Staatsarchiv lehnt Umbenennung von Heimfelder Platz ab; WC-Anlage priorisieren.
Drucksache - 22-1833.01
Übersicht ab 05-2013 Übersicht bis 04-2013
Am Heimfelder Platz, vor der Paulus-Kirche in Heimfeld gab es “in besten Zeiten” zwei Toiletten: eine Ecke Petersweg, kurz vor der Friedrich-Ebert-Halle und eine weitere im Zwischengeschoss der S-Bahn-Station Heimfeld.
Die erste wurde entfernt, da der Vertrag mit der Werbefirma fü r Bushaltestellen auslief und die zweite ist nun “Opfer” der seit ca. 20 Jahren andauernden Modernisierungsmaß nahmen der DB.
Leidtragende sind Kirche und Grü nanlagen in diesem Gebiet.
Es ist Konsens aller politischen Gremien, dass der Heimfelder Platz kü nftig durch eine Neuordnung der Straß en und Wege aufgewertet wird: “Mehr Platz auf dem Platz”.
Die größ ere Aufenthaltsqualitä t ist aber n ur gewä hrleistet, wenn ein Toilettenservice besteht. Es ist in einer funktionierenden Stadt unerlä sslich, Raum zum Ausruhen und Entschleunigen vorzuhalten, das Entfernen von Bä nken ist da keine geeignete Lö sung. In mehreren Sitzungen des Heimfelder Bü rg erbeirats wurde dringend auf die Notwendigkeit einer funktionierenden Toilette dort hingewiesen.
In Antwort zu Drs. 22-0546 teilte das Bezirksamt mit: “Das Staatsarchiv hat die Umbenennung bisher abgelehnt, da es eine Namensdoppelung erkennt und somit Sc hwierigkeit bei der Wegfindung erwartet”.
Ebenso sah die BUKEA keine Mö glichkeit, der Beschlussempfehlung auf Errichtung einer WC-Anlage zu folgen, da zunä chst die Bedarfe zu priorisieren seien und das Bezirksamt dies durch zu erwartende Nutzungszahlen zu begrü nden habe. Der Heimfelder Platz ist ein hochfrequentierter Platz an einer der meistgenutzten S-Bahnstationen der Linien 3 und 5, sowie zentraler Bushaltestellen, Bike+Ride mit 62 Plä tzen und Taxistä nden, sowie HVV-Switch-Point. Die Bedarfslage fü r e ine WC-Anlage ist daher offensichtlich gegeben.
die Begrü ndung des Staatsarchivs und Konkretisierung der Gefahr der Schwierigkeiten der Wegfindung azufordern und dem Regionalausschuss Harburg zur Verfü gung zu stellen,
die Priorisierung der WC-Anlage bei der BUKEA erneut zu beantragen. Der Heimfelder Platz ist ein hochfrequentierter Platz an einer der meistgenutzten S-Bahnstationen der Linien 3 und 5, sowie zentraler Bushaltestellen, Bike+Ride mit 62 Plä tzen und Taxi stä nden, sowie HVV-Switch-Point. Die Bedarfslage fü r eine WC-Anlage ist daher offensichtlich gegeben
Die Behö rde fü r Kultur und Medien (BKM) nimmt zu dem Antrag zu Punkt 1
Die geltenden Benennungsbestimmungen regeln, dass leicht zu verwechselnde Benennungen unzulä ssig sind. In II.6 heiß t es, „ bei gleichem Bestimmungswort sollen als Grundwö rter „ Straß e“ und „ Weg“ , „ Stieg“ und „ Twiete“ , „ Bach“ und „ Bek“ , „ Kamp“ und „ Koppel“ nicht nebeneinander verwendet werden.“ Demzufolge ist die parallele Verwendung der Namen “ Heimfelder Straß e“ und „ Heimfelder Platz“ mö glich, aber nicht zu empfehlen, insbesondere weil beide Verkehrsflä chen nahe beieinander liegen.
Des Weiteren sehen die Benennungsbestimmungen vor, dass eine durchgehende Straß e nur einen Namen tragen soll (8 a). Eine Benennung des Platzes vor der St. Pauluskirche wü rde jedoch eine Teilumbenennung des Alten Postweges bedeuten. Bei einer Teilumbenennu ng wird eine Verkehrsflä che in zwei Abschnitte geteilt. Dies wird in Ausnahmefä llen praktiziert, um zum Beispiel eine Person an einem Ort nahe ihrer Wirkungsstä tte zu ehren. Eine Teilumbenennung des Platzes vor der St. Pauluskirche wü rde eine Unterbrechun g des Alten Postweges bedeuten. Die Straß e wü rde nordwestlich bzw. sü dö stlich des Heimfelder Platzes weiterverlaufen. Die Unterbrechung wü rde zudem durch die dort auf den Alten Postweg stoß ende, namensä hnliche Heimfelder Straß e markiert werden. Auch wenn de r in Frage stehende Platz vor der Kirche als vom Alten Postweg separierte Flä che angesehen werden kö nnte, wä ren die Grenzen von Alter Postweg, Heimfelder Straß e und Heimfelder Platz und die diesen Verkehrsflä chen zugeordneten Adressen nicht eindeutig erke nn bar.
Wegen einer mö glichen Verwechslung der Namen „ Heimfelder Straß e“ und „ Heimfelder Platz“ und wegen der Unterbrechung des Alten Postweges mit entsprechender Anpassung der Adresse der Kirchengemeinde ist aus der Sicht des Staatsarchivs eine Teilumbenennung n icht zu empfehlen.