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title: "SoVD Niedersachsen fordert bessere Vor-Ort-Chancen für Jugendliche in Hannover; Jeder fünfte plant auszuwandern"
sdDatePublished: "2026-08-11T11:25:00Z"
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SoVD Niedersachsen fordert bessere Vor-Ort-Chancen für Jugendliche in Hannover; Jeder fünfte plant auszuwandern

Pressemitteilung vom 11.08.2026

Tag der Jugend am 12. August Letzte Chance für Perspektiven: Politik muss Vor-Ort-Chancen für Jugendliche sofort verbessern

Hannover. Die aktuelle Jugendstudie 2026 zeigt deutlich: Junge Menschen fühlen sich in Deutschland nicht ausreichend beteiligt. Der Sozialverband Deutschland (SoVD) in Niedersachsen sieht darin ein Warnsignal und fordert anlässlich des „Tags der Jugend“ am 12. August vor allem die Kommunen und die Landesregierung auf, mehr zu tun, damit sich Jugendliche in den Bereichen Barrierefreiheit, Mobilität, Wohnen und Bildungschancen vor Ort besser gesehen fühlen.

Jeder fünfte junge Mensch in Deutschland plant auszuwandern, um bessere Lebensbedingungen zu haben. Grundsätzlich können sich diesen Schritt sogar 41 Prozent vorstellen. Das geht aus der Jugendstudie hervor. „Gerade angesichts des Fachkräftemangels ist das eine dramatische Entwicklung“, sagt Dir Swinke, Vorstandsvorsitzender des SoVD in Niedersachsen. Diese Zahlen seien das Ergebnis einer Politik, die die junge Generation zu vergessen scheint. „Marode Schulen, zu wenige Treffpunkte für Jugendliche, kaum Freizeitangebote und schlechte Anbindungen bei Bus und Bahn – in all diesen Bereichen fehlt das Geld. Über die Themen bezahlbares Wohnen und Rente wollen wir erst gar nicht reden“, so Swinke weiter. Es sei kein Wunder, dass junge Menschen vor Ort oft keine Perspektive sähen.

„Dabei sind Kinder und Jugendliche unsere Zukunft. Das müssen die Kommunen und die Landesregierung mit ihrer Politik auch deutlich machen. Es kann nicht sein, dass derart viele junge Menschen Deutschland verlassen möchten. Wir brauchen dringend mehr Angebote und vor allem mehr echte Beteiligung“, macht der Vorstandsvorsitzende deutlich. Jugendliche müssten das Gefühl haben, dass ihre Belange zählen.

Deshalb fordert der SoVD in Niedersachsen vor allem drei Dinge: Die Beteiligung von jungen Personen durch Jugendräte gerade bei sozialpolitischen Themen, die Einbeziehung von Jugendlichen mit Behinderung und die Förderung von Ehrenamt. „All das sorgt auch für mehr Zusammenhalt. Der ist gerade im Hinblick auf die derzeitige politische Lage besonders wichtig“, betont der niedersächsische SoVD-Chef.