---
title: "Peter*, Feldwebel d.R., Fahrlehrer Rad-Kette, trainierte ukrainische Soldaten auf Leopard-1-A5 in Westdeutschland; Leopard-1-A5 gegenüber russischen Panzern überlegen."
sdDatePublished: "2026-08-11T05:09:00Z"
source: "https://www.reservistenverband.de/magazin-die-reserve/ausbildungsunterstuetzung-fuer-die-ukraine/"
topics:
  - name: "war"
    identifier: "medtop:20000062"
  - name: "military service"
    identifier: "medtop:20001145"
locations:
  - "Germany"
  - "Ukraine"
  - "Russia"
---


Peter*, Feldwebel d.R., Fahrlehrer Rad-Kette, trainierte ukrainische Soldaten auf Leopard-1-A5 in Westdeutschland; Leopard-1-A5 gegenüber russischen Panzern überlegen.

Ausbildungsunterstützung für die Ukraine - Reservistenverband

Seit dem 24.Februar 2022 widersetzt sich die Ukraine der russischen Vollinvasion. Auch der Reservistenverband als Arbeitgeber leistet einen Beitrag zu den ukrainischen Verteidigungsbemühungen. Insgesamt sechs Monate unterstützte Peter*, Feldwebel d.R., Fahrlehrer Rad-Kette und hauptamtlicher Mitarbeiter, die European Military Assistance Mission Ukraine.

Zwei Leopard I Panzer stehen zur Ausbildung bereit

Im Jahr 2023 suchte die Bundeswehr nach Ausbildern für den Kampfpanzer Leopard 1 A5. Der Suchaufruf wurde auch über die Verbandsmedien verbreitet. Peter* ist Panzermann und als Fahrlehrer Rad-Kette für den entsprechenden Panzertyp bringt er das mit, was die Bundeswehr sucht. Er meldet sich. Kurze Zeit später steht er auf einem Truppenübungsplatz in Westdeutschland und bringt ukrainischen Soldaten bei, wie das deutsche Gefechtsfahrzeug bewegt wird.

Ihrem neuen Arbeitsgerät begegneten die Ukrainer zunächst mit einer gewissen Skepsis. Das ist bei einem Panzer aus den 60er Jahren wenig verwunderlich. Immerhin wurde er im Rüststand A5 noch bis Anfang der 2000er Jahre in der Bundeswehr eingesetzt. Sie hätten dann jedoch die Leistungsfähigkeit der Maschine erkannt – und, dass sie den russischen Panzern überlegen sei, wie Peter schildert.

Er hat durchaus persönliche Gründe für seinen Einsatz. Über familiäre Verbindungen betrifft ihn der Krieg unmittelbar. Er sieht die Ausbildungsunterstützung aber auch pragmatisch: „Die Ukrainer verteidigen sich gegen den russischen Aggressor, aber am Ende kämpfen sie dort auch für unsere Freiheit.“

Kämpfen, das müssen seine Fahrschüler. Sie haben die verschiedensten Hintergründe. Beim zehntägigen Fahrtraining treffen Frontveteranen auf frische Rekruten oder anders gesagt: geübte Fahrer anderer Panzertypen auf Fahrradfahrer ohne Führerschein. Am Ende lernen sie alle, wie der Leopard 1 bewegt wird. Peter hat sie dabei alle als hochmotiviert erlebt: „Die wollen alle die Russen aus ihrem Land vertreiben.“ Die Debatte um die Wehrwilligkeit der deutschen Bevölkerung werde von den Ukrainern als befremdlich wahrgenommen. „Die Diskussion, dass bei uns manche nicht zum Wehrdienst gehen wollen, gibt es dort nicht.“

Zehn Tage hat Peter den Ukrainern sein Wissen vermittelt. Was hat er mitgenommen? „Mich auf das zu besinnen, was wirklich wichtig ist: Familie und Freunde“, antwortet er. Denn der heiße Draht nach Hause sei den Teilnehmern der Ausbildung ganz besonders wichtig gewesen. Dieses Wissen hilft Peter auch, als er beim ersten Ausbildungsdurchgang mit dem ungewissen Schicksal der ukrainischen Soldaten an seiner Seite zu hadern beginnt. Sie leisten ihren Dienst für Familie und Freunde.

Und so sagt Peter für sich: „Ich habe denen alles beigebracht. Es kann nur gutgehen. Wenn du irgendwie Zweifel hast, dann hast du schon verloren.“

Start ▸ Die Reserve das Magazin ▸ Ausbildungsunterstützung für die Ukraine

Podcast: Gen Z in Uniform - wie werden Soldaten gemacht?

Die Personalzahl der Bundeswehr steigt und das Interesse am Soldatenberuf unter den jungen Menschen, aber passen sie zur Bundeswehr? Prof....

Bundeswehr und Reserve - Newsblog KW 33

Was berichten die Medien in dieser Woche über die Bundeswehr und ihre Reserve? Welche Themen stehen auf der sicherheitspolitischen Agenda?...

Haben Wehr- und Zivildienstleistende einen Rentenbonus verdient?

Was haben die Mütterrente und der Grundwehrdienst beziehungsweise Zivildienst miteinander zu tun? Auf den ersten Blick natürlich nichts. Doch mit...