---
title: "SoVD Hamburg fordert Berlin auf, Abschaffung der abschlagsfreien Rente nach 45 Versicherungsjahren zu stoppen; 3.044 nutzen Rente mit 63 2025"
sdDatePublished: "2026-08-11T14:07:00Z"
source: "https://www.sovd-hh.de/news-service/artikel/hamburg-muss-sich-gegen-rentenabbau-stellen"
topics:
  - name: "pension and welfare policy"
    identifier: "medtop:20000630"
  - name: "government policy"
    identifier: "medtop:20000621"
  - name: "labour"
    identifier: "medtop:09000000"
locations:
  - "Berlin"
  - "Hamburg"
---


SoVD Hamburg fordert Berlin auf, Abschaffung der abschlagsfreien Rente nach 45 Versicherungsjahren zu stoppen; 3.044 nutzen Rente mit 63 2025

Sozialverband Hamburg: Hamburg muss sich gegen Renten­ab­bau stellen!

Familien | Frauen | Kinder

Stadtentwicklung | Wohnen | Mobilität

Hamburg muss sich gegen Renten­ab­bau stellen!

„Bürgermeister Dr. Peter Tschentscher muss sich in Berlin ganz klar gegen die Abschaffung der abschlagsfreien Rente nach 45 Versicherungsjahren einsetzen“, fordert Dr. Sally Peters, Vorständin SoVD Hamburg. Der Verband fordert ein eindeutiges politisches Statement Hamburgs gegen die Pläne, den abschlagsfreien Renteneintritt für besonders langjährig Versicherte abzuschaffen.

„Dieser Vorschlag der Bundesregierung trifft die Falschen und ist sowohl sozial- als auch gesellschaftspolitisch das absolut falsche Signal“, ist sich Peters sicher. Gerade in Berufen, in denen schwer körperlich gearbeitet werde oder die psychisch belastend seien, werde die abschlagsfreie Rente nach 45 Versicherungsjahren von den Betroffenen zu Recht in Anspruch genommen. Im vergangenen Jahr entschieden sich in Hamburg 3.044 Männer und Frauen für die sogenannte Rente mit 63: „So wird die Lebensarbeitsleistung dieser Menschen wertgeschätzt und gewürdigt“, sagt Peters.

Statt Einzelne in Zukunft zu benachteiligen, sollten sich mehr beteiligen, fordert die Hamburger SoVD-Vorständin: „Wir müssen sehr ernsthaft darüber reden, wer alles in das solidarische System der gesetzlichen Rentenversicherung einbezogen ist – und wer eben nicht.“ Der SoVD fordert seit Langem, die gesetzliche Rentenversicherung zu einer Erwerbstätigenversicherung umzubauen – und Beamt:innen, Selbstständige und Mandatsträger:innen einzubeziehen: „Das wäre fair gegenüber denjenigen, die nach einem langen Arbeitsleben in Rente gehen wollen und es wäre fair gegenüber allen Arbeitenden, das System grundsätzlich neu aufzustellen!“

Sollte sich der Bürgermeister bei dieser Frage nicht positionieren, könnte das enttäuschen: „Die Politik darf nicht das Vertrauen der Menschen verspielen!“

3.044 Männer und Frauen aus Hamburg erhielten 2025 erstmals eine abschlagsfreie Altersrente nach 45 Versicherungsjahren – die sogenannte Rente mit 63. 2024 waren es mit 3.139 Personen knapp 100 Versicherte mehr, die erstmals diese Rente bekommen hatten.

Der SoVD Hamburg (Sozialverband Deutschland, SoVD-Landesverband Hamburg e.V.) ist ein gemeinnütziger Verein, in dem rund 28.000 Mitglieder organisiert sind. Damit ist der SoVD die größte sozialpolitische Interessenvertretung in der Hansestadt. Seine Mitglieder berät der SoVD sozialrechtlich zu Fragen rund um die Themen Rente, Kranken- und Pflegeversicherung, Schwerbehindertenrecht, Grundsicherung und Arbeitslosenversicherung. In Widerspruchs- und Klageverfahren übernimmt er ihre sozialrechtliche Vertretung.

Kontakt Susanne Rahlf Pressesprecherin SoVD Hamburg Telefon: 0151 44545693 E-Mail: presse@sovd-hh.de