Katharina Schenk stellt Hitzeaktionsplan Thüringen vor; 230 Hitze-Todesfälle in Thüringen diesen Sommer

Thüringen stärkt Schutz vor Hitze

Thüringen stärkt Schutz vor Hitze

Gesundheitsministerin Katharina Schenk hat heute den Hitzeaktionsplan des Landes Thüringen vorgestellt. Der Plan bündelt 21 Maßnahmen, mit denen die Landesregierung die Menschen besser vor den gesundheitlichen Folgen zunehmender Hitze schützen will. Erste Maßnahmen sind bereits angelaufen.

Extreme Hitze ist längst keine Ausnahme mehr. Sie kann für die Gesundheit gefährlich werden – insbesondere für ältere Menschen, Säuglinge und Kleinkinder, Schwangere sowie Menschen mit chronischen Erkrankungen. Nach Schätzungen des Robert Koch-Instituts sind allein in diesem Sommer bereits rund 230 Menschen in Thüringen infolge von Hitze gestorben.

21 Maßnahmen für besseren Hitzeschutz

Der Hitzeaktionsplan beschreibt konkrete Maßnahmen der Landesverwaltung und richtet sich an unterschiedliche Bereiche des gesellschaftlichen Lebens. Im Mittelpunkt stehen Information und Prävention, der Schutz besonders gefährdeter Menschen sowie die bessere Zusammenarbeit von Gesundheitswesen, Kommunen und weiteren Partnern.

Bereits umgesetzt beziehungsweise in Vorbereitung sind unter anderem:

Informationsportal hitze.thueringen.de: Hier finden Bürgerinnen und Bürger Informationen zum richtigen Verhalten bei Hitze und UV-Strahlung sowie spezielle Hinweise für Gesundheit und Pflege, Arbeitswelt, Kitas und Schulen sowie Freizeit und Tourismus.

Information für besonders gefährdete Menschen: Drei zielgruppenspezifische Flyer informieren über Schutzmaßnahmen bei Hitze und werden bereits über Arztpraxen verteilt.

Kühle-Orte- und Erfrischungskarte: Eine landesweite Karte soll dabei helfen, kühle Orte und Möglichkeiten zur Erfrischung zu finden.

Gemeinsames Netzwerk: Das Netzwerk Hitzeaktionsplan Thüringen bringt die relevanten Akteure aus Landesverwaltung, Gesundheitswesen und weiteren Bereichen zusammen und begleitet die Umsetzung der Maßnahmen.

Gesundheitlicher Hitzeschutz ist eine gemeinsame Aufgabe. Der Hitzeaktionsplan des Gesundheitsministeriums ergänzt deshalb die Maßnahmen des Umweltministeriums zur Klimaanpassung und den Hitzeschutzmaßnahmen der Thüringer Kommunen.

Denn neben dem richtigen Verhalten bei Hitze sind auch langfristige Maßnahmen wichtig – etwa mehr Schatten und Grün in Städten und Gemeinden oder der Schutz öffentlicher Räume vor Überhitzung.

“Unser Ziel ist klar: Die Menschen in Thüringen sollen auch bei zunehmenden Hitzeperioden gesund und sicher leben können. Mit dem Hitzeaktionsplan schaffen wir dafür einen gemeinsamen Rahmen und stärken die Vorsorge.”