei der Antrag aus
dem Jahr 2021 gewesen; erstmals habe man sich im August 2023 zu einer gemeinsamen Runde
getroffen, um die Situation zu erläutern. Herr Schüller habe das AMO als Veranstaltungshaus
vorgestellt und eine Wettbewerbsanalyse zu Magdeburger Veranstaltungsstätten sowie die
Anwendung des AMO dargestellt.

Dabei sei deutlich geworden, dass Magdeburg über eine hohe Sitzplatzkapazität verfüge und das
AMO aus damaliger Sicht einen guten Betriebszustand aufweise; zugleich sei erheblicher
Sanierungsbedarf bei haustechnischen und sicherheitstechnischen Anlagen benannt worden. Am
Ende
des
Termins
habe
die
Verwaltung
den
Auftrag
erhalten,
eine
Betriebswirtschaftlichkeitsbetrachtung für das AMO zu erstellen, alle Veranstaltungshäuser in
Magdeburg gesamtstädtisch zu überprüfen und verschiedene Nutzungsoptionen zu entwickeln.

Im November 2024 habe Herr Schüller eine betriebswirtschaftliche Analyse des AMO vorgestellt
und eine positive Betriebsbilanz sowie eine gute Auslastungssituation beschrieben. Die
Bewertung sei dabei stets unter dem Aspekt erfolgt, das AMO als Ausweichspielstätte für die
Hyparschale und die Stadthalle mitzudenken. Anschließend habe die Verwaltung die von der
Politik eingeforderten Vergleiche mit verschiedenen Veranstaltungsstätten in Magdeburg
vorgelegt. Dabei sei deutlich geworden, dass in der Stadt insgesamt Kapazitäten für rund 500.000
Personen vorhanden seien und insbesondere die Dezentralität sowie die Möglichkeiten anderer
Häuser eine Rolle spielten; Bühnen- und Veranstaltungstechnik sei im Wesentlichen nur im Alten
Theater und im Opernhaus vorhanden.

Frau Aßmann-Behlau brachte als erste Nutzungsoption ein, das AMO als Museum für Naturkunde
beziehungsweise als Haus für verschiedene Bereiche zu nutzen. Dabei sei angedacht worden,
größere Ausstellungsstücke präsentieren zu können.
Anschließend seien weitere Nutzungsoptionen vorgestellt worden. Diese hätten auf einem
modifizierten Nutzungskonzept beruht und drei Schwerpunkte umfasst: gesellschaftliche
Veranstaltungen im Großen und Kleinen Saal, langfristige Ausstellungen sowie eine Nutzung als
Vereins- und Generationenhaus mit Angeboten für Bürger- und Jugendarbeit. Auch eine Nutzung
mit kommerziellem Partner sei diskutiert worden.
Zudem sei das Baukastenprinzip erläutert worden, wonach das Gebäude funktional gegliedert
und einzelne Bereiche unterschiedlich genutzt werden könnten. Im Raum gestanden habe dabei
unter anderem die Idee eines Depots oder Schaudepots im Großen Saal sowie die Einbindung
der dort vorhandenen Gastronomie.

Abschließend sei der Auftrag an die Verwaltung formuliert worden, die vorgestellten Inhalte
mitzunehmen und in die Fraktionen zu tragen. Außerdem sei der Vorschlag eingebracht worden,
zu prüfen, ob sich Genossenschaften als mögliche Hauspartner am AMO beteiligen könnten.

5

Im März 2025 habe die Verwaltung das Haus der Genossenschaften und mögliche
Hauspartnerschaften vorgestellt. Nach Darstellung von Herrn Schüller hätten mehrere
Genossenschaften
Interesse
an
Zuschüssen,
Kooperationen
oder
gemeinsamen
Veranstaltungen bekundet; eine Beteiligung an Investitionen oder die Übernahme des Hauses sei
von keiner Genossenschaft gewünscht worden.
Daraufhin habe die Verwaltung eine vierte Nutzungsoption entwickelt. Diese sehe vor, das AMO
als Kultur- und Veranstaltungsgebäude zu erhalten, den Veranstaltungsbetrieb jedoch auf den
Kleinsaal zu konzentrieren. Gleichzeitig seien weiterhin gesellschaftliche Veranstaltungen,
Ausstellungen sowie eine Nutzung mit relativ geringen Eingriffen in die Raumstruktur vorgesehen
worden.
Zudem sei berücksichtigt worden, dass auch städtische Bedarfe, etwa für ein Depot, weiterhin
Platz finden könnten. Die vorgestellten Optionen seien anschließend in eine breite Diskussion
gegangen, die nach Darstellung von Frau Aßmann-Behlau zu sehr unterschiedlichen Positionen
geführt habe – von der Beibehaltung des bisherigen Betriebs über Privatisierung und Verkauf bis
hin zu weiteren offenen Varianten.

Das Ergebnis der bisherigen Diskussion sei gewesen, dass zunächst eine Markterkundung
durchgeführt werden solle. Dies sei auch als Form der Bürgerbeteiligung verstanden worden, da
die aus der Bürgerschaft und aus verschiedenen Bereichen eingegangenen Hinweise eine
zukunftsorientierte, gemischte Nutzung favorisiert hätten.
Dabei seien zahlreiche Überschneidungen mit den eingebrachten Ideen erkennbar gewesen,
jedoch ohne Aussagen zu Investitionen oder zur Übernahme zusätzlicher Lasten. Vielmehr sei
davon ausgegangen worden, dass die Stadt die Sanierung und den Betrieb tragen müsse. Aus
dem Immobilien- und Wirtschaftsbereich seien zwar weitere Vorschläge gekommen, etwa zu
alternativen Nutzungen, diese hätten jedoch ebenfalls keine belastbare Wirtschaftlichkeit ohne
städtische Investitionen erkennen lassen.
Die Verwaltung habe daraus abgeleitet, dass das Gebäude – unabhängig von der künftigen
Nutzung – Kosten verursachen werde. Die vierte Nutzungsoption, das AMO als Kultur- und
Veranstaltungsgebäude mit gemischter Nutzung weiterzuentwickeln, sei aus Sicht von Frau
Aßmann-Behlau die Option mit den meisten Schnittmengen zwischen Politik, Stadtgesellschaft
und Bauverwaltung gewesen. Eine Einigung sei jedoch nicht erzielt worden; es habe vielmehr
weiterhin die Frage im Raum gestanden, welche Option die Stadt näher prüfen soll und wer
darüber entscheidet.

SR'in Schumann schildert, dass die Diskussion bereits im Mai 2021 mit mehreren runden
Tischen und einer Sitzung im AMO mit verschiedenen Beteiligten begann. Aus ihrer Sicht sei
seitens der Verwaltung zunächst keine gemeinsame Erarbeitung gewünscht gewesen, da Herr
Schüller einen Vorschlag allein vorlegen wollte; die Zusammenarbeit sei danach zunächst ins
Stocken geraten. Den dritten runden Tisch beschreibt SR'in Schumann so, dass aus ihrer
Wahrnehmung bereits eine Mehrheit für eine Variante bestanden habe und anschließend eine
Markterkundung angestoßen worden sei. Sie betont, dass Wahrnehmungen auseinandergehen
könnten, hält aber fest, dass sie und andere sich für das AMO entschieden hätten. Einen Abriss
lehnt SR'in Schumann klar ab und spricht sich stattdessen für den Erhalt des AMO und eine
Mischnutzung als kleinsten gemeinsamen